Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. Es gibt keine zweite Chance mehr
  8. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  9. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  10. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  11. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen

Über Corona müssen wir noch reden…

14. Februar 2025 in Chronik, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Fünf Jahre nach der Pandemie ist es breiter Konsens, dass die Schulschließungen und die Schikanen für Ungeimpfte falsch waren. Entschuldigt hat sich keiner dafür, schreibt Rosemarie Schwaiger in einem „Presse“-Gastkommentar.


Wien (kath.net) Es ist nun fünf Jahre her, dass der erste „Lockdown“ verordnet wurde. Eine politische Aufarbeitung der Corona-Zeit ist allerdings nicht in Sicht, kritisiert Rosemarie Schwaiger in einem aktuellen Kommentar in der Tageszeitung „Die Presse“. Im Verhandlungspapier von FPÖ und ÖVP gibt es einen eigenen Punkt dafür. Er heißt „Aufarbeitung und schonungslose Analyse der Corona-Zeit“. 

Das wollen aber viele nicht, ist zu hören. Das Problem sei, dass die zwei Parteien ganz unterschiedliche
Interessen haben, heißt es in dem Kommentar. „Die FPÖ will möglichst viele Details aus den düsteren
Pandemiejahren hervorkramen und sezieren, die ÖVP würde über das leidige Thema am liebsten gar nicht mehr reden. Der Spuk ist ja zum Glück längst vorbei, also Schwamm drüber, finden die Schwarzen.“

Herbert Kickl gehe es wiederum „weniger um Aufklärung als um Abrechnung“. Dass die ÖVP nun wenig Lust auf ein Tribunal hat, sei gut verstehen. „Außerdem türmen sich in Österreich gerade die aktuellen Probleme. Wer möchte da wieder die alten Geschichten aufwärmen?“ Dass eine Corona-Aufarbeitung nötig ist, zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique Research für das
Magazin „Pragmaticus“.


79 Prozent der Befragten sagen, dass Corona zu einer bis heute anhaltenden Spaltung der Gesellschaft geführt habe. Jeder Zweite (52 Prozent) gibt an, sein Vertrauen in die Politik sei seit der Pandemie gesunken. Diese Zahlen geben der FPÖ recht, schreibt Schwaiger. „Da besteht offenbar noch Gesprächsbedarf.“

Allein die bekannten Fakten würden eine gründliche Aufarbeitung rechtfertigen, ist sie überzeugt.  „Österreich hatte mehr Lockdowns als die meisten anderen Länder der Welt und gab aberwitzige Summen für die Bewältigung der Pandemie aus. Trotzdem waren die Intensivstationen voll, und es starben mehr Menschen an Covid-19 als in vergleichbaren Staaten. Müsste es nicht ein nationales Interesse geben, herauszufinden, warum das so gelaufen ist? Oder reden wir uns lieber ein, das Virus sei in Österreich halt besonders fies und hinterhältig gewesen?“

„Dass die monatelangen Schulschließungen und die Schikanen für Ungeimpfte falsch waren, ist mittlerweile breiter Konsens. Für eine offizielle Entschuldigung der Politik hat es trotzdem nie gereicht. Auch viele Medien hätten Grund, die eigene oft hysterische Berichterstattung kritisch zu beleuchten. Passiert ist das bis auf wenige Ausnahmen nicht.“

Auch die Wissenschaftler müssten ihr eigenes Handeln reflektieren und „die Größe haben, über eigene Fehleinschätzungen nachzudenken“, schreibt die Kommentatorin. „Wäre nur ein Bruchteil der apokalyptischen Vorhersagen mancher Virologen und Epidemiologen eingetreten, hätten wir heute andere Kümmernisse als die zähen Koalitionsverhandlungen.“

Sie zitiert Franz Allerberger, der zu Pandemiebeginn im Beratergremium des Gesundheitsministers saß. „Weil er die drakonischen Maßnahmen kritisch sah und Sars-CoV-2 nicht als Killervirus betrachten wollte, durfte er bei Pressekonferenzen mit dem Ressortchef bald nicht mehr auftreten und wurde auch von den Medien kaum noch kontaktiert.“ Er habe mit seinen Einschätzungen großteils recht behalten. Für die nächste Gesundheitskrise wünsche er sich mehr Transparenz: „Natürlich ist es letztlich immer die Politik, die entscheiden muss. Aber es wäre doch wichtig, im Einzelfall zu wissen, auf welcher Basis – oder auf welchen Rat hin – sie das getan hat.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  11. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  12. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  13. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  14. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  15. Es gibt keine zweite Chance mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz