Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Der Bischof von Trier ODER wie tief kann man als katholischer Bischof in Deutschland noch sinken?
  2. Graz-Seckau: Erneut liturgisch ‚grenzwertige’ Wandlungsworte bei Erstkommunionmesse in Hartberg
  3. Kein Platz für überzeugte AfD-Anhänger in der evangelischen Diakonie
  4. Islamisten marschieren durch deutsche Städte - der Verfassungsschutz und Kirchen schweigen!
  5. Deutschland: Schüler konvertieren aus Angst zum Islam
  6. Papst an Pfarrer: "Die Kirche könnte ohne euer Engagement und euren Dienst nicht fortbestehen"
  7. AfD wirft Diakonie-Präsident 'Wählernötigung' vor
  8. Marx: Abgestuftes Lebensrecht für Ungeborene inakzeptabel, aber....
  9. Erzbischof Lackner zu Austrofaschismus: Kirchliches Versagen einbekennen
  10. Prof. Riccardo Wagner: Katholikentagsprogramm hat null Treffer bei Stichwort „Neuevangelisierung“
  11. Mehrheit der Deutschen hat Angst, Minderheit im eigenen Land zu werden
  12. Links schwenkt, Marsch!
  13. ,Selbstaufgabe am Rande des Fatalismus‘
  14. Linzer Präsidentin der Jüdischen Kultusgemeinde warnt vor Antisemitismus bei 'Pax Christi'
  15. Deutschland: Rekord-Austritte bei der evangelischen Kirche

Wird Antonietta die jüngste Heilige in der Kirchengeschichte?

20. Dezember 2007 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sechsjähriges Mädchen auf dem Weg zur Seligsprechung - Benedikt XVI. bestätigt heroischen Tugendgrad der Dienerin Gottes Antonietta Meo, die auf Grund von Knochenkrebs im Alter von 6 Jahren starb


Rom (kath.net/ Zenit.org).
Ein sechsjähriges italienisches Mädchen, das auf Grund von Knochenkrebs eine Amputation erdulden musste und dieses Leiden und ihr Leben ganz Gott weihte, könnte als jüngste Heilige in die Kirchengeschichte eingehen, ohne eine Blutzeugin zu sein. Papst Benedikt XVI. unterzeichnete am Montag das Dekret, in dem bestätigt wird, dass Antonietta Meo ein heroisches Leben geführt hat.

Als dem römischen Mädchen am 25. April 1936 das linke Bein amputiert wurde, begann ihr Leidensweg, aber auch ihre außergewöhnliche Erfahrung mit Gott. Das Mädchen trug ab diesem Zeitpunkt eine Prothese und akzeptierte diese Einschränkung, in dem sie ihr „Beinchen“ Jesus schenkte. Ihren Lebenswandel hat Bischof Agostino Superbo aus Potenza in einer kleinen Broschüre nachgezeichnet.

Mit vielen Briefen wollte sie Gott, ihren Vater, trösten. So schrieb sie etwa am 4. September 1936: „Ich bin sehr froh, dass Jesus mir dieses Problem geschickt hat, denn so bin ich seine Auserwählte.“

Als sie 1935 an Knochenkrebs erkrankte, fügte sie nach Angaben der Mutter ihren Lieblingsgebeten folgenden Satz hinzu: „Jesus, tu mir den Gefallen, lass mich sterben, bevor ich eine Todsünde begehe.“

Antonietta Meo wurde am 15. Dezember 1930 in Rom als vierte Tochter von Maria und Michele Meo geboren. Sie wurde ein frommes und lebhaftes Kind und besuchte ab 1933 einen Kindergarten in der Nähe ihrer Pfarrei Santa Croce in Gerusalemme. Man beschrieb sie als „hellwach“, und schon als Vierjährige war sie Mitglied der Kindergruppe de Katholischen Aktion.

Der „Briefwechsel“ zwischen dem kleinen Mädchen und Jesus nehme „Züge eines mystischen Zwiegesprächs“ an, durch das die Gnade Gottes das „Bild einer Zeugin unserer Zeit“ entstehen habe lassen, so Bischof Agostino Superbo.

„Jesus, komm bald in mein Herz, damit ich Dich ganz fest drücken und Dich küssen kann“, schreibt das Mädchen kurz vor ihrer vorverlegten Ersten Heiligen Kommunion. „Ich gebe Dir mein Herz.“

Papst Paul VI. hatte bereits als Staatsekretär die Biographie und die Briefchen von Antonietta Meo gelesen und begeistert ausgerufen: „Ja, wirklich: Der Herr ‚ludit in orbe terrarum‘.“

Das Mädchen betete immer wieder: „Jesus, ich liebe Dich so sehr. Ich will mich vergessen in Deinen Armen; mach mit mir, was Du willst.“

Im Jahr 1941 entschied sich die „Gioventú Femminile der Azione Cattolica“, die Seligsprechung Nennolinas, wie sie liebevoll genannt wurde, voranzutreiben. Der damalige Vorsitzende, Arinda Barellis, war die treibende Kraft. Der Prozess, der 1942 eröffnet worden war, konnte im Jahr 1972 auf diözesaner Ebene abgeschlossen werden.

Dass ein sechsjähriges Mädchen ein Vorbild für alle Christen sein kann, ist durch die Aufhebung einer Norm im Jahr 1981 möglich geworden. Es wurde damals entschieden, dass für die Einleitung eines Seligsprechungsverfahrens nicht mehr eine altersbedingte Reife vorausgesetzt werden muss.

Die sterblichen Überreste Nennolinas wurden am 5. Juli 1999, 62 Jahre nach ihrer Beisetzung, in die Basilika S. Croce in Gerusalemme überführt.

Kurz vor ihrem Tod am 3. Juli 1937 hatte das Mädchen noch den Apostolischen Segen von Pius XI. durch einen päpstlichen Gesandten empfangen. In ihrem letzten Brief an Jesus, den sie diktieren musste, heißt es: „Lieber Jesus, sag der Madonna, dass ich sie sehr liebe und ihr nahe sein will.“



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 catolica 21. April 2011 
 

ein wunderbares Kind

und ein vorbild für unsere kommunionkinder--die kleine soll auch unverwest sein--ich mag sie sehr.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heilige

  1. Die heilige Maria Magdalena - Prophetin der eucharistischen Liebe
  2. Hl. Rita von Cascia - Helferin in größter Not
  3. Josef von Nazareth - Der Mann in der zweiten Reihe - Leseprobe 2
  4. Josef von Nazareth - Der Mann in der zweiten Reihe - Leseprobe 1
  5. Der selige Miguel Pro – ein Fürsprecher für die Verfolgten
  6. Angebote von „Kirche in Not“ zum Josefsjahr
  7. Mit Glaubenszeugen durch das Jahr
  8. Zwei heldenhafte Frauen: Anna Schäffer und Gianna Beretta Molla
  9. Neu: Jahresheiligen-Ziehen von „Kirche in Not“
  10. Algerien: In den Fußstapfen von Charles de Foucauld







Top-15

meist-gelesen

  1. Der Bischof von Trier ODER wie tief kann man als katholischer Bischof in Deutschland noch sinken?
  2. Graz-Seckau: Erneut liturgisch ‚grenzwertige’ Wandlungsworte bei Erstkommunionmesse in Hartberg
  3. Deutschland: Schüler konvertieren aus Angst zum Islam
  4. Links schwenkt, Marsch!
  5. Wort zum Sonntag/ARD: Evangelische Pastorin wirbt für „Entkriminalisierung“ von Kindstötungen
  6. Islamisten marschieren durch deutsche Städte - der Verfassungsschutz und Kirchen schweigen!
  7. Salesianer-Oberer kündigt bei seiner Bischofsweihe Rücktritt an
  8. Prof. Riccardo Wagner: Katholikentagsprogramm hat null Treffer bei Stichwort „Neuevangelisierung“
  9. Marx: Abgestuftes Lebensrecht für Ungeborene inakzeptabel, aber....
  10. ,Was für eine schöne Zeit, in der wir leben!‘
  11. AfD wirft Diakonie-Präsident 'Wählernötigung' vor
  12. ,Selbstaufgabe am Rande des Fatalismus‘
  13. Vier Dinge, die Katholiken vor der heiligen Messe tun sollen
  14. Die Kirche des 2016 von Terroristen ermordeten Pfarrers Jacques Hamel wird immer stärker besucht
  15. ,Ich will nicht wie Yoda klingen…‘

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz