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'Die Kinder Hurins', eine prophetische Geschichte für unsere Zeit

3. Mai 2007 in Chronik, keine Lesermeinung
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Tolkien-Experte Jef Murray: Es handle sich um eine Geschichte der menschlichen Schwäche und Sünde, die gerade im Hinblick auf die heutige Zeit als "prophetisch" einzustufen sei – Wird "Kinder Hurins" verfilmt?


Atlanta (kath.net/Zenit.org)
Freunde des zutiefst katholischen Autors J.R.R. Tolkien werden vom biblischen Ton der Neuveröffentlichung von Die Kinder Hurins überrascht sein, erklärte Tolkien-Experte Jef Murray von der St. Austin Review gegenüber einem Mitarbeiter der englischen Ausgabe von ZENIT in den USA.

Es handle sich um eine Geschichte der menschlichen Schwäche und Sünde, die gerade im Hinblick auf die heutige Zeit als „prophetisch“ einzustufen sei.

Christopher Tolkien habe die Neuerscheinung, die zwei bereits veröffentlichten Fassungen nahekomme, sorgfältig aus den Manuskripten seines Vaters rekonstruiert. Einige widersprüchliche Elemente habe er berichtigt, die Chronologie aktualisiert und den Schreibstil zugänglicher gemacht.

Illustriert wurde das Buch von Alan Lee, einem der beiden Künstler, die für die Designs der „Herr der Ringe“-Filme verantwortlich zeichnen. Hollywood soll bereits Interesse an den Filmrechten bekundet haben.


In der Abenteuererzählung geht es nach Jef Murray „um die Natur des Bösen, um seine Manifestation in den Handlungen von Engeln/Dämonen und – wichtiger noch – in den Schwächen und Sünden des gefallenen Menschen“.

Die „Narn i Chîn Húrin“, wie Tolkiens unvollendete Geschichten genannt werden, sei eine nahezu Hiob-artige Geschichte, die Geschichte des Kampfes einer Familie in Beleriand, die in einer Zeit lange vor den Erzählungen von „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ spiele.

Tolkiens satanische Figur Morgoth habe die Familie von Hurin verflucht. Wie auch in der alttestamentlichen Erzählung von Hiob, trügen Hurins Frau, Sohn und Tochter die Hauptlast des Fluchs. Im Gegensatz zu Hiob suche Turin, der Sohn des Hurin und Protagonist der Geschichte, jedoch nicht demütig nach der Gnade Gottes und seiner Erlösung, sondern versuche stattdessen, seinem Schicksal zu entkommen. Stolz und Selbstgerechtigkeit verstrickten ihn aber immer mehr in Handlungen der Sünde und der Torheit.

Die Geschichte nehme ein tragisches Ende, beinhalte jedoch eine „Lehre für unsere Zeit“, erörterte Murray: „Auch wir vertrauen häufig auf uns selbst anstatt auf Gott. Und wie Turin glaubt auch die Welt, dass sie unbesiegbar sei und sich allen Herausforderungen stellen könne. Aber die Sünde befleckt alles, und ohne die Demut und das Vertrauen auf die Gnade Gottes können auch wir der Gefahr erliegen, Turins Pfad zu folgen.“

Lesetipp:
Die Kinder Hurins
Herausgegeben, mit einer Einleitung und einem Nachwort von Christopher Tolkien
gebunden mit Schutzumschlag
8 Farbtafeln und 26 s/w-Abbildungen von Alan Lee,
Faltkarte, Goldprägung
Auflage: 1. Aufl. 2007
Seiten: 334
EURO 20,50

 

Alle Bücher können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung CHRIST-MEDIA (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

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KATHPEDIA: Tolkien


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