Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  7. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  14. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

Chaos im Vatikan: Der Welt-Synode droht eine kirchenrechtliche Krise!

24. Oktober 2023 in Weltkirche, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Verabschiedung von "Brief an das Volk Gottes" auf Mittwoch verschoben - Einige Synoden-Teilnehmer sollen Legitimität der Versammlung in Frage gestellt haben - Kardinal Schönborn hingegen sieht wegen Beteiligung von Nicht-Bischöfen kein Problem


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die in Rom tagende Welt-Synode droht in eine kirchenrechtliche Krise zu geraten. Am Montagnachmittag gab die vatikanische Kommunikationsbehörde überraschend bekannt, dass die für Montagmittag geplante Verabschiedung einer "Botschaft an das Volk Gottes" voraussichtlich bis Mittwoch verschoben werde.

Zur Begründung verwies Kommunikationsdirektor Paolo Ruffini auf mehrere Änderungsvorschläge aus dem Kreis der Synodalen. Aus Teilnehmerkreisen war indes zu erfahren, dass manche das Zustandekommen des Textes als intransparent kritisiert hätten. Außerdem, so die Kritik, fehlten wesentliche inhaltliche Elemente.

Andere hätten die Legitimität der gesamten Versammlung in Frage gestellt. Es sei nicht geklärt, was es bedeute, wenn eine Institution, die geschaffen wurde, um dem Kollegium der Bischöfe ein Mitspracherecht zu geben, um Nichtbischöfe erweitert wird. Es müsse verbindlich geklärt werden, wer das Subjekt sei, wenn die Synode von "wir" spreche.


Papst Franziskus hatte Ende April überraschend verkündet, dass zusammen mit den Bischöfen unter den rund 360 Synoden-Mitgliedern auch zahlreiche Priester, Ordensleute und Laien - darunter 54 Frauen - mit Stimmrecht an der Versammlung teilnehmen können. Das 1965 als "Bischofssynode" geschaffene Beratungsorgan kannte bis dahin Laien nur als Berater mit Rederecht, aber ohne Stimmrecht.

Auch bei den kontinentalen Vorbereitungsrunden der Weltsynode im Frühjahr 2023 hatten Laien Rede- und Stimmrecht. In der katholischen Kirche ist das Lehramt bislang allein dem Papst und den Bischöfen vorbehalten.

Schönborn: "Es bleibt eine Bischofssynode"

Kardinal Christoph Schönborn verteidigte die Synodenversammlung am Montagnachmittag vor Vertreterinnen und Vertretern internationalen Medien gegen kirchenrechtliche Zweifel. "Ich kann das Problem nicht sehen. Es bleibt eine Bischofssynode mit wirklicher Beteiligung von Nicht-Bischöfen", antwortete der Wiener Erzbischof auf die Frage eines Journalisten beim täglichen Vatikan-Medienbriefing zum Verlauf der Synode.

Seit ihrer Gründung durch Papst Paul VI. (1963-1978) sei die Bischofssynode ein beratendes Organ für das Kirchenoberhaupt, führte Schönborn weiter aus und ergänzte: "In der Ausübung des päpstlichen Amtes, des Petrus-Amtes, ist die Bischofssynode ein Organ, um die kollegiale Verantwortung für die Lehre und das Leben der Kirche auszuüben. Sie hat ihr Wesen also nicht verändert, sondern wurde ausgeweitet." Der Kardinal sprach von einer sehr positiven Erfahrung.

Auch bei früheren Synoden habe es nicht-geweihte Experten gegeben, die zum Teil sehr wichtige Eingaben gemacht hätten. Nun gebe es eine noch engere Verbindung, sagte der Wiener Erzbischof. "Wir sind alle zusammen in einer Bischofssynode mit erweiterter Beteiligung."

Der 78-jährige Kardinal Schönborn hat in seiner mehr als drei Jahrzehnte langen Bischofszeit bereits an acht Bischofssynoden teilgenommen. Noch als Theologieprofessor war er 1985 zudem bei einer Bischofssynode dabei, in der es 20 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wesentlich um das Thema Communio (Gemeinschaft) als ein zentrales Merkmal kirchlichen Lebens ging. Seit 2012 gehört der Wiener Kardinal auch dem gewählten zwölfköpfigen begleitenden Rat des römischen Generalsekretariats der Bischofssynode an, das als zuständige Kurieneinrichtung die jeweiligen Bischofssynoden vorbereitet. 2015 war Schönborn im Beisein von Papst Franziskus Hauptredner beim Festakt zum 50-Jahr-Jubiläum der Bischofssynode im Vatikan.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. Messermann brüllte „Allahu Akbar” in französischer Kirche – Festnahme
  4. Britisches Unterhaus stimmt erneut über Sterbehilfe-Gesetz ab
  5. 'Gott ist gut'
  6. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  7. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  8. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  9. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  10. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  11. Vatikan erinnert neue Missionsbischöfe: „Liturgie ist nicht unser eigenes Werk“
  12. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  13. YouTube-Kanal der Erzdiözese Łódź wurde ohne Wissen oder Zustimmung der Administratoren entfernt
  14. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  15. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz