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Kritik an Brosius-Gersdorf vollkommen begründet – Missachtung der Menschenwürde 'ein Skandal'

21. Juli 2025 in Prolife, 8 Lesermeinungen
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Gastkommentar von Mona Schwaderlapp vom Marsch für das Leben Köln/Bundesverband Lebensrecht zu den Aussagen von Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf


Köln (kath.net)

„Jeder Mensch hat selbstverständlich das Recht auf Leben und eine unantastbare Würde – vor und nach der Geburt. Dass Kandidaten für das höchste Richteramt unseres Landes diese Grundannahmen unserer Verfassung in Frage stellen, ist ein Skandal.

Die vergangenen Wochen haben mehreres deutlich gemacht:

1.      Hunderttausende Menschen in Deutschland wurden zu aktiven Lebensschützern. In Petitionen, Mails und Gesprächen mit Entscheidungsträgern, auf Social Media sowie bei Demonstrationen haben sie sich sachlich und vernünftig für die unveräußerliche Würde vorgeburtlicher Kinder starkgemacht. Dafür gebührt ihnen Dank und Hochachtung.


2.      Die Sachkritik an Frau Brosius-Gersdorf ist vollkommen begründet.

In der Bundestagsanhörung zum Lebensrecht ungeborener Kinder sagte sie: „Meines Erachtens gibt es gute Gründe dafür, dass die Menschenwürdegarantie erst ab Geburt gilt.“ Im gleichen Kontext erklärte sie im Widerspruch zu geltendem Recht: „Menschenwürde und Lebensschutz sind rechtlich entkoppelt.“ Als Juristin, die vorgeburtliche Menschen im wahrsten Sinne des Wortes herabwürdigt, ist Frau Brosius-Gersdorf als Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht daher ungeeignet.

3.      Viele politisch etablierte Kräfte halten die Menschenwürde vorgeburtlicher Kinder offenbar für vernachlässigbar. Die Ereignisse der letzten Wochen zeigen einmal mehr: Lebensschutz ist alles andere als selbstverständlich. Dass Ungeborene systematisch geringgeschätzt werden, offenbart eine massive Schieflage. Seit der Jahrtausendwende starben in Deutschland mindestens 2,8 Millionen vorgeburtliche Kinder durch Abtreibung.

Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, für das Leben aufzustehen und Frauen im Schwangerschaftskonflikt Lebensperspektiven und echte Unterstützung anzubieten. Wir setzen uns weiter dafür ein, dass Abtreibung in Deutschland und Europa Geschichte wird. Am 20. September findet der Marsch für das Leben in Köln und zeitgleich in Berlin statt – für die Kinder, für die Frauen, für Menschen am Lebensende, für Menschen mit Behinderungen und Krankheiten.“

 

Mona Schwaderlapp organisiert den Marsch fürs Leben in Köln. Die Demonstration mit tausenden Teilnehmern findet am 20. September 2025 zum dritten Mal in der Domstadt statt. Veranstalter ist der Bundesverband Lebensrecht (BVL), ein Zusammenschluss von Lebensrechtsorganisationen in Deutschland. 


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