Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  2. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  3. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  4. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  5. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  6. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  7. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  8. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  9. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  10. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  11. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  12. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  13. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo
  14. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  15. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet

Lemberger Erzbischof: Ukraine setzt auf Solidarität und "Wunder"

2. März 2024 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Römisch-katholischer Oberhirte Mokrzycki zum zweiten Kriegsbeginn-Jahrestag: Gebet ist "Waffe im Kampf um den Frieden".


Kiew (kath.net/ KAP)
Der religiöse Glaube hat enorme Bedeutung für die Widerstandskraft der Ukraine gegen den weiter andauernden Großangriff Russlands: Das hat der römisch-katholische Erzbischof von Lemberg, Mieczysaw Mokrzycki, im Interview mit Vatican News zum zweiten Jahrestag des Kriegsbeginns (24. Februar) dargelegt. Viele Menschen in der Ukraine sähen, "dass die einzige Rettung in Gott liegt und dass nur ein Wunder die Ukraine retten kann", so der Oberhirte der westlichsten Großstadt des Landes. Die Hoffnung sei trotz der schwierigen Situation nicht verloren gegangen, vernehme er in der Bevölkerung doch "noch viel Kraft und Optimismus" und Solidarität inmitten der Not.

Oft sprächen die Soldaten der Ukraine "von der Kraft des Gebets, die sie erfahren", sagte Mokrzycki. Selbst von jenen, die wenig gläubig seien, höre man immer wieder Berichte von einem "Eingreifen Gottes" - etwa, wenn sie im Schützengraben in aussichtsloser Situation wider alles Erwarten nicht vom Gegner entdeckt wurden und dies dem Gebet anderer zuschrieben. Als "Frucht des Gebets" sähen viele zudem auch den Rückzug der russischen Armee aus Kiew. Dieser sei vier Tage nach der am 25. März 2022 vollzogenen Weihe Russlands und der Ukraine an das Unbefleckte Herz Mariens durch Papst Franziskus angekündigt und am ersten Monatssamstag darauf (2. April) umgesetzt worden.


Tatsächlich gebe es in der ganzen Ukraine eine "Gebetskette" für die Soldaten an der Front, erklärte der Erzbischof. Dabei sei das Gebet eine "Waffe im Kampf um Frieden", indem es inmitten des Leides ein Gefühl der Sicherheit und Solidarität vermittle. Mokrzycki weiter: "Wir sind die Kämpfer Gottes, nicht mit dem Gewehr, sondern mit dem Rosenkranz. Nicht auf dem Schlachtfeld, sondern auf den Knien vor dem heiligen Sakrament."

Ohne die russische Bevölkerung explizit zu nennen, sprach der Erzbischof auch von jenen Menschen, die "dem Bösen folgen" und damit "zu bitteren Früchten für andere" würden. Die Behauptungen Russlands, man müsse die Ukraine verteidigen oder befreien, widersprächen klar den Tatsachen. "Anstatt Frieden zu schaffen, erzeugen sie Krieg, anstelle von Liebe Hass, statt Gelassenheit Angst." Es sei schmerzlich daran zu denken, dass die Gegner der Ukraine die Schrecken des Krieges wenige Jahrzehnte nach 1945 offenbar vergessen oder sich nicht daran erinnern wollten.

Riesengroßes Leid
Denn sehr wohl sei das Leid riesengroß, welches die Auseinandersetzungen an der Front und die anhaltenden Raketen- und Drohnenangriffe über die Ukraine brächten, sagte der Lemberger Oberhirte. Täglich würden Soldaten und unschuldige Menschen getötet, viele verletzt und ihrer Häuser und Lebensgrundlage beraubt, zudem seien viele arbeitslos. "All dies führt zu Angst, Unruhe und Unsicherheit. Viele Kinder, Erwachsene und sogar Priester verfallen in Verzweiflung, Depression und Geisteskrankheit."
Die Kirche sei darum bemüht, allen Ukrainern zu helfen, allen voran den am meisten Notleidenden sowie auch den Soldaten. Konkret laufe diese Unterstützung durch Seelsorge, humanitäre Hilfe, Lebensmittel, Medikamente und Ausrüstung, sowie weiterhin durch Aufnahme von Binnenvertriebenen. Wichtig sei auch das "gute Wort", betonte der Erzbischof. "Heute kommen von allen Seiten Nachrichten, die statt Optimismus Entsetzen verbreiten. Es ist so wichtig, einander Hoffnung, Trost und Unterstützung zu vermitteln, nach dem Jesus-Wort: Einer trage des anderen Last." Das ganze Land sei auf Solidarität und Wohlwollen - auch von außen - angewiesen.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  5. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  6. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  7. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  8. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  9. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  10. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  13. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  14. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“
  15. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz