Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  5. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  6. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  9. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  10. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  11. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  12. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  13. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  14. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  15. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“

Österreichische Bischöfe distanzieren sich von 'Liebeskreuzen'

6. Oktober 2004 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


kath.net dokumentiert eine Stellungnahme der Österreichischen Bischofskonferenz zu "Dozulé" und den so genannten "Liebeskreuzen"


Die Stellungnahme der BIKO im Wortlaut:

Seit beinahe 30 Jahren versammeln sich Christen in Dozulé (Frankreich), um das glorreiche KreuzChristi zu verehren und für die Erlösung der Welt zu beten. Sie folgen damit der Botschaft, welchedie Seherin Madeleine Aumont Maria zugeschrieben hat, die aber von der katholischenKirche nicht offiziell anerkannt wurde. Die Privatoffenbarungen an Frau Aumont wurdenvon einer weiteren Französin, Fernanda Navarro, aufgegriffen, modifiziert und um eigene privateOffenbarungen erweitert. Ihre Privatoffenbarungen werden unter dem Pseudonym JNSR (Je NeSuis Rien = Ich bin nichts) veröffentlicht. In diesen, von der Kirche ebenfalls nicht anerkannten,Privatoffenbarungen wird die weltweite Errichtung von speziellen Kreuzen, so genannten„Liebeskreuzen", gefordert. Nach verschiedenen Anfragen veröffentlicht die Österreichische Bischofskonferenz(ÖBK) folgende Stellungnahme:

Am 24. Juni 1985 hat Msgr. Jean Badré, Bischofvon Bayeux und Lisieux (Diözese, in der sichDozulé befindet) erklärt, dass er Dozulé bezugnehmendauf Can. 1230 CIC nicht als Heiligtumanerkenne (vgl. Documentation Catholique Nr.1911, 2.2.1986, S. 169-170). Mit Brief vom 25.Oktober 1985 an Msgr. Badré hat KardinalJoseph Ratzinger, Präfekt der Kongregation fürdie Glaubenslehre, explizit das vom Ordinariusvon Bayeux und Lisieux eingeleitete Verfahrensowie auch die von ihm getroffenen Maßnahmenim Rahmen seiner pastoralen Verantwortungnach Can. 381 § 1 approbiert. Der Bischof vonBayeux und Lisieux erinnert ständig an dieseTatsache.

Neben lobenswerten Aufrufen zur Bekehrung,Verehrung der Eucharistie beinhalten die imZusammenhang mit Dozulé und den „Liebeskreuzen"publizierten Schriften unannehmbareElemente und Forderungen (vgl. Erklärung vonMsgr. Badré vom 8. Dezember 1985): die einzigauf Dozulé und die „Liebeskreuze" bezogeneAusschließlichkeit des Heils; der endgültige undausschließliche Charakter der Botschaft; diezweifelhafte und unverhältnismäßige Lehre vomewigen Leben; klare Irrlehren und Formen desAberglaubens; das Aufstellen von leuchtendenKreuzen ohne Rücksichtnahme auf die religiöseSensibilität benachbarter Bewohner und auf dasRisiko von kostspieligen und kontraproduktivengerichtlichen Verfahren.

Im Einverständnis mit dem Lehramt derUniversalkirche distanziert sich die ÖBK formellvom Projekt Dozulé, das im Wesentlichen imAufstellen der „Liebeskreuze" und den damitverbundenen Lehren und Praktiken von FrauMadeleine Aumont und Frau Fernanda Navarrobesteht. Einige Gläubige werden vielleicht durchdiese Klarstellung verunsichert sein und Mühehaben, sie zu akzeptieren. Die Bischöfe laden sieein, ihre Frömmigkeit und das Zeugnis ihresGlaubens auf das authentische Geheimnis desKreuzes des Erlösers immer wieder neu auszurichten.In den Sakramenten und durch sie sollendie Quellen unserer Bekehrung und jene der Weltgesucht werden. In ihnen und durch sie bestärkenwir unsere Hoffnung in der Kirche auf dieWiederkehr des Herrn.

Es ist auch im Sinne der Kirche von Österreich,dass das Kreuz als Symbol unseres Glaubens inder Öffentlichkeit präsent ist, allerdings fordernwir die Gläubigen auf, einerseits schon bestehendeKreuze zu pflegen und zu erhalten und andererseitsetwaige neu zu errichtende Kreuze inortsüblicher Form zu gestalten.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Österreich

  1. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  2. Über 12.000 junge Menschen bei Loretto-Pfingstfest
  3. Ministerin Plakolm betont christliche Prägung Österreichs
  4. Erzbischof Lackner bei Loretto-Fest an Jugend: Pflegt eure Sehnsucht
  5. Katholische Kirche: Heuer österreichweit 29 Priesterweihen
  6. «Barbarische Zeiten»
  7. Regens: Steigendes Interesse am katholischen Priesterberuf
  8. Ratzinger-Preis 2021 für zwei in Österreich lehrende Theologen
  9. Wien: 40 Tage Gebet gegen Abtreibung und für das Leben
  10. Österreich: Singen bei den Messen wieder erlaubt - Erleichterungen für Taufen und Trauungen






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  4. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  5. R.I.P. Dolly Parton
  6. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  7. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  8. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  9. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  10. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  13. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  14. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  15. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz