Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. Besser keine Laienpredigt
  4. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  5. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  6. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  7. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  8. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  9. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  12. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  13. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  14. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Mariä Lichtmess und die Kerze der alten Dame

2. Februar 2024 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der junge polnische Priester und Buchautor Tomasz Białoń schildert eine bewegende Begebenheit.


Krakau (kath.net/pl) Mit einer bewegenden Begebenheit macht der junge polnische Pfarrvikar und Buchautor Dr. Tomasz Białoń auf das heutige Hochfest Mariä Lichtmess aufmerksam. Er schildert auf der Plattform X, dass ihn Mariä Lichtmess „immer an ein Ereignis aus dem Beginn meines Priestertums vor ein paar Jahren“ erinnere. „Am Tag der Darstellung des Herrn habe ich wie üblich Kerzen gesegnet. Nach der Heiligen Messe unterhielt ich mich dann mit einer sehr netten alten Dame, die eine kleine Kerze in der Hand hielt.“ Er habe auf die Kerze gedeutet und gesagt, dass sie wohl schon ziemlich alt sei. Die Dame habe dies bejaht, die Kerze habe tatsächlich eine lange Geschichte und sei ihr sehr wichtig. Beim Schein dieser Kerze seien ihre Großmutter, ihr Vater und ihre Schwester gestorben, „und ihre Mutter hielt sie im Sterben in der Hand. Am Ende ihrer Erzählung fügte sie hinzu: „Ich wünschte, jemand würde sie auch bei mir anzünden.“

Danach seien einige Monate vergangen, schildert Vikar Białoń. „Die betreffende Frau war seit einiger Zeit nicht mehr in der Kirche erschienen. Eines Abends rief ihr Sohn an und bat mich, zur Krankensalbung zu seiner Mutter zu kommen, da sie wahrscheinlich bald sterben würde. Ich nahm die heiligen Öle und den Herrn Jesus [im Allerheiligsten] und ging. Bei meiner Ankunft stellte sich heraus, dass die alte Dame bereits bewusstlos war. Ich betete mit ihrer Familie für sie und kurz bevor ich das Sakrament der Krankensalbung spendete, sah ich zwischen Büchern die kleine Kerze, die sie einige Monate zuvor in der Kirche bei sich hatte. Mir fielen ihre Worte ein: ‚Ich wünschte, jemand würde sie auch bei mir anzünden.‘ Ich sagte ihrem Sohn sofort, er möge sie anzünden. Und zusammen mit der Kerze leuchteten auch die Augen der Frau auf. Sie sah mich an und sagte mit leiser Stimme: ‚Ich möchte beichten.‘ Selbstverständlich habe ich ihren Wunsch erfüllt. Dann spendete ich ihr die Krankensalbung und die Heilige Kommunion. Wir beteten noch eine Weile.“ Irgendwann begann die Kerze zu verlöschen. Der Priester erzählte weiter: „Die alte Dame starrte bis zum Ende auf sein Licht. Es war so bewegend, dass wir schließlich alle verstummten und uns Tränen in die Augen traten. Irgendwann sagte die Frau ihre letzten Worte, während sie immer noch auf die Kerze schaute: ‚Liebe Mutter, es ist Zeit.‘ Und als sie die Augen schloss, erlosch die Kerze.“


Pfarrvikar Dr. Tomasz Białoń wurde 1991 in Rabka Zdrój geboren und studierte an der Päpstlichen Universität Johannes Paul II. in Krakau. 2016 wurde er im Erzbistum Krakau zum Priester geweiht. Er absolvierte ein Doktoratsstudium an der Theologischen Fakultät der Päpstlichen Universität Johannes Paul II. in Krakau mit Spezialisierung auf die Bibel, 2022 promovierte er. Der Titel seiner Doktorarbeit lautet: „An Christus glauben und für ihn leiden gemäß dem Brief an die Philipper.“ Er hat inzwischen auch die Bücher „Das Kreuz. Eine Explosion der Liebe Gottes“ und „Wie kann man Christus nachahmen“? veröffentlicht. Derzeit ist er Pfarrvikar der Pfarrei „Erhöhung des Heiligen Kreuzes“ in Krakau-Kurdwanów.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Besser keine Laienpredigt
  6. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  7. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  8. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  9. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  10. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  11. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  12. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  13. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  14. 'Für jeden Unsinn ein Bischof' - Scharfe Kritik an Erzbischof Heße
  15. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz