SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
- Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
- Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
- „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
- Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
- Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
- Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
- Die Stunde der Heuchler
- Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
- USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
- "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
- Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
- Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
- Einzugstermin für Papst Leo XIV. im Vatikan weiter offen
- Kein Franziskus-Effekt in Lateinamerika, nicht einmal in Argentinien
| 
Vatikan will neue Art des Papstamts vorschlagen9. Juni 2024 in Aktuelles, 29 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Ökumene-Behörde will am Donnerstag Vorschlag präsentieren, wie Papstamt künftig für andere Kirchen akzeptabel sein könnte - Jahrelange ökumenische Gespräche nach Enzyklika "Ut unum sint" von 1995 fließen ein
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan will am Donnerstag ein Dokument vorstellen, das weitreichende Folgen für die Beziehungen unter den christlichen Kirchen haben könnte. Der Text wurde von der Ökumene-Behörde des Papstes erarbeitet, wie das vatikanische Presseamt mitteilte.
Das Papier trägt den Titel "Der Bischof von Rom - Primat und Synodalität in den ökumenischen Gesprächen und den Antworten auf die Enzyklika Ut unum sint". Es greift eine Enzyklika aus dem Jahr 1995 von Papst Johannes Paul II. auf. Der seinerzeit für die Einheit der Christen bahnbrechende lehramtliche Text hatte vor allem mit Blick auf die Kirchen des Ostens ein neues Selbstverständnis und eine andere Art der Ausübung des Papstamts in Aussicht gestellt.
Der Papst hatte damals die anderen christlichen Kirchen eingeladen, im "brüderlichen, geduldigen Dialog" mit Rom nach Wegen zu suchen, wie das Papstamt als "Dienst der Barmherzigkeit" an allen Kirchen verstanden werden könnte. Daraufhin hatte die Ökumene-Abteilung des Vatikans mit mehreren Kirchen je eigene Dialogforen gegründet, die jahrzehntelang berieten. Die Ergebnisse liegen nun vor.
Einen weiteren Schub bekam das Projekt durch Papst Franziskus. Dieser definierte sich von Anfang an in erster Linie als Bischof von Rom. Auch verfügte er die Wiederbelebung des historischen Titels "Patriarch des Westens", der noch von seinem Vorgänger Benedikt XVI. gestrichen worden war.
Zudem hat er begonnen, der katholischen Weltkirche eine "synodale" Verfassung zu geben, in der nicht mehr der Papst alleine von oben entscheidet. In der von Franziskus angestrebten "synodalen Kirche" werden Bischöfe, Theologen und Laien an Beratungen über Grundsatzfragen der Kirche beteiligt. Damit wird die katholische Kirche in ihrer Struktur und Funktionsweise den schon immer synodal verfassten Kirchen des Ostens sowie den aus der Reformation hervorgegangenen Gemeinschaften ähnlicher.
Anerkennung des Papstamts auch durch andere Kirchen
Bei dem Papier, das nächste Woche vorgestellt werden soll, handelt es sich nach Vatikanangaben um ein "Studiendokument", das von Franziskus gebilligt wurde. Es solle nach knapp 30 Jahren erstmals die Antworten auf "Ut unum sint" und die ökumenischen Dialoge über den Primat und die Synodalität zusammenführen.
Am Ende werde das Dokument einen Vorschlag für eine erneuerte Form des Papstamtes machen, die auch von den anderen Kirchen anerkannt werden könne. Im Vatikan halten manche es für möglich, dass sich der Papst gemäß dem Vorschlag künftig regelmäßig mit anderen Patriarchen und Kirchenoberhäuptern auf Augenhöhe zu Beratungen trifft.
Der Text mit den Anregungen und Vorschlägen wird am Donnerstagmittag vom Präfekten des Dikasteriums für die Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, und vom Chef des Synodensekretariats, Kardinal Mario Grech, vorgestellt. Per Video-Konferenz sollen die offiziellen Abgesandten der Oberhäupter der anglikanischen und der armenischen Kirche zugeschaltet werden.
Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten 
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 





Top-15meist-gelesen- ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
- Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
- Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
- Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
- Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
- Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
- Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
- Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
- Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
- Die Stunde der Heuchler
- Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
- Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
- Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
- Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
- Einzugstermin für Papst Leo XIV. im Vatikan weiter offen
|