Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  10. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  11. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  12. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  13. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  14. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  15. Regenbogenparaden: Harsche Kirchenkritik in Sofia und Bukarest

Erneut Bischof in Nicaragua im Visier der Sicherheitskräfte

27. April 2024 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Überwachung des als Regime-freundlich geltenden Bischofs Sandigo durch die sandinistische Regierung ähnelt Anfängen der Repression gegen Dissidenten-Bischof Alvarez.


Managua (kath.net/ KAP)
In Nicaragua haben Sicherheitskräfte offenbar den Platz gegenüber der Kathedrale von Leon umstellt. Die Polizei könne damit 24 Stunden lang verfolgen, mit wem sich Bischof Rene Sandigo (59) trifft und welche Schritte er unternimmt, berichtet die Menschenrechtsaktivistin Martha Patricia Molina auf der Plattform X. Es handle sich um eine Belagerung des Bischofs, nicht etwa um eine Bewachung zu dessen Sicherheit, "da die Sandinisten die einzigen sind, die in Nicaragua unterdrücken und morden", so die Juristin.
Die Maßnahme komme überraschend, da Sandigo als der Bischof in der Nicaraguanischen Bischofskonferenz mit dem besten Draht zur Regierung gelte, hieß es. Sie erfolge offenbar als Reaktion auf die vorangegangene Flucht des Dompfarrers Aurelio Lopez, der das Land ins Exil verließ. In den vergangenen Tagen hatten in Nicaraguas Medien Spekulationen die Runde gemacht, wonach Sandigos Ernennung durch Papst Franziskus zum Erzbischof der Hauptstadt Managua unmittelbar bevorstehe.


Die Aktivistin Molina hatte zuletzt auch weitere gegen die katholische Kirche gerichtete Maßnahmen des Regimes kritisiert. So hätten die Machthaber Daniel Ortega und Rosario Murillo die Regionalverwaltungen dazu aufgerufen, politische Veranstaltungen vor Kirchengebäuden anzusetzen. Die Lautsprecheranlage führe oft dazu, dass Gottesdienste abgesagt werden müssten, Molina sprach von einer "Profanierung" der Gotteshäuser. Auch ein Boxkampf sei direkt auf dem Platz vor der Kathedrale von Leon veranstaltet worden, der dabei von den Zusehern verunstaltet worden sei.
Die katholische Kirche gilt als wichtigste Opposition gegen das sandinistische Regime in Nicaragua und auch als deren Hauptfeind. Vor wenigen Tagen machte Vizepräsidentin Murillo zudem die katholische Kirche für den Ausbruch der Sozialproteste im April 2018 verantwortlich. Damals gingen Studenten zunächst gegen eine mutmaßlich von der Linksregierung geduldete oder gar initiierte Brandrodung in einem Naturschutzgebiet auf die Straßen. Schnell weiteten sich die Proteste landesweit aus. Das Ortega-Regime schlug die Demonstrationen mit brutaler Gewalt nieder. Pfarrer und Bischöfe öffneten ihre Kirchen, damit die Demonstrierenden Schutz vor den Polizeikugeln finden konnten.

Seitdem ist das Verhältnis zwischen Staat und Kirche stark angespannt. Die Sandinisten warfen der Kirche Anstachelung zu Terrorismus vor. Viele Kirchenvertreter wurden in der Folgezeit verhaftet oder gingen freiwillig ins Exil.
Vor allem der Fall Rolando Alvarez sorgte international für Aufsehen: Im August 2022 wurde der regierungskritische Bischof verhaftet, nachdem seine Wohnung mehrere Tage von Polizisten belagert worden war und er Gottesdienste nur noch über Internet und Radio hatte feiern können. Im Februar 2023 verurteilte ein Gericht Alvarez in einem Schnellverfahren wegen Ungehorsams und Untergrabung der nationalen Integrität zu 26 Jahren Haft. Die Behörden entzogen ihm die Staatsbürgerschaft. Alvarez weigerte sich danach, mit 222 weiteren politischen Gefangenen in die USA abgeschoben zu werden. Erst im Jänner stimmte er der Ausbürgerung zu, nachdem er in der Haft deutlich an Gewicht verloren hatte.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Kasper: Deutschsprachige Theologie ist Christologie-vergessen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz