Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  7. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  14. Jesus ist lebendige Gegenwart
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

Die Kirche des 2016 von Terroristen ermordeten Pfarrers Jacques Hamel wird immer stärker besucht

29. April 2024 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Pilger verehren das bei dem Angriff entweihte Kreuz und küssen den schlichten Holzaltar , der noch immer Spuren von Messerstichen aufweist.


Saint-Étienne-du-Rouvray (kath.net/pl) Die Ermordung des französischen Abbé Jacques Hamel durch zwei IS-Terroristen im Jahr 2016 hatte weltweit für entsetzte Schlagzeilen gesorgt: Die Terroristen hatten dem freundlichen alten Priester (86), der gerade in der katholischen Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray (Normandie) die Messe zelebrierte und der unter den Muslimen der Nachbarschaft als dialogfreundlich bekannt gewesen war, die Kehle durchgeschnitten. Der Seligsprechungsprozess wurde von der Diözese Rouen inzwischen eröffnet. Die Schwester des Priesters, Rosaline Hamel, die Augenzeugin der Mordtat gewesen war, hat später die Mutter eines der von der Polizei eliminierten Attentäter besucht und die beiden Frauen sprachen über Versöhnung (kath.net hatte berichtet).

Jetzt wird bekannt, dass das Kirche von Abbé Hamel immer mehr auswärtige Besucher empfängt und auf dem Weg zur Pilgerstätte ist. Die polnischsprachige Ausgabe von „Vatican News“ berichtete anhand der französischen Wochenzeitung „Famille Chretienne“, dass die Pilger das bei dem Angriff entweihte Kreuz verehren und den schlichten Holzaltar küssen, der noch immer Spuren von Messerstichen aufweist. Schwester Danièle Delafosse, die ebenfalls an der Messe teilgenommen hatte und die flüchten und die Polizei informieren konnte, spricht auf Anfage über das Leben des Märtyrerpriesters. Ihr gelang die Flucht durch die Sakristei und sie verständigte die Polizei. Lieber als über die Einzelheiten des Attentats spricht sie über die unerwarteten Früchte dieses Martyriums auch in der örtlichen muslimischen Gemeinschaft.


Das Gästebuch der Kirche enthält Einträge mit Bitten um die Fürbitte von Abbé Hamel in konkreten Anliegen, z.B. für ein krankes Kind, einen kranen Freund, die eigene Ehe. Ein Pilger schrieb: „Möge seine demütige Treue zu seiner eigenen Mission uns helfen, bis zum Ende Christen zu sein.“

Es ist geplant, dass das Pfarrhaus in Saint-Étienne-du-Rouvray renoviert werden soll, es soll zu einem kleinen Pilgerzentrum umgebaut werden, in welchem man etwas über das Leben eines Märtyrerpriesters erfahren kann, einen Film über ihn ansehen und Glaubenszeugnisse hören kann.

Der Gemeindepfarrer Jacques Simon betont, dass er den ermordeten Priester möglichst wahrheitsgetreu und ohne Idealisierung darstellen möchte. Er war ein älterer Priester, hatte Stimmungsschwankungen und improvisierte nicht gern, insbesondere nicht in der Liturgie. Seine Predigt offenbart jedoch „die Heiligkeit des Alltagslebens“ und „die wahre Spiritualität eines Diözesanpriesters“.

Der 92-jährige Küster von Abbé Hamel schildert, dass die Zahl der auswärtigen Pilger ständig zunehme. Es kämen Schulklassen, Mitglieder von Bewegungen, Priesterbruderschaften. Es handelt sich dabei nicht nur um Pilger aus nordfranzösischen Nachbarregionen, sondern die Pilger kommen auch aus der Region Paris und sogar aus England oder Japan.

Link zum „Vatican News polnisch“-Beitrag: Kościół ks. Hamela niczym sanktuarium, na ołtarzu wciąż są ślady noża

Weitere kath.net-Berichte über Abbé Jacques Hamel: siehe Link

Foto: Ordensfrauen betrachten die Messerspuren auf dem Altar, an dem Abbé Hamel zelebriert hatte © Paroisses catholiques de Rouen centre/Facebook


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  5. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  6. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  7. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  8. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  9. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  12. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  13. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  14. Streit um Notre-Dame eskaliert: Macron forciert moderne Glasfenster gegen massiven Widerstand
  15. Was der Rosenkranz mit den Navy Seals zu tun hat

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz