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Vatikanentscheidung: Katholiken dürfen auch weiterhin nicht Freimaurer werden!

15. November 2023 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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Papst Franziskus genehmigte die entsprechende Entscheidung des Dikasteriums für die Glaubenslehre


Vatikanstadt, 15.11.2023 (KAP) Katholiken ist es weiterhin verboten, den Freimaurern beizutreten. Das hat das vatikanische Dikasterium für die Glaubenslehre in einer vom Papst gebilligten Antwort auf die Anfrage eines philippinischen Bischofs festgestellt. Es sei unvereinbar, einer Freimauerer-Loge beizutreten und Katholik zu sein, so das von Glaubenspräfekt Kardinal Victor Fernandez unterzeichnete Schreiben, von dem "Vatican News" am Mittwoch berichtete.

Die Anfrage an das Dikasterium kam von Julito Cortes, Bischof von Dumanguete auf den Philippinen. Cortes habe "mit Besorgnis die Situation in seiner Diözese geschildert, die durch den ständigen Anstieg der Zahl der Freimaurer entstanden ist, und um Vorschläge gebeten, wie man mit dieser Realität aus pastoraler Sicht angemessen umgehen und dabei auch die Auswirkungen auf die Lehre berücksichtigen kann", schildert Kardinal Fernandez die Ausgangslage.


Das Dikasterium bezog auch die philippinische Bischofskonferenz ein und teilte ihr mit, die Umsetzung einer "koordinierten Strategie in zwei Ansätzen" unter den einzelnen Bischöfen sei notwendig. Auf Lehrebene bekräftigte die Glaubensbehörde, dass die "aktive Mitgliedschaft eines Gläubigen in der Freimaurerei" verboten sei - aufgrund der "Unvereinbarkeit zwischen der katholischen Lehre und der Freimaurerei".

Dabei wurde erstens verwiesen auf die Erklärung der Glaubenskongregation vom November 1983. Das vom damaligen Kardinal Joseph Ratzinger und dem Sekretär der Kongregation, Jerome Hamer, unterzeichnete, von Johannes Paul II. gebilligte Schreiben bekräftigte, dass Katholiken, die Freimaurerlogen angehören, sich "in einem Zustand schwerer Sünde" befinden. Auch auf entsprechende Leitlinien der philippinischen Bischofskonferenz aus dem Jahr 2003 nahm das aktuelle Vatikan-Schreiben Bezug.

Wer "formell und bewusst Mitglied von Freimaurerlogen" sei und sich die freimaurerischen Grundsätze zu eigen gemacht habe, falle unter die Bestimmungen dieser Erklärung, heißt es in dem Vermerk. Diese Maßnahmen würden auch "für alle in der Freimaurerei eingeschriebenen Kleriker" gelten.

Als zweiten Ansatz schlug das Dikasterium in dem aktuellen Brief den philippinischen Bischöfen vor, "in allen Pfarren eine Volkskatechese über die Gründe für die Unvereinbarkeit zwischen dem katholischen Glauben und der Freimaurerei durchzuführen". Die Bischöfe des Landes mit der mit Abstand größten katholischen Bevölkerung Asiens werden schließlich aufgefordert zu prüfen, ob sie sich öffentlich zu diesem Thema äußern sollten.

Der Text der Antwort ist in voller Länge auf der Website des Vatikans als pdf-Datei abrufbar: The Request of His Excellency, the Most Rev. Julito CORTES, Bishop of Dumaguete (Philippines) Regarding the Best Pastoral Approach to Membership in Freemasonry by the Catholic Faithful

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Chris2 17. November 2023 
 

Da wird wohl bald wieder ein Dikasterium

neu besetzt werden. So, wie die beiden Kardinäle, die den synodalen Weg kritisiert hatten: Beide waren schon nach ein paar Monaten nicht mehr im Amt...


1
 
 kleingläubiger 16. November 2023 
 

@ Lemaitre

Es ist heute leider Usus, berechtigte Kritikpunkte pauschal als "Hass" zu diskreditieren. Dinge, die in der Kirche falsch laufen, zumal auf höchster Ebene, müssen weiterhin benannt werden.


2
 
 Lemaitre 16. November 2023 
 

@Smaragdos

Dass die Stimme von Laien gehört wird, ist warum genau ein Drama?

Ja, dass Ritualisten mit Fratelli tutti ein Problen haben, stimmt. Aber das ist nur ein Symptom eines viel tiefer in der jeweiligen Person verwurzelten Problems.

Auch Papst Benedikt XVI hat die Kommunion Personen gespendet, die nicht im formalen Gnadenstand waren.

Aber wenn man wie Sie und Herr Heimerl nur genug hasst den Papst hast, während man bei der Beurteilung mit zweierlei Maß misst, um den Hass aufrecht erhalten zu ķönnen,dann übersieht man halt schnell die eigenen Balken, während die (tatsächlich vorhandenen) Splitter beim anderen nur umso größer erscheinen.


3
 
 Joachim Heimerl 15. November 2023 
 

Smaragdos: 100 Prozent Zustimmung! Genau so ist es!!


3
 
 Smaragdos 15. November 2023 
 

Liberté, Egalité, Fraternité

"Freiheit, Gleichberechtigung, Brüderlichkeit" scheint auf jeden Fall die Devise dieses Pontifikats zu sein:

1. Freiheit: Unter PF haben beispielsweise wiederverheiratet Geschiedene die "Freiheit", die Sakramente zu empfangen. Weiters haben Priester plötzlich die "Freiheit", selber zu entscheiden, ob sie homosexuelle Paare segnen "solange es nicht Homoehe genannt wird".

2. Gleichberechtigung: Auf der letzten Synode waren zum ersten Mal Laien und Bischöfe stimm- und somit gleichberechtigt.

3. Brüderlichkeit: "Fratelli tutti" lässt grüssen.


4
 
 Joachim Heimerl 15. November 2023 
 

Und: War nicht der Papst mit dem Chef der größten italienischen Loge

bis zu seinem Tod befreundet und hat ihn regelmäßig empfangen? Die italienischen Zeitungen waren ja voll davon - auch mit dem, was der Papst bei dieser Gelegenheit gesagt (haben soll). Und "katholisch" war das ehrlich gesagt nie. Vatikanische Dementi hat es damals natürlich gehagelt, aber was heißt das schon? Fakt ist: Der Papst selbst hat sich mit Freimaurern umgeben - und tut es vermutlich noch?


5
 
 Joachim Heimerl 15. November 2023 
 

Dann müssten jetzt ja etliche Bischofsstühle und Kurienposten frei werden?!

Nur: Zeigen Sie mir den Freimaurer in der Kirche, der sich dazu bekennt! Man erkennt sie nur an ihren faulen Früchten!


6
 
 Zeitzeuge 15. November 2023 
 

Der Freimaurerjargon kennt "Freimaurer mit und ohne Schurz"!


2
 
 Heiligenverehrer 15. November 2023 
 

Die aktuell verbreitete Glaubenslehre

ist aber nicht weit vom Freimaurertum entfernt, bzw. spielt ihrem Ziel, die katholische Kirche zu entkernen, zumindest in die Hände!


4
 

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