Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Was eine Messe wiegt

Österreich: Bischöfe nennen neuen Heiligen Engelbert Kolland ein "Vorbild authentischen Glaubens"

21. Oktober 2024 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Oberhirten von Salzburg, Tirol und Steiermark sowie Franziskanerorden waren bei Heiligsprechung - Würdigungen für Kollands beeindruckende Frömmigkeit, sein Zugehen auf andere und seine Glaubenstreue


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Mehrere Bischöfe aus Österreich haben am Sonntag in Begleitung einer 300-köpfigen heimischen Abordnung am Petersplatz in Rom der von Papst Franziskus geleiteten Heiligsprechungs-Zeremonie für Engelbert Kolland (1827-1860) und seine Gefährten beigewohnt und auf dessen Vorbild und Aktualität hingewiesen. Der aus dem Zillertal stammende Franziskanermissionar habe ein "beeindruckendes Zeugnis von Frömmigkeit" vorgelegt, mahne durch sein Martyrium zur Glaubenstreue auch in Extremsituationen und lehre, "dass brutale Gewalt keiner Religion als Mittel dienen darf", erklärte der Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, anlässlich der Feier für seien Ordensbruder.

Gemeinsam mit Lackner feierten weitere Bischöfe vor Ort mit, deren Diözesen engen Bezug zur Biografie des neuen Heiligen haben: Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler und der Wiltener Altabt Raimund Schreier - Kolland wurde im Zillertaler Ort Ramsau geboren -, der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl - im Kindesalter flüchteten die protestantischen Eltern des neuen Heiligen im Zuge der Vertreibungen der evangelischen Bevölkerung ins steirische Rachau -, sowie neben Erzbischof Lackner auch Weihbischof Hansjörg Hofer aus Salzburg, wo Kolland die Schule besuchte und in den Orden eintrat.


Hofer, der selbst aus dem Zillertal stammt, zeigte sich in einem am Sonntagnachmittag ausgestrahlten Beitrag für die ORF-Religionssendung "Orientierung" beeindruckt davon, dass der heilige Engelbert in Damaskus als Angehöriger einer völligen Minderheit "so ansprechend und authentisch gelebt hat, dass ihm die Menschen das abgenommen haben". Er sei auf andere zugegangen, was für die Kirche auch heute wichtig sei.

Bischof Glettler hatte bereits am Vortrag vor einer Pilgergruppe im Petersdom auf die große Bedeutung von Märtyrern hingewiesen: "Auf dem Grab der Märtyrer baut unser Glaube auf." Die Heiligsprechung vor dem Petersdom, dem Grab der Apostel, zeige, dass die Kirche das Fundament sei und das Herzstück der Glaube sowie der Heilige Geist. Ebenfalls auf die Todesart Kollands wies in der "Orientierung" der Franziskanerpater Ulrich Rauch hin: Es sei "nicht ein gesuchtes Martyrium gewesen, sondern die Folge des Bekenntnisses der Treue zu Christus", so der Priester, der selbst demnächst sein Kloster in Brixen wie einst Kolland in Richtung Heiliges Land verlässt. Der Tod des Heiligen sei vergleichbar mit einem "Familienvater, der sein Leben für die Familie gibt und Zeuge für die Liebe ist".

Neben Pilgergruppen aus den genannten Diözesen waren auch ein Großteil der Franziskaner Österreichs und Südtirols, deren zweiter Provinzpatron der Heilige Engelbert schon seit geraumer Zeit ist, bei der Feier im Vatikan. Provinzial Fritz Wenigwieser sprach gegenüber dem ORF über die Turbulenzen, die Kolland als Jugendlicher durchlebte: Wegen Probleme mit Latein von der Schule gewiesen und in der Spannung der Abwesenheit des Vaters, habe er sich zunächst mit Autorität auseinandersetzen müssen und einen inneren Kampf geführt. Weitergekommen im Leben sei er dann, "als er seine eigene Identität gefunden hat. Man kann nicht in Frieden leben und Zeugnis geben, wenn man nicht gelernt hat, den Kampf in sich selbst auszuleben", so der Provinzobere.

Unter der von den Bischöfen begleiteten 300-köpfigen Pilgerschar aus Österreich war auch Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler (ÖVP). Die Republik Österreich war durch den Botschafter am Heiligen Stuhl, Marcus Bergmann, vertreten, der für Sonntagabend zu einem Empfang geladen hatte. Für Montagmorgen stand ein gemeinsamer Dankgottesdienst der Tiroler Abordnungen in der Basilika Santa Maria Maggiore an, mit Erzbischof Lackner als Hauptzelebrant, den Bischöfen Glettler und Hofer sowie auch Erzbischof Alick Banda aus Sambia. Die musikalische Gestaltung der Feier hatten die Singgemeinschaft Ramsau und die Bundesmusikkapelle Ramsau übernommen.

Weitere kath.net-Artikel zum Thema Engelbert Kolland: siehe Link

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Bild (c) Pfarre Zell am Ziller


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  3. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  4. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  5. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  10. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  11. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  12. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  13. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  14. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  15. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz