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Wien: Viele junge Muslime stellen religiöse Vorschriften über österreichische Gesetze

vor 1 Stunden in Österreich, keine Lesermeinung
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Ein Drittel der muslimischen Jugendlichen gibt laut einer aktuellen Studie an, in den letzten Jahren religiöser geworden zu sein. Beten, Fasten und Moscheebesuche sind bei ihnen deutlich verbreiteter als bei christlichen Vergleichsgruppen.


Wien (kath.net/jg)
Eine neue Studie der Stadt Wien zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen löst Diskussionen aus. Sie zeigt, dass bei einem erheblichen Teil muslimischer Jugendlicher die Religion eine zentrale und oft übergeordnete Rolle spielt – auch im Verhältnis zu staatlichen Gesetzen und demokratischen Werten. Die Ergebnisse werden vom Studienleiter Kenan Güngör als „sehr bedenklich“ eingestuft, berichtet die Tageszeitung Heute.

Im Rahmen der Untersuchung wurden rund 1.200 Personen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren aus zehn verschiedenen Gruppen befragt, darunter Österreicher, Bosnier, Türken, Syrer, Afghanen und Tschetschenen. Besonders auffällig ist der hohe Stellenwert der Religion bei muslimischen Jugendlichen: 73 Prozent der Schiiten und 68 Prozent der Sunniten bezeichnen sich als sehr oder eher religiös. Zum Vergleich liegen die Werte bei katholischen Jugendlichen bei 41 Prozent und bei orthodoxen Christen bei 38 Prozent.


Besonders brisant: 41 Prozent der befragten muslimischen Jugendlichen stimmen der Aussage zu, dass die Vorschriften ihrer Religion über den Gesetzen Österreichs stehen. Bei christlichen Jugendlichen liegt dieser Wert bei 21 Prozent. Zudem geben 46 Prozent an, bereit zu sein, „für die Verteidigung seines Glaubens zu kämpfen und zu sterben“. Bei Christen sind es 24 Prozent.

Weitere Ergebnisse unterstreichen eine konservative Haltung bei vielen muslimischen Jugendlichen. 36 Prozent finden, alle Menschen sollten sich an die Regeln ihrer Religion halten. Mehr als die Hälfte möchte, dass Musliminnen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen. 65 Prozent sind der Ansicht, islamische Vorschriften seien in allen Lebensbereichen streng einzuhalten.

Die Studie offenbart auch deutliche Unterschiede in der Einstellung zur Demokratie. Während 82 Prozent der österreichischen Jugendlichen die Demokratie als beste Staatsform betrachten, liegen die Werte bei Syrern bei 47 Prozent, bei Tschetschenen bei 50 Prozent und bei Afghanen bei 61 Prozent. Vor allem bei Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan und Tschetschenien zeigen sich konservative Rollenbilder: Fast die Hälfte meint, Männer sollten wichtige Entscheidungen treffen, ein Viertel lehnt eine Frau als Chefin ab, und nur etwa ein Drittel findet Homosexualität akzeptabel.

Ein Drittel der muslimischen Jugendlichen gibt zudem an, in den letzten Jahren religiöser geworden zu sein. Beten, Fasten und Moscheebesuche sind bei ihnen deutlich verbreiteter als bei christlichen Vergleichsgruppen.

Die Autoren warnen davor, die Ergebnisse allein auf die Religion zurückzuführen. Als weitere Faktoren nennen sie geringe Bildung, Diskriminierungserfahrungen, autoritäre Erziehungsstile, soziale Isolation sowie den Einfluss radikaler Inhalte im Internet. Dennoch unterstreicht die Studie die Herausforderungen für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Wien, wo muslimische Kinder an Pflichtschulen inzwischen mit knapp 39 Prozent die größte Glaubensgruppe stellen.

 

Foto: Symbolbild

 


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