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„Silere non possum“: „Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster“

5. Juni 2026 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Vatikannahes Portal: Entlassener Präfekt des Kommunikationsdikaseriums, Paolo Ruffini, war auch verantwortlich für die schockierende Weiternutzung von Bildmaterial des Künstlers und mutmaßlich vielfachen Missbrauchstäters Rupnik.


Vatikan (kath.net) „Mit der Unterschrift des Papstes bestätigt sich nun, was „Silere non possum“ auf diesen Seiten seit Jahren dokumentiert: Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster.“ So kommentiert das katholische Portal „Silere non possum“ die Nachricht, dass Leo XIV. Paolo Ruffini seines Amtes als Präfekt des Dikasteriums für die Kommunikation enthoben hat. 

„Silere non possum“ schildert Entwicklungslinien für diese Entscheidung: „Am 5. Juli 2018 ernannte Franziskus Paolo Ruffini zum Präfekten des Dikasteriums für die Kommunikation – er war der erste Laie, der einem Dikasterium der Römischen Kurie vorstand. Er trat die Nachfolge von Monsignore Dario Edoardo Viganò an, der nach der Manipulation eines Briefes von Papst Benedikt XVI. zurückgetreten war. Kurz gesagt: Die Geschichte dieses Dikasteriums begann unter keinem guten Stern. Ruffini kam in den Vatikan auf einem Pfad, den vor ihm bereits viele umstrittene Laien beschritten hatten: ein beruflicher Werdegang, der Stationen bei *Giornale Radio Rai*, Rai3, La7 und schließlich TV2000 – dem Sender der italienischen Bischofskonferenz – umfasste. Wie üblich basierte die Ernennung nicht auf Kompetenz oder Professionalität; entscheidend waren persönliche Verbindungen, Einflussnetzwerke und Empfehlungen. Die Einrichtung, die ihm anvertraut wurde, war keine gewöhnliche Nachrichtenredaktion; es handelte sich um ein höchst ehrgeiziges Projekt mit dem Ziel, die Stimme des Papstes weltweit zu Gehör zu bringen. Doch das Projekt hatte einen schlechten Start und wurde noch schlechter geführt.“


Das gewöhnlich aus vatikannahen Stimmen hervorragend informierte Portal listet einige massive Probleme auf, die unter der Verantwortlichkeit Ruffinis zu Tage getreten waren. Darunter auch folgendes: „Zudem prangerten wir nach der Aufdeckung des Falls Rupnik die Hartnäckigkeit an, mit der das Dikasterium weiterhin die Kunstwerke des ehemaligen slowenischen Jesuiten auf seinen Medienkanälen präsentierte – ungeachtet der schweren Anschuldigungen, die gegen ihn im Raum standen. Den Tiefpunkt erreichte die Entwicklung im Juni 2024 in Atlanta: Vor Journalisten, die zur ‚Catholic Media Conference‘ versammelt waren, verteidigte Ruffini diese Praxis offen. Er ging sogar so weit zu fragen, ob die Entfernung eines dieser Bilder aus dem Portal ihn den Opfern näherbringen würde, und argumentierte, eine solche Maßnahme wäre keine christliche Reaktion. Dahinter standen, wie wir wissen, wirtschaftliche Interessen.“ Der Künstler wird von mehreren Frauen - darunter auch Ordensfrauen - des Missbrauchs beschuldigt. Er ist inzwischen aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen worden. Weitere kath.net-Artikel über Rupnik:  siehe Link.

Der Beitrag auf „Silere non possum“ in voller Länge: Leo XIV ousts Ruffini. The Pope strikes his first blow against the Palazzo Pio clique

 


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