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'Only love works'

vor 33 Stunden in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Warum der Begriff Work-Life-Balance problematisch ist, unsere Identität eng mit Tun verknüpft ist und letztlich alles in der Liebe gründet: Johannes Hartl am Montagabend bei der MEHR 2026. Von Petra Knapp aus Augsburg


Augsburg (kath.net) Über das Thema Leistung sprach Johannes Hartl in seinem Vortrag bei der MEHR 2026 am Montagabend. Es gibt verschiedene Umgänge mit Leistung, sagte der Theologe und Philosoph. Weit verbreitet ist das leistungsorientierte Muster, welches eine Leistung beschreibt, wo Herz und Gefühle nicht involviert sind. Der leistungsorientierte Mensch sei jedoch gefährdet für Süchte und Burnout. 

Eine weitere Form, mit Leistung umzugehen, sei eine Reaktion auf die Leistungsorientiertheit, die darin bestehe zu rebellieren und zu sagen „Ich habe keinen Bock mehr drauf“. Dies habe Auswirkungen auf die Erziehung, etwa wenn Kindern mitgegeben werde, etwas „ganz Besonderes“ zu sein, unabhängig von Leistung. Dies erzeuge gekränkte Narzissten und eine „anerzogene Hilfslosigkeit“, eine Unfähigkeit, mit Kritik umzugehen oder mit Belastungen umzugehen.


Wenn man über Leistung spricht ist es so, „als würden sich zwei Generationen gegenseitig anklagen“, ist Hartls Erfahrung. Er rät dazu, aus der Anklage auszusteigen und das Thema auf der Ebene der Identität anzuschauen. Arbeit gibt es schon vor dem Sündenfall, der Mensch sei ein Gestalter. „Es entspricht der Würde des Menschen, etwas zu tun.“

Hartl kritisiert in diesem Zusammenhang den Begriff „Work-Life-Balance”. Dieser suggeriere, dass Arbeit kein Leben ist. „Das ist Unsinn: Wir Menschen sind erschaffen dafür, es entspricht der Würde des Menschen zu arbeiten.“ Stattdessen schlägt er folgenden Begriff vor: „Love works“, denn: „Es ist die Eigenschaft der Liebe, Werke hervorzubringen.“ Wenn nun unser Tun aus der Liebe kommt, dann wird etwas in uns heil, ist er überzeugt.

Letztlich gebe es nicht eine Entweder-Oder-Lösung, die aus „einfach mehr leisten“ oder „einfach mehr me-time“ bestehe, sondern eine Lösung, die in unserer Identität gründet. „Wo in deinem Leben gibt es einen Ort von bedingungsloser Annahme?“, fragte Hartl. „Gott sucht nach deinem Sein und nicht nach deinem Tun!“ Er wolle die Fundamente unseres inneren Menschen auf einen neuen Grund stellen.

 


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Lesermeinungen

 modernchrist vor 24 Stunden 
 

Wenn ich Hartl richtig verstehe, dann

sieht er in dem Begriff Work-Life-Balance die Gefahr, Arbeiten gegen Leben auszuspielen. Arbeit sei das Eine, Leben das andere. Sicher haben die Menschen, bevor Gott mit ihnen in Kontakt trat und der Sündenfall kam, schon schwer für Familien und Nahrung gearbeitet. Arbeit ist nicht Sündenfolge! Das meint Hartl, wenn er sagt, schon vor dem Sündenfall war arbeiten angesagt. Arbeit bereichert und prägt den Menschen, dauerndes Nichtstun bereichert nicht! Arbeiten mit Liebe macht z.b. auch das Klo- und Schuheputzen für eine Familienmutter erträglich. Das meint wohl Hartl mit dem Slogan "Love works". Arbeitenmüssen ist eigentlich ein Arbeitendürfen: Wie viele Menschen sind eingeschränkt und können gar nichts arbeiten! Auch schwere Arbeit wird erträglicher durch den Erfolg, durch den Geldlohn, durch die Liebe zum Material, das bearbeitet wird, durch die Liebe zur Familie, für die man arbeitet. Es heißt nicht "only love works" - aber mit Liebe geht es leichter und man lebt dennoch dabei.


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 SalvatoreMio vor 32 Stunden 
 

"Only love works" ?

Gewiss geht es hier um ein wichtiges Thema, und wohl dem, der einen Beruf hat, in dem er sich verwirklichen kann, in dem er auch gebraucht wird und der ihn satt macht. Keiner der 3 Punkte ist selbstverständlich! Manche schaffen das Studium, die Ausbildung - und das war' dann. Wird der passende Arbeitsplatz angeboten, so zittern 100 oder mehr, wer auserkoren wird. - Andere befleißigen sich irgendwo per Akkord, unter Druck, der Nähmaschine! "Only love works?" Nein, der Überlebenskampf treibt an und die Liebe zu Kindern und Familie. Wieder andere müssen verdreckte Klo's putzen auf Autobahnen und in Großstädten und freuen sich nur auf den Feierabend. Und wiederum andere irren über den ganzen Globus, auf der Suche nach solchen "Traumjobs". Ich kenne welche mit Namen.


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