Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  9. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Fast der gleiche Glaube?

Vatikan will neue Art des Papstamts vorschlagen

9. Juni 2024 in Aktuelles, 29 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ökumene-Behörde will am Donnerstag Vorschlag präsentieren, wie Papstamt künftig für andere Kirchen akzeptabel sein könnte - Jahrelange ökumenische Gespräche nach Enzyklika "Ut unum sint" von 1995 fließen ein


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan will am Donnerstag ein Dokument vorstellen, das weitreichende Folgen für die Beziehungen unter den christlichen Kirchen haben könnte. Der Text wurde von der Ökumene-Behörde des Papstes erarbeitet, wie das vatikanische Presseamt mitteilte.

Das Papier trägt den Titel "Der Bischof von Rom - Primat und Synodalität in den ökumenischen Gesprächen und den Antworten auf die Enzyklika Ut unum sint". Es greift eine Enzyklika aus dem Jahr 1995 von Papst Johannes Paul II. auf. Der seinerzeit für die Einheit der Christen bahnbrechende lehramtliche Text hatte vor allem mit Blick auf die Kirchen des Ostens ein neues Selbstverständnis und eine andere Art der Ausübung des Papstamts in Aussicht gestellt.

Der Papst hatte damals die anderen christlichen Kirchen eingeladen, im "brüderlichen, geduldigen Dialog" mit Rom nach Wegen zu suchen, wie das Papstamt als "Dienst der Barmherzigkeit" an allen Kirchen verstanden werden könnte. Daraufhin hatte die Ökumene-Abteilung des Vatikans mit mehreren Kirchen je eigene Dialogforen gegründet, die jahrzehntelang berieten. Die Ergebnisse liegen nun vor.

Einen weiteren Schub bekam das Projekt durch Papst Franziskus. Dieser definierte sich von Anfang an in erster Linie als Bischof von Rom. Auch verfügte er die Wiederbelebung des historischen Titels "Patriarch des Westens", der noch von seinem Vorgänger Benedikt XVI. gestrichen worden war.

Zudem hat er begonnen, der katholischen Weltkirche eine "synodale" Verfassung zu geben, in der nicht mehr der Papst alleine von oben entscheidet. In der von Franziskus angestrebten "synodalen Kirche" werden Bischöfe, Theologen und Laien an Beratungen über Grundsatzfragen der Kirche beteiligt. Damit wird die katholische Kirche in ihrer Struktur und Funktionsweise den schon immer synodal verfassten Kirchen des Ostens sowie den aus der Reformation hervorgegangenen Gemeinschaften ähnlicher.

Anerkennung des Papstamts auch durch andere Kirchen

Bei dem Papier, das nächste Woche vorgestellt werden soll, handelt es sich nach Vatikanangaben um ein "Studiendokument", das von Franziskus gebilligt wurde. Es solle nach knapp 30 Jahren erstmals die Antworten auf "Ut unum sint" und die ökumenischen Dialoge über den Primat und die Synodalität zusammenführen.

Am Ende werde das Dokument einen Vorschlag für eine erneuerte Form des Papstamtes machen, die auch von den anderen Kirchen anerkannt werden könne. Im Vatikan halten manche es für möglich, dass sich der Papst gemäß dem Vorschlag künftig regelmäßig mit anderen Patriarchen und Kirchenoberhäuptern auf Augenhöhe zu Beratungen trifft.

Der Text mit den Anregungen und Vorschlägen wird am Donnerstagmittag vom Präfekten des Dikasteriums für die Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, und vom Chef des Synodensekretariats, Kardinal Mario Grech, vorgestellt. Per Video-Konferenz sollen die offiziellen Abgesandten der Oberhäupter der anglikanischen und der armenischen Kirche zugeschaltet werden.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  2. Fast der gleiche Glaube?
  3. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  4. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  5. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  6. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  7. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  8. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  9. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  10. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  14. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  15. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz