Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  3. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  8. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  9. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  10. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  11. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  12. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  13. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  14. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  15. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung

Klimakrise: Tück gegen kirchliche Allianz mit "Letzter Generation"

12. September 2023 in Österreich, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Dogmatiker in "Rupertusblatt"-Interview: "Strategische Allianzen" mit Klimaaktivisten nicht sinnvoll, wo dadurch "rechtswidrige Handlungen" gebilligt werden - Kritik an aufsehenerregendem Kärntner "Gletscherbegräbnis": "Requien" für Gletscher


Salzburg/Wien/Klagenfurt (kath.net/KAP) Der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück hat seine Kritik an"strategischen Allianzen" der Kirchen mit der "Letzten Generation" erneuert. Bei allem Verständnis für die Dringlichkeit des Klimaschutz-Anliegens lehne er diese Formen des Protests entschieden ab, "da sie die Schädigung anderer in Kauf nimmt", betont Tück im Interview mit dem Salzburger "Rupertusblatt" (aktuelle Ausgabe). "Kirche schießt dort über das Ziel hinaus, wo sie strategische Allianzen mit der 'Letzten Generation' eingeht und damit rechtswidrige Handlungen wie Attacken auf Kunstwerke, Straßen- und Flughafenblockaden, die nicht nur wirtschaftliche Schäden, sondern auch Menschenleben gefährden, billigt", so der Wiener Dogmatiker. Es drohten "chaotische Verhältnisse", wenn Störaktionen dieser Art Schule machten.


Zugleich unterstrich Tück, dass die Klimakrise keine Verharmlosung zulasse. Für Christen bedeute dies, individuell Verantwortung zu übernehmen und einen nachhaltigen Lebensstil zu pflegen. "Die Imperative des Konsumismus sollten wir dabei unterbrechen und neu über eine Kultur des Verzichts nachdenken." Die Kirche habe an sich keine besondere Kompetenz in Klimafragen, sie könne jedoch allgemein für das Thema sensibilisieren "und umweltschädliche Praktiken kritisch anfragen - sowohl systematisch im Blick auf Industrie und Wirtschaft wie auch persönlich im Blick auf das Verhalten des Einzelnen."

Außerdem wäre es zielführend, anstelle einer theologischen Aufladung der Begriffe im Klimadiskurs ("Umwelt-Sünder", "Klima-Hölle", "Ablass" durch Umweltaufschlag bei Flugreisen) die Begriffe Umkehr, Verantwortung und Gerechtigkeit neu ins Zentrum zu rücken, so Tück. Der Ambo sei im Übrigen kein Ort der Politisierung, ergänzte der Theologe. "Der Ambo in der Kirche ist der Ort, das Evangelium in diese Zeit zu übersetzen und die Verantwortung vor Gott, dem Schöpfer, in Erinnerung zu rufen. Das hat Folgen für den Lebensstil. Der Ambo ist aber kein politisches Rednerpult, von dem aus Regeln für ein ökologieverträgliches Handeln erlassen werden - das wäre im Gottesdienst deplatziert."

Kritik an "Requien" für Gletscher

Kritik übte der Dogmatiker außerdem an Aktionen wie dem jüngsten "Gletscherbegräbnis" in Kärnten, an dem sich auch die katholische Kirche beteiligt hatte. Zwar würden solche "kreativen Gottesdienst-Formate" der weit verbreiteten "Ohnmacht, der Trauer und der Wut auf eine halbherzige Politik friedlichen Ausdruck" verleihen - er halte allerdings "Requien" für Gletscher für "theologisch heikel", führte Tück aus: "Requien gelten Personen, deren Namen man dem Gedächtnis Gottes anempfiehlt; sie haben eine österliche Dimension und sind von der Hoffnung geleitet, dass der Verstorbene das ewige Leben bei Gott erlange. Das lässt sich auf 'sterbende Gletscher' nicht übertragen."

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  6. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  7. Besser keine Laienpredigt
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  10. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  11. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  12. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  13. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  14. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  15. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz