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Franziskus mahnt Forum in Davos: KI muss dem Menschen dienen

25. Jänner 2025 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Papst-Botschaft an Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums wurde von Kurienkardinal Turkson verlesen


Vatikanstadt/Davos (kath.net/KAP) Papst Franziskus (Archivfoto) hat sich mit mahnenden Worten zur Künstlichen Intelligenz an die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos gewandt. In einer am Donnerstag am Tagungsort in der Schweiz vorgetragenen Botschaft erklärte der Papst, KI sei letztlich eine Nachahmung menschlicher Intelligenz. Sie müsse im Dienst der Menschheit eingesetzt werden. Die Botschaft wurde vom ghanaischen Kardinal Peter Turkson, dem Kanzler der renommierten Päpstlichen Wissenschaftsakademien, vorgetragen. Er stellte sich anschließend den Fragen der Teilnehmer.


In seiner Botschaft betonte der Papst, die Kirche unterstütze Fortschritte in Wissenschaft und Technologie. Sie gehörten zur Zusammenarbeit der Menschen mit der Schöpfung Gottes. Allerdings ahme KI die menschliche Intelligenz nach und bringe dadurch einmalige Probleme und Herausforderungen mit sich.

"KI kann den Menschen übertreffen"

Anders als viele andere menschliche Erfindungen sei KI in der Lage, Neues zu erfinden und dabei die Fähigkeiten des Menschen zu übertreffen. Dies verändere auch den Einfluss der Menschheit auf die Welt. KI werfe daher fundamentale Fragen zur ethischen Verantwortung auf.

Der Papst betonte, allein Menschen seien in der Lage, nicht nur zwischen Alternativen zu wählen, sondern verantwortlich Entscheidungen zu treffen. Wenn KI korrekt eingesetzt werde, könne sie dem Menschen helfen, seine Berufung zu Freiheit und Verantwortung zu erfüllen. So wie jeder technische Fortschritt müsse auch KI dem Bemühen um Gerechtigkeit und Menschlichkeit unterworfen werden.

Neben der Botschaft des Papstes standen am Donnerstag die erste Rede des argentinischen Staatspräsidenten Javier Milei in Davos sowie eine Videobotschaft von US-Präsident Donald Trump auf dem Programm des Forums in Davos. Die Botschaft des Papstes wurde zeitgleich auch im Vatikan veröffentlicht.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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