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Die Kirche des 2016 von Terroristen ermordeten Pfarrers Jacques Hamel wird immer stärker besucht

29. April 2024 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
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Die Pilger verehren das bei dem Angriff entweihte Kreuz und küssen den schlichten Holzaltar , der noch immer Spuren von Messerstichen aufweist.


Saint-Étienne-du-Rouvray (kath.net/pl) Die Ermordung des französischen Abbé Jacques Hamel durch zwei IS-Terroristen im Jahr 2016 hatte weltweit für entsetzte Schlagzeilen gesorgt: Die Terroristen hatten dem freundlichen alten Priester (86), der gerade in der katholischen Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray (Normandie) die Messe zelebrierte und der unter den Muslimen der Nachbarschaft als dialogfreundlich bekannt gewesen war, die Kehle durchgeschnitten. Der Seligsprechungsprozess wurde von der Diözese Rouen inzwischen eröffnet. Die Schwester des Priesters, Rosaline Hamel, die Augenzeugin der Mordtat gewesen war, hat später die Mutter eines der von der Polizei eliminierten Attentäter besucht und die beiden Frauen sprachen über Versöhnung (kath.net hatte berichtet).

Jetzt wird bekannt, dass das Kirche von Abbé Hamel immer mehr auswärtige Besucher empfängt und auf dem Weg zur Pilgerstätte ist. Die polnischsprachige Ausgabe von „Vatican News“ berichtete anhand der französischen Wochenzeitung „Famille Chretienne“, dass die Pilger das bei dem Angriff entweihte Kreuz verehren und den schlichten Holzaltar küssen, der noch immer Spuren von Messerstichen aufweist. Schwester Danièle Delafosse, die ebenfalls an der Messe teilgenommen hatte und die flüchten und die Polizei informieren konnte, spricht auf Anfage über das Leben des Märtyrerpriesters. Ihr gelang die Flucht durch die Sakristei und sie verständigte die Polizei. Lieber als über die Einzelheiten des Attentats spricht sie über die unerwarteten Früchte dieses Martyriums auch in der örtlichen muslimischen Gemeinschaft.


Das Gästebuch der Kirche enthält Einträge mit Bitten um die Fürbitte von Abbé Hamel in konkreten Anliegen, z.B. für ein krankes Kind, einen kranen Freund, die eigene Ehe. Ein Pilger schrieb: „Möge seine demütige Treue zu seiner eigenen Mission uns helfen, bis zum Ende Christen zu sein.“

Es ist geplant, dass das Pfarrhaus in Saint-Étienne-du-Rouvray renoviert werden soll, es soll zu einem kleinen Pilgerzentrum umgebaut werden, in welchem man etwas über das Leben eines Märtyrerpriesters erfahren kann, einen Film über ihn ansehen und Glaubenszeugnisse hören kann.

Der Gemeindepfarrer Jacques Simon betont, dass er den ermordeten Priester möglichst wahrheitsgetreu und ohne Idealisierung darstellen möchte. Er war ein älterer Priester, hatte Stimmungsschwankungen und improvisierte nicht gern, insbesondere nicht in der Liturgie. Seine Predigt offenbart jedoch „die Heiligkeit des Alltagslebens“ und „die wahre Spiritualität eines Diözesanpriesters“.

Der 92-jährige Küster von Abbé Hamel schildert, dass die Zahl der auswärtigen Pilger ständig zunehme. Es kämen Schulklassen, Mitglieder von Bewegungen, Priesterbruderschaften. Es handelt sich dabei nicht nur um Pilger aus nordfranzösischen Nachbarregionen, sondern die Pilger kommen auch aus der Region Paris und sogar aus England oder Japan.

Link zum „Vatican News polnisch“-Beitrag: Kościół ks. Hamela niczym sanktuarium, na ołtarzu wciąż są ślady noża

Weitere kath.net-Berichte über Abbé Jacques Hamel: siehe Link

Foto: Ordensfrauen betrachten die Messerspuren auf dem Altar, an dem Abbé Hamel zelebriert hatte © Paroisses catholiques de Rouen centre/Facebook


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