Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

'Ein Regime hat Angst vor einer Gebets-App?'

16. September 2024 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst-Biograf George Weigel: „Mit oder ohne Hallow werden die Gebete aus China weiterhin vor den Thron der Gnade gebracht, der weit mächtiger ist als der Drachenthron der alten chinesischen Kaiser oder der Thron von Kaiser Xi.“


New York (kath.net / pk) Umerziehungslager, Dutzende Millionen Tote, eine drakonische Ein-Kind-Politik – so zeigt sich China seit der kommunistischen Machtübernahme 1949 der Welt. „Ein Regime, das zu all dem fähig ist, hat Angst vor einer Gebets-App? Und vor einem polnischen Priester, der seit fast 20 Jahren tot ist?“

Das schreibt der amerikanische Papst-Biograf George Weigel in einem Kommentar für das „National Catholic Register“. Er reagierte damit auf die Mitte Juli getroffene Entscheidung des chinesischen Regimes, die erfolgreiche und beliebte „Hallow“-App aus dem App Store zu löschen, mit der Begründung, sie behalte „illegale Inhalte“:

„Hallow“ ist eine 2018 gegründete Gebets-App, die rund 14 Millionen Mal in über 150 Ländern heruntergeladen wurde. Auch Papst-Biograf George Weigel wurde eingeladen, Material aus dem ersten Band seiner Biografie über Papst Johannes Paul II. für Meditationen und Gebete zur Verfügung zu stellen. Kurz nachdem die Reihe online gegangen war, entfernten die Chinesen die App aus dem App Store.


„Was waren die illegalen Inhalte, die die chinesische Cyberspace-Verwaltung dazu veranlassten, dieses abrupte, unumkehrbare Diktat zu erlassen?“, fragt Weigel. „Beschreibungen der Rolle von Johannes Paul II. beim Zusammenbruch des europäischen Kommunismus? Johannes Pauls leuchtendes Zeugnis für Jesus Christus als Antwort auf die Frage, die jedes menschliche Leben ist - einschließlich jedes chinesischen Lebens?“

Weigel hält die Entscheidung für „absurd“ angesichts dessen, was das chinesische kommunistische Regime seit 1949 angerichtet hat: Umerziehungslager, Massenmorde, Zwangsabtreibungen, Ermordung von Christen und Minderheiten, Organhandel und vieles mehr.

Weigel vermutet Angst hinter den immer stärker werdenden sozialen Kontrollen in China, denn: „China, das auf den ersten oder zweiten Blick so beeindruckend aussieht, wird in Wirklichkeit schwächer. Die Ein-Kind-Politik hat zu einer demografischen Kernschmelze geführt, die schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben wird, das Leben der Männer, die keine Frau finden, ruiniert und die älteren Menschen im Elend zurück lasst, die keine familiäre Unterstützung oder ein angemessenes soziales Sicherheitsnetz mehr haben werden.“

Trotz Unterdrückung und Verfolgung wachse das chinesische Christentum, auch wenn das Regime die offiziell anerkannten Religionsgemeinschaften immer strenger kontrolliert. „Mit oder ohne Hallow werden die Gebete aus China weiterhin vor den  Thron der Gnade gebracht, der, wie die Geschichte lehrt, weit mächtiger ist als der Drachenthron der alten chinesischen Kaiser oder der Thron von Kaiser Xi.“

„Das chinesische Volk ist der Erbe einer großen Zivilisation“, schließt Weigel. „Ich wünschte nur, das chinesische Regime hätte so viel Vertrauen wie ich in die Fähigkeit seines Volkes, edel und produktiv als freie Männer und Frauen zu leben: ein Vertrauen, das der „gecancelte“ Johannes Paul II. teilt.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hängematte 16. September 2024 
 

Der Riese steht auf tönernen Füßen

und wird irgendwann fallen.
Das Leben des "allmächtigen" Partei- und Staatschefs Xi besteht aus Angst. Angst dominiert sein Leben, seitdem sein Vater von Mao Tse Tung getötet wurde.
Jetzt hat er Angst vor Verrat. Wie lange wird er das noch aushalten?


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  3. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  4. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  5. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  6. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  7. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  8. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  9. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  10. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  11. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  12. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  13. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  14. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz