Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  12. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  13. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“

Sternenstaub

11. Oktober 2007 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Film "Stardust" lässt an einigen Stellen so etwas wie einen Nachhall unserer einstigen Bestimmung entstehen. Von Franziskus v. Ritter-Groenesteyn.


München (www.kath.net) Was bringt einen gefallenen Stern wieder zum Erstrahlen? Ja, es ist die reine Liebe! Wenn die überirdische Claire Danes in der Rolle, des vom Himmel geholten Sterns Yvaine in dem dunklen Schloss der Hexe Lamia, perfide gut verkörpert von Michelle Pfeiffer, wieder zu neuem Glanz erstrahlt, wird etwas von der Sehnsucht geweckt, die in jedem von uns steckt.

Es ist die Sehnsucht nach unserem Erlöser; die Sehnsucht ihn einst so sehen zu dürfen, wie er uns seine wahre Beschaffenheit beschreibt: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8,12) Denn das Licht vertreibt die Finsternis.

Wie wir uns diese Offenbarung der Lichtwerdung vorzustellen haben, inszeniert Regisseur Matthew Vaughn und Produzent Lorenzo die Bonaventura (nomen est omen!) in dem neuen, optisch streckenweise an „Herr der Ringe“ angelehnten Film, eindringlich gut.

Stardust gehört ins Fantasyland Stormhold, das jenseits der Mauer unseres eingeschränkten Denkens liegt und eifersüchtig bewacht wird vom Wächter der Mauer, der jeden Eindringling zu wehren weis. Es ist ein von Fabelwesen und herrschsüchtigen Königen bewohntes Land, das seiner Befreiung harrt.

Liebe ist der Schlüssel, um es zu betreten. Der diesseits der Mauer lebende Tristan (der britische New Comer Charlie Cox) möchte der Dorfschönheit Viktoria als Beweis seiner Liebe sprichwörtlich die Sterne vom Himmel holen. Als eine Sternschnuppe vom Himmel fällt, ist sein Plan gefasst.

Er wird sie finden und ein Stück Sternenstaub in Viktorias Hände legen, um sie zu heiraten. Doch dazu muss er die Mauer überqueren. Mit Hilfe des zauberhaften Lichts einer Kerze geschieht dies unvermutet schnell.

Es bringt ihn ähnlich wie Captain Sparrow in „Fluch der Karibik“ an den Ort seines Begehrens, in unserem Falle direkt zum gefallenen Stern und später an so manch anderen erstaunlichen Ort.

Seine Verwunderung ist groß, als er erkennt, dass der Stern eine Frau ist. Er fasst sich schnell, kettet sie (nicht mit Ketten der Liebe, sondern der Unterwerfung) an sich und eilt der Mauer zu.

Doch der Stern Yvaine ist keine gewöhnliche Frau, denn ihr Herz verheißt ewige Jugend und ihre Halskette ewiges Königreich. Die Anlehnung an biblische Vorbilder ist unverkennbar. Fortan wird sie gejagt.

Gejagt von alten Vetteln, allen voran Michelle Pfeiffer in der Rolle der Oberhexe Laima, gejagt von thronsüchtigen in ihrer Reihenfolge nummerierten potentiellen Prinzen (Primus bis Septimus) und beschützt von Einhörnern und dem blitzefangenden, grimmigen Piraten Shakespeare (Robert de Niro), der ein Geheimnis hat, von dem keiner wissen darf.

Es sind die Momente des Lichts, die dem Film seinen besonderen Reiz geben. Es ist dieses Licht, das jeder Seele innewohnt und das in dem Maße erstrahlt, in dem unsere Liebe wächst. „Wenn dein ganzer Körper von Licht erfüllt und nichts Finsteres in ihm ist, dann wird er so hell sein, wie wenn die Lampe dich mit ihrem Schein beleuchtet.“ (Lk 11,36)

Der Film lässt deshalb an einigen Stellen so etwas wie einen Nachhall unserer einstigen Bestimmung entstehen. Er bringt in unserer Seele Licht zur Schwingung.

Dann sind da die Momente des Humors, die ironischerweise – aber durchaus menschlich – dann am lustigsten sind, wenn sie von Schadenfreude getragen werden. Und schließlich die grenzüberschreitende Optik, der Look des Films, der uns immer wieder mitten ins Geschehen hineinzieht.

Stardust ist die gelungene Verfilmung des gleichnamigen Fantasyromans von Neil Gaiman. Der Film kommt bei uns unter dem Titel „Der Sternwanderer“ am 18. Oktober ins Kino.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Film

  1. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  2. Warum Mel Gibson sich entschlossen hat, ‚Die Passion Christi‘ zu drehen
  3. US-Schauspieler David Henrie sieht ‚neue Renaissance‘ für religiöse Themen in Hollywood
  4. Warteschlangen vor den Kinos: Der Film „Sacré Coeur“ bricht in Frankreich Zuschauerrekorde!
  5. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  6. Angel Studios bringen Film mit Jonathan Roumie und Kevin James in die Kinos
  7. Dreharbeiten zu Mel Gibsons ‚Die Auferstehung des Christus‘ sollen im August in Rom beginnen
  8. Netflix kündigt neuen Film der Reihe ‚Die Chroniken von Narnia‘ für 2026 an
  9. Dokumentation über Papst Benedikt XVI. gewinnt Emmy
  10. Die fünf beliebtesten katholischen Filme







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  3. Medienpolitik: Bald verpflichtende Quote für öffentlich-rechtliche Inhalte in sozialen Netzwerken?
  4. Medjugorje: Erster Mariologie-Kongress mit Beteiligung des Vatikans
  5. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  6. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  7. Nicht Anpassung, sondern Verwandlung. Was die Kultur dem Christentum verdankt
  8. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  9. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  10. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  11. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  12. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  13. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  14. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  15. »Habt Mut: Ich habe die Welt besiegt!« (Joh 16,33)

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz