Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  15. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn

Die Kirche des 2016 von Terroristen ermordeten Pfarrers Jacques Hamel wird immer stärker besucht

29. April 2024 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Pilger verehren das bei dem Angriff entweihte Kreuz und küssen den schlichten Holzaltar , der noch immer Spuren von Messerstichen aufweist.


Saint-Étienne-du-Rouvray (kath.net/pl) Die Ermordung des französischen Abbé Jacques Hamel durch zwei IS-Terroristen im Jahr 2016 hatte weltweit für entsetzte Schlagzeilen gesorgt: Die Terroristen hatten dem freundlichen alten Priester (86), der gerade in der katholischen Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray (Normandie) die Messe zelebrierte und der unter den Muslimen der Nachbarschaft als dialogfreundlich bekannt gewesen war, die Kehle durchgeschnitten. Der Seligsprechungsprozess wurde von der Diözese Rouen inzwischen eröffnet. Die Schwester des Priesters, Rosaline Hamel, die Augenzeugin der Mordtat gewesen war, hat später die Mutter eines der von der Polizei eliminierten Attentäter besucht und die beiden Frauen sprachen über Versöhnung (kath.net hatte berichtet).

Jetzt wird bekannt, dass das Kirche von Abbé Hamel immer mehr auswärtige Besucher empfängt und auf dem Weg zur Pilgerstätte ist. Die polnischsprachige Ausgabe von „Vatican News“ berichtete anhand der französischen Wochenzeitung „Famille Chretienne“, dass die Pilger das bei dem Angriff entweihte Kreuz verehren und den schlichten Holzaltar küssen, der noch immer Spuren von Messerstichen aufweist. Schwester Danièle Delafosse, die ebenfalls an der Messe teilgenommen hatte und die flüchten und die Polizei informieren konnte, spricht auf Anfage über das Leben des Märtyrerpriesters. Ihr gelang die Flucht durch die Sakristei und sie verständigte die Polizei. Lieber als über die Einzelheiten des Attentats spricht sie über die unerwarteten Früchte dieses Martyriums auch in der örtlichen muslimischen Gemeinschaft.


Das Gästebuch der Kirche enthält Einträge mit Bitten um die Fürbitte von Abbé Hamel in konkreten Anliegen, z.B. für ein krankes Kind, einen kranen Freund, die eigene Ehe. Ein Pilger schrieb: „Möge seine demütige Treue zu seiner eigenen Mission uns helfen, bis zum Ende Christen zu sein.“

Es ist geplant, dass das Pfarrhaus in Saint-Étienne-du-Rouvray renoviert werden soll, es soll zu einem kleinen Pilgerzentrum umgebaut werden, in welchem man etwas über das Leben eines Märtyrerpriesters erfahren kann, einen Film über ihn ansehen und Glaubenszeugnisse hören kann.

Der Gemeindepfarrer Jacques Simon betont, dass er den ermordeten Priester möglichst wahrheitsgetreu und ohne Idealisierung darstellen möchte. Er war ein älterer Priester, hatte Stimmungsschwankungen und improvisierte nicht gern, insbesondere nicht in der Liturgie. Seine Predigt offenbart jedoch „die Heiligkeit des Alltagslebens“ und „die wahre Spiritualität eines Diözesanpriesters“.

Der 92-jährige Küster von Abbé Hamel schildert, dass die Zahl der auswärtigen Pilger ständig zunehme. Es kämen Schulklassen, Mitglieder von Bewegungen, Priesterbruderschaften. Es handelt sich dabei nicht nur um Pilger aus nordfranzösischen Nachbarregionen, sondern die Pilger kommen auch aus der Region Paris und sogar aus England oder Japan.

Link zum „Vatican News polnisch“-Beitrag: Kościół ks. Hamela niczym sanktuarium, na ołtarzu wciąż są ślady noża

Weitere kath.net-Berichte über Abbé Jacques Hamel: siehe Link

Foto: Ordensfrauen betrachten die Messerspuren auf dem Altar, an dem Abbé Hamel zelebriert hatte © Paroisses catholiques de Rouen centre/Facebook


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  4. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  5. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  6. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  7. Vatikan erinnert neue Missionsbischöfe: „Liturgie ist nicht unser eigenes Werk“
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. YouTube-Kanal der Erzdiözese Łódź wurde ohne Wissen oder Zustimmung der Administratoren entfernt
  10. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  11. Die Würde des Menschen ist unverfügbar
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  14. 'Schweigen angesichts des Bösen ist selbst Böses'
  15. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz