Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  5. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  9. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  13. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  14. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

'Ein Regime hat Angst vor einer Gebets-App?'

16. September 2024 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst-Biograf George Weigel: „Mit oder ohne Hallow werden die Gebete aus China weiterhin vor den Thron der Gnade gebracht, der weit mächtiger ist als der Drachenthron der alten chinesischen Kaiser oder der Thron von Kaiser Xi.“


New York (kath.net / pk) Umerziehungslager, Dutzende Millionen Tote, eine drakonische Ein-Kind-Politik – so zeigt sich China seit der kommunistischen Machtübernahme 1949 der Welt. „Ein Regime, das zu all dem fähig ist, hat Angst vor einer Gebets-App? Und vor einem polnischen Priester, der seit fast 20 Jahren tot ist?“

Das schreibt der amerikanische Papst-Biograf George Weigel in einem Kommentar für das „National Catholic Register“. Er reagierte damit auf die Mitte Juli getroffene Entscheidung des chinesischen Regimes, die erfolgreiche und beliebte „Hallow“-App aus dem App Store zu löschen, mit der Begründung, sie behalte „illegale Inhalte“:

„Hallow“ ist eine 2018 gegründete Gebets-App, die rund 14 Millionen Mal in über 150 Ländern heruntergeladen wurde. Auch Papst-Biograf George Weigel wurde eingeladen, Material aus dem ersten Band seiner Biografie über Papst Johannes Paul II. für Meditationen und Gebete zur Verfügung zu stellen. Kurz nachdem die Reihe online gegangen war, entfernten die Chinesen die App aus dem App Store.


„Was waren die illegalen Inhalte, die die chinesische Cyberspace-Verwaltung dazu veranlassten, dieses abrupte, unumkehrbare Diktat zu erlassen?“, fragt Weigel. „Beschreibungen der Rolle von Johannes Paul II. beim Zusammenbruch des europäischen Kommunismus? Johannes Pauls leuchtendes Zeugnis für Jesus Christus als Antwort auf die Frage, die jedes menschliche Leben ist - einschließlich jedes chinesischen Lebens?“

Weigel hält die Entscheidung für „absurd“ angesichts dessen, was das chinesische kommunistische Regime seit 1949 angerichtet hat: Umerziehungslager, Massenmorde, Zwangsabtreibungen, Ermordung von Christen und Minderheiten, Organhandel und vieles mehr.

Weigel vermutet Angst hinter den immer stärker werdenden sozialen Kontrollen in China, denn: „China, das auf den ersten oder zweiten Blick so beeindruckend aussieht, wird in Wirklichkeit schwächer. Die Ein-Kind-Politik hat zu einer demografischen Kernschmelze geführt, die schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben wird, das Leben der Männer, die keine Frau finden, ruiniert und die älteren Menschen im Elend zurück lasst, die keine familiäre Unterstützung oder ein angemessenes soziales Sicherheitsnetz mehr haben werden.“

Trotz Unterdrückung und Verfolgung wachse das chinesische Christentum, auch wenn das Regime die offiziell anerkannten Religionsgemeinschaften immer strenger kontrolliert. „Mit oder ohne Hallow werden die Gebete aus China weiterhin vor den  Thron der Gnade gebracht, der, wie die Geschichte lehrt, weit mächtiger ist als der Drachenthron der alten chinesischen Kaiser oder der Thron von Kaiser Xi.“

„Das chinesische Volk ist der Erbe einer großen Zivilisation“, schließt Weigel. „Ich wünschte nur, das chinesische Regime hätte so viel Vertrauen wie ich in die Fähigkeit seines Volkes, edel und produktiv als freie Männer und Frauen zu leben: ein Vertrauen, das der „gecancelte“ Johannes Paul II. teilt.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz