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Kirchengericht Köln befindet Priester aus dem Bistum Trier des sexuellen Missbrauchs schuldig

24. November 2023 in Deutschland, 7 Lesermeinungen
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Entlassung aus dem Klerikerstand - Der frühere Pfarrer von Freisen (Saarland) O.M. wurde des sexuellen Missbrauchs von fünf Personen für schuldig befunden


Trier/Köln (kath.net/pek) Das Kirchengericht der Erzdiözese Köln hat den früheren Pfarrer von Freisen (Saarland) O.M. des sexuellen Missbrauchs von fünf Personen für schuldig befunden. Das haben die Pressestellen der (Erz-)Bistümer Köln und Trier am 23. November mitgeteilt. Das Gericht verhängte als Strafe die Entlassung aus dem Klerikerstand.

Gegen den früheren Pfarrer hatte das Kirchengericht der Erzdiözese Köln seit März 2018 einen kirchlichen Strafprozess auf dem Gerichtsweg geführt. Die vorhergehende kirchenrechtliche Voruntersuchung des Bistums Trier hatte den Verdacht erhärtet.
 
Mit seinem Urteil hat das Gericht den Angeklagten in allen Fällen schuldig gesprochen. Über die fünf betroffenen Personen hinaus, deren Fälle Gegenstand des Verfahrens waren, erkennt das Bistum Trier weitere Personen als Betroffene sexuellen Missbrauchs durch den früheren Pfarrer an. Dass ihre Fälle nicht im kirchlichen Verfahren berücksichtigt wurden, hat verschiedene Gründe: Entweder hatten die Betroffenen das im kirchlichen Gesetz festgesetzte Schutzalter bereits überschritten oder die ausführlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaften haben keinen für eine Anklage ausreichenden Tatnachweis erbracht; oder die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben sich so lange hingezogen, dass deren Ergebnisse nicht mehr in das laufende kirchliche Strafverfahren mit einbezogen werden konnten, ohne in Gefahr zu geraten, dass sich dieses noch weiter in die Länge gezogen hätte. Bei seiner Gesamtbewertung hat das Kölner Kirchengericht auch das berücksichtigt, was das Landgericht Saarbrücken in seinem Urteil vom 22. Februar 2023 zu den weiteren Fällen ausgeführt hat. Die Betroffenen können, sofern sie das nicht schon getan haben, finanzielle Leistungen in Anerkennung des Leids beantragen.


Bischof Dr. Stephan Ackermann zeigte sich erleichtert über den Abschluss des Verfahrens. Ihm sei bewusst, dass die lange Prozessdauer für die Betroffenen eine große Belastung gewesen sei. "Ich hoffe und wünsche den betroffenen Personen, dass sie nun, wo das Gericht den Priester schuldig gesprochen und damit die Aussagen der Betroffenen als glaubhaft erachtet hat, eine Art Abschluss und vielleicht Frieden finden können. Was die Betroffenen an Leid durch diesen Priester erfahren haben, ist ein schreckliches Unrecht, an dem sie seit vielen Jahren tragen.” Ackermann sagte, er habe allen Betroffenen ein persönliches Gespräch angeboten. Der Trierer Bischof sagte weiter, er gehe davon aus, dass der Fall insgesamt auch Gegenstand der unabhängigen Aufarbeitung im Bistum Trier sein werde. “Sowohl im Umgang mit Betroffenen als auch in der Handhabung des Falls sind Fehler passiert. Das haben ich und die weiteren Verantwortlichen bereits eingestanden.” Der zweite Zwischenbericht der Unabhängigen Aufarbeitungskommission im Bistum Trier hatte bereits erste Hinweise zu dem Fall gegeben.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; der Priester hat die Möglichkeit, gegen das Urteil Einspruch einzulegen beim römischen Dikasterium für die Glaubenslehre. Das Dikasterium ist über das Urteil informiert.

Dem angeklagten Priester wurde das Urteil zugestellt. Die betroffenen Personen sind ebenfalls informiert worden, genauso wie das Pastoralteam und die Gremienvorstände der früheren Pfarrei des Priesters.


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Lesermeinungen

 MichaPatron 29. Juli 2025 
 

Gut und richtig so,lange Überfällig

Dieses Urteil ist mehr als richtig und längst überfällig gewesen. Zu lange konnte Otmar M. in Freisen sein Unwesen treiben und die Gemeinde dabei spalten. Das hat jetzt endlich ein Ende. Auch wenn es einigen Freisener Schäfchen nicht schmecken mag, dass "ihr Pfarrer" ein rechtskräftig verurteilter Sexualstraftäter nun ist. Endlich haben 2 Gerichte unabhängig voneinander diesen Herrn aus dem Verkehr gezogen. Zeit war längst überfällig.


0
 
 MichaPatron 25. November 2023 
 

Freisen, ein Ort der ab nun offiziell mit den Schandtaten des Otmar M in Zusammenhang gebracht werde

Freisen, ein Ort und Gemeinde, welche einst katholisch geprägt war.Dieser Ort und diese Gemeinde St.Remigius wird über die nächsten Generationen hinweg mit den Schandtaten des Otmar M in Zusammenhang gebracht.Diese Schandtaten, welche von den Bischöfen Marx, Ackermann und Bätzing auch noch gedeckt wurden durch ignorieren von einschlägigen Hinweisen lassen sich nicht mehr unter den Teppich kehren.Dieser nun rechtskräftig verurteilte Missbrauchstäter hat der katholischen Kirche und der Gemeinde Freisen einen Bärendienst erwiesen. Er kann jetzt echt stolz auf seine Taten sein.Ich wohne selbst in Freisen und habe den Betroffenen Personen von Anfang an geglaubt.Die Alkoholpartys im Pfarrhaus und auf Ausflügen habe ich als Messdiener auch miterleben müssen. Mich hat dieser Herr Himmel sei Dank nicht gemocht, worüber ich jetzt sehr froh bin. Gutes Urteil und mehr als gerecht. Die Gerechtigkeit hat gesiegt.


1
 
 Zodiac 25. November 2023 
 

Marx, Ackermann und Bätzing

Endlich ist dieser bereits rechtskräftig verurteilte Sexualstraftäter Otmar M nun auch von einem kirchlichen Gericht mit der Höchststrafe verurteilt worden. Die fragwürdigen Rollen inklusive Entscheidungen der einstigen Vorgesetzten von diesem Herrn sollten nun auch schleunigst öffentlich gemacht werden. Marx, Ackermann und Bätzing haben dazu beigetragen,dass Otmar M bis 2015 in Freisen unbehelligt seine Straftaten ausführen konnte! Trotz einschlägigen Hinweisen ab 2006 wohlbetont und wohlgemerkt! Sie gehören genauso aus dem Klerikerstand entfernt wie Otmar M.!


2
 
 TimoRanzenberger 25. November 2023 
 

NICHTS anderes habe ich erwartet

NICHTS anderes als eine Entlassung aus dem Klerikerstand habe ich erwartet! Dieser nun auch rechtskräftig verurteilte Sexualstraftäter Otmar M wurde zurecht aus dem Klerikerstand entlassen.Das Kirchengericht Köln hat Fakten und Tatsachen zusammengetragen, ausgewertet und ist zu diesem Ergebnis gekommen.Hier in diesem Forum hat sich mal ein gewisser User namens "Rodythgrundt" schützend vor Otmar M gestellt und Opfer dieses Täters als unglaubwürdig bezichtigt. Was sagen Sie nun,werter Herr/Frau Rodythgrundt zu diesem Urteil? Nicht die Betroffenen dieses verurteilten Missbrauchspriesters sind Rufmörder, Verleumder und Lügner, sondern Otmar M selbst.Im Landgericht Saarbrücken hat sich Otmar M selbst ja in diesem Jahr der Verleumdung schuldig gemacht,nur mal so zur weiteren Info über diesen Straftäter! Das Urteil vom Kirchengericht war überfällig!

www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/st-wendel/freisen/missbrauch-urteil-gegen-ex-priester-aus-freisen-keiner-kann-mehr-sagen-ich-luege_aid-102017481


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 Tante Ottilie 24. November 2023 
 

By the way: Wann wieder ENDLICH, ENDLICH ein MISSBRAUCHSGUTACHTEN des Bistums TRIER veröffentlicht?


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 Norbert Langenfeld 24. November 2023 

Kölner Dom?

Das Titelbild ist irreführend. Der Priester war ausschließlich im Bistum Trier tätig. Und die "Fehler" im Umgang mit den Fällen wurden in Trier gemacht - unter welchem Bischof auch immer. Das Kölner Diözesangericht war nur aus Neutralitätsgründen mit dem Fall befasst worden.


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 J. Rückert 24. November 2023 
 

Verstehe nicht

Schutzalter überschritten, interessiert Kirchengericht nicht mehr?


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