Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  11. Was eine Messe wiegt
  12. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  13. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  14. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  15. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus

,Wir müssen dringend neu über die Ehe als Sakrament reden’

16. Jänner 2007 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Würde er dem neuen Bundeskanzler ins Gewissen reden? Roger Ibounigg, einer der Jugendseelsorger der Diözese Graz-Seckau, über brennende Fragen der Seelsorge: Laien sollen bei Eucharistieverteilung nur helfen, wenn der Priester alleine nicht zu Rande


Pöllau (www.kath.net) „Wir müssen dringend neu über die Ehe als Sakrament reden.“ Das sagte der Jugendseelsorger und Pfarrer von Pöllauberg Roger Ibounigg im Gespräch mit der „Kleinen Zeitung“.

Auf die Frage, ob er dem neuen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, der unverheiratet in einer Lebenspartnerschaft lebt, ins Gewissen reden würde, meinte Ibounigg: „Ich denke nicht, dass ich diese Gelegenheit hätte. Ich würde ihm die Kommunion aber sicher nicht öffentlich verweigern. Das würde ihn bloßstellen.“

Der Priester habe hier „eine große Verantwortung“. „Ich muss den Menschen als Priester unbedingt die ganze Botschaft liefern“, ist Ibounigg überzeugt. Er wolle „das Gespräch darüber eröffnen“.

Würde er einem nicht verheirateten Paar die Kommunion verweigern? Ibounigg: „Nein, das würde ich nicht. Ich müsste dann aber im Vertrauen persönlich mit den Betreffenden sprechen.“

In diesem Bereich erlebe er, „dass Vieles einfach nicht gesagt wird. Der Priester möchte ein Künder der Frohen Botschaft sein. Aber wenn man von diesem Weg spricht, muss man ehrlichkeitshalber auch betonen, dass er steil und steinig ist.“

Kirche muss berührbar sein

„Kirche muss berührbar sein“, beschreibt der Pfarrer seinen Dienst. „Die erste Aufgabe des Priesters ist es, da zu sein. Das klingt vielleicht einfach, aber damit beginnt es. Die Priorität ist dann die Heilige Messe.“

Zur jüngsten Diskussion um Laien als Kommunionsspender meinte er: „Dazu gibt es ein Dokument der Kirche aus dem Jahr 1994, in dem gesagt wird, dass Laien nur helfen sollen, wenn der Priester alleine nicht zu Rande kommt. Wenn jemand etwas anderes behauptet, hat er also ein Problem.“

Er habe in einem Artikel im Pfarrbrief darauf hingewiesen. „Ich versuche den Leuten eine Begründung anbieten, dann tun sie sich nicht schwer damit. Mir ist die Heilige Messe in ihrer ganzen Klarheit ein Anliegen. Sie ist wie ein Schatz, den man für sich entdecken muss.“

Bei den Jugendtreffen in Pöllau, die es seit 15 Jahren gibt, würden die Jugendlichen „mit dem anspruchsvollen Weg des Glaubens“ konfrontiert, beschreibt Ibounigg. „Jugendliche brauchen einen Reibebaum und wollen gefordert werden.“

Ein Problem sei der Priestermangel. „Jugend gewinnt man durch Beziehung und das kostet Zeit“, erklärt der Pfarrer. Mit dem Priestermangel schwinde die Zeit jedes einzelnen Priesters.

Was ist die Ursache für den Priestermangel? Ibounigg: „Damit man den Ruf hört, muss es Rufer geben. Ich habe selber erst mit 18 Jahren begonnen, in die Kirche zu gehen. In der Schulzeit war ich ein Jahr lang vom Religionsunterricht abgemeldet und ich habe mich erst mit 19 firmen lassen.“

Sein damaliger Heimatkaplan in Graz habe ihn dann zum Umdenken bewogen. Er habe „mit Feuer seine Berufung gelebt“. Ein wichtiger Grundsatz für Ibounigg: „Das glaubwürdige Leben des Priesters ist die wichtigste Predigt.“

KATHPEDIA: Roger Ibounig

Foto: Péter Goda



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ehe

  1. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  2. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  3. US-Studie zeigt: Verheiratete junge Erwachsene sind glücklicher als unverheiratete
  4. Afrikas Bischöfe erklären Umgang mit Polygamie
  5. Neuer Hit: „Für dich gehe ich das volle Risiko ein“
  6. „Georgia Märtyrer“-Seligsprechung am 1. Oktober – Sie verteidigten die Ehe gegen die Polygamie
  7. „Warum erlaubt die katholische Kirche keine Hochzeiten im Garten?“
  8. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  9. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  10. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  3. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  4. Was auch immer Synodalität sein soll
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Europa „entseuchen“?
  7. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  8. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  9. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  10. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  11. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  12. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  13. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  14. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  15. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz