Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  9. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  10. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘

Erzdiözese Wien: Lediglich 7,5 Prozent der Kirchenmitglieder besuchen die Hl. Messe

25. April 2024 in Österreich, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Bischofsvikar Josef Grünwidl: Es gibt immer weniger Religionslehrkräfte, das Minus im Diözesanbudget erfordere harte Sparmaßnahmen und die Trennung von Einrichtungen


Wien (kath.net/KAP/red) Angesichts der großen Herausforderungen für die katholische Kirche mit einem Schwund bei Mitgliederzahlen und Gottesdienstbesuch gibt es laut dem Wiener Bischofsvikar Josef Grünwidl zwei Möglichkeiten: "Wir können resignieren und uns zurückziehen oder wir können in den Veränderungen eine Chance sehen und aufbrechen." Über seine Präferenz ließ der seit Jänner 2023 für das Vikariat Süd der Erzdiözese Wien verantwortliche Bischofsvikar bei den St. Gabriel-Gesprächen im "Gabrium" der Steyler Missionare in Maria Enzersdorf keinen Zweifel: "Aufbruch und Transformation gehören zur DNA gläubiger Menschen", sagte er laut einem Bericht in der aktuellen Ausgabe der "NÖN".

Mit einigen Zahlen belegte Grünwidl die laufenden Veränderungen in der Kirche: 2022 gab es rund 90.000 Austritte, der Anteil der Katholiken an der österreichischen Bevölkerung sank auf 52 Prozent. Lediglich 7,5 Prozent der Kirchenmitglieder - das sind 2,8 Prozent der Gesamtbevölkerung - würden in der Erzdiözese Wien den Sonntagsgottesdienst besuchen. Das hat laut dem Bischofsvikar personelle und finanzielle Konsequenzen: Es gebe immer weniger Religionslehrkräfte und Personal in den Pfarren, die Erhaltung der zahlreichen kirchlichen Gebäude sei eine große Last, das Minus im Diözesanbudget erfordere harte Sparmaßnahmen und die Trennung von Einrichtungen.

Weltanschaulich verglich Grünwidl die Situation mit einem "bunten Mischwald", der die vormalige christliche "Monokultur" abgelöst habe. "Nicht die Kirche an sich, sondern die für uns vertraute Kirchengestalt in Form der Volkskirche kommt an ihr Ende", zitierten die NÖN den Bischofsvikar.

Durch "Kundschafter" von Firmen lernen

Auf all das reagiere die Erzdiözese mit in den vergangenen Jahren gestarteten Initiativen, um die Pfarrgemeinden zu unterstützen und die Kirche in eine gute Zukunft zu führen. Ganz neu sei dabei das Modell von "Kundschaftern", das der Kirche Impulse aus der Wirtschaft bringen soll: 80 vor allem junge Menschen recherchieren bei Firmen, wie diese einen Aufbruch und Neubeginn schafften. Schon länger im Gang ist ein Strukturprozess, der durch die Kooperation von Seelsorgeräumen, Pfarrverbänden und Pfarren mit Teilgemeinden Vorteile in der Verwaltung bringen soll.


Grünwidl präsentierte bei der Gesprächsreihe in St. Gabriel "zwölf Impulse für lebendige Gemeinden", um den Krisenerscheinungen zu trotzen. Neben spiritueller Erneuerung, Beratung und Begleitung bräuchten die Gemeinden eine Vision und ein Pastoralkonzept. Auch der "Mut zum Aufhören" und die Konzentration auf das Wesentliche seien wichtig, wies der Bischofsvikar hin.

Ganz wesentlich sei die Nähe zu den Menschen: Unter dem Motto "Gemeinsam statt einsam" sollten in den Gemeinden Beziehungen geknüpft und gepflegt werden. Grünwidl: "Wir müssen auf die Menschen zugehen und eine Welcome-Kultur schaffen, die neuen Kirchenbesuchern den Einstieg leicht macht."

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz