Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  4. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  7. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  8. ‚Augustiner für den Frieden‘ – Der spätere Leo XIV. bei einer Friedensdemonstration in Rom 1983
  9. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  10. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  11. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  12. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  13. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  14. Pater Karl Wallner warnt vor Naivität: 'Politischer Islam hat bei uns keinen Platz'
  15. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht

Österreichische Bischöfe distanzieren sich von 'Liebeskreuzen'

6. Oktober 2004 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


kath.net dokumentiert eine Stellungnahme der Österreichischen Bischofskonferenz zu "Dozulé" und den so genannten "Liebeskreuzen"


Die Stellungnahme der BIKO im Wortlaut:

Seit beinahe 30 Jahren versammeln sich Christen in Dozulé (Frankreich), um das glorreiche KreuzChristi zu verehren und für die Erlösung der Welt zu beten. Sie folgen damit der Botschaft, welchedie Seherin Madeleine Aumont Maria zugeschrieben hat, die aber von der katholischenKirche nicht offiziell anerkannt wurde. Die Privatoffenbarungen an Frau Aumont wurdenvon einer weiteren Französin, Fernanda Navarro, aufgegriffen, modifiziert und um eigene privateOffenbarungen erweitert. Ihre Privatoffenbarungen werden unter dem Pseudonym JNSR (Je NeSuis Rien = Ich bin nichts) veröffentlicht. In diesen, von der Kirche ebenfalls nicht anerkannten,Privatoffenbarungen wird die weltweite Errichtung von speziellen Kreuzen, so genannten„Liebeskreuzen", gefordert. Nach verschiedenen Anfragen veröffentlicht die Österreichische Bischofskonferenz(ÖBK) folgende Stellungnahme:

Am 24. Juni 1985 hat Msgr. Jean Badré, Bischofvon Bayeux und Lisieux (Diözese, in der sichDozulé befindet) erklärt, dass er Dozulé bezugnehmendauf Can. 1230 CIC nicht als Heiligtumanerkenne (vgl. Documentation Catholique Nr.1911, 2.2.1986, S. 169-170). Mit Brief vom 25.Oktober 1985 an Msgr. Badré hat KardinalJoseph Ratzinger, Präfekt der Kongregation fürdie Glaubenslehre, explizit das vom Ordinariusvon Bayeux und Lisieux eingeleitete Verfahrensowie auch die von ihm getroffenen Maßnahmenim Rahmen seiner pastoralen Verantwortungnach Can. 381 § 1 approbiert. Der Bischof vonBayeux und Lisieux erinnert ständig an dieseTatsache.

Neben lobenswerten Aufrufen zur Bekehrung,Verehrung der Eucharistie beinhalten die imZusammenhang mit Dozulé und den „Liebeskreuzen"publizierten Schriften unannehmbareElemente und Forderungen (vgl. Erklärung vonMsgr. Badré vom 8. Dezember 1985): die einzigauf Dozulé und die „Liebeskreuze" bezogeneAusschließlichkeit des Heils; der endgültige undausschließliche Charakter der Botschaft; diezweifelhafte und unverhältnismäßige Lehre vomewigen Leben; klare Irrlehren und Formen desAberglaubens; das Aufstellen von leuchtendenKreuzen ohne Rücksichtnahme auf die religiöseSensibilität benachbarter Bewohner und auf dasRisiko von kostspieligen und kontraproduktivengerichtlichen Verfahren.

Im Einverständnis mit dem Lehramt derUniversalkirche distanziert sich die ÖBK formellvom Projekt Dozulé, das im Wesentlichen imAufstellen der „Liebeskreuze" und den damitverbundenen Lehren und Praktiken von FrauMadeleine Aumont und Frau Fernanda Navarrobesteht. Einige Gläubige werden vielleicht durchdiese Klarstellung verunsichert sein und Mühehaben, sie zu akzeptieren. Die Bischöfe laden sieein, ihre Frömmigkeit und das Zeugnis ihresGlaubens auf das authentische Geheimnis desKreuzes des Erlösers immer wieder neu auszurichten.In den Sakramenten und durch sie sollendie Quellen unserer Bekehrung und jene der Weltgesucht werden. In ihnen und durch sie bestärkenwir unsere Hoffnung in der Kirche auf dieWiederkehr des Herrn.

Es ist auch im Sinne der Kirche von Österreich,dass das Kreuz als Symbol unseres Glaubens inder Öffentlichkeit präsent ist, allerdings fordernwir die Gläubigen auf, einerseits schon bestehendeKreuze zu pflegen und zu erhalten und andererseitsetwaige neu zu errichtende Kreuze inortsüblicher Form zu gestalten.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Österreich

  1. Über 12.000 junge Menschen bei Loretto-Pfingstfest
  2. Ministerin Plakolm betont christliche Prägung Österreichs
  3. Erzbischof Lackner bei Loretto-Fest an Jugend: Pflegt eure Sehnsucht
  4. Katholische Kirche: Heuer österreichweit 29 Priesterweihen
  5. «Barbarische Zeiten»
  6. Regens: Steigendes Interesse am katholischen Priesterberuf
  7. Ratzinger-Preis 2021 für zwei in Österreich lehrende Theologen
  8. Wien: 40 Tage Gebet gegen Abtreibung und für das Leben
  9. Österreich: Singen bei den Messen wieder erlaubt - Erleichterungen für Taufen und Trauungen
  10. Bischöfe sehen "unbedingtes Ja zum Leben in Frage gestellt"







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  4. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  5. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  9. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  10. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  11. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  12. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  13. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  14. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  15. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz