Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  2. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  3. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  4. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  5. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  6. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  9. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  10. "Hassprediger und Hofnarr"
  11. R.I.P. Martin Lohmann
  12. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  15. Drei Brücken zum Licht. Vom Zion zum Bosporus: Erneuerung der Einheit

„Wahrheit und Liebe“ als Fundament: einzigartiges christliches Schulprojekt in Kasachstan

24. Mai 2023 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die vom Berliner Priester P. Lorenz Gawol in den 1990ern gegründete Schule wird von zwei österreichischen Ordensgemeinschaften betreut.


Kornejewka/Kasachstan (kath.net/mk) Kornejewka, ein Dorf im Steppengebiet des nördlichen Kasachstan, beherbergt seit 1996 das im Land einzigartige christliche Schulprojekt „Sankt Lorenz“. Es besteht aus einem Mittelschulkomplex und einer privaten Schule, angeschlossen sind ein Kindergarten, ein Schüler- und ein Lehrerwohnheim. Rund 200 Kinder und Jugendliche aus teils sehr entlegenen Dörfern werden dort bis zur Matura unterrichtet. Der Lehrplan der öffentlichen Schule richtet sich nach den staatlichen Vorgaben und integriert zum einen den Religions- und Ethikunterricht wie auch eine Vorbereitung auf die Psychologie des Familienlebens, andererseits gibt es diverse sportliche und kulturelle Wahlfächer wie etwa Karate oder Tanz und Gesang, um die ganzheitliche Entwicklung und die Umgangsformen der Schüler zu fördern. Schließlich erlernen die Schüler insgesamt vier Sprachen: Zusätzlich zu den Landessprachen Kasachisch und Russisch auch noch Englisch und Deutsch. Schüler haben die Möglichkeit, u.a. mit Muttersprachlern Deutsch zu lernen und das Deutsche Sprachdiplom abzulegen. Dadurch sind sie befähigt, in deutschsprachigen Ländern zu studieren.


Die Gründung der Schule geht auf den Berliner Priester Pater Lorenz Gawol zurück, der in den 1990ern im postsowjetischen Kasachstan als Seelsorger tätig war. Seine Erfahrungen führten ihn zur Überzeugung, dass es für Kinder und Jugendliche bedeutsam sei, eine Schule besuchen zu können, in der sie nicht nur eine fundierte Bildung, sondern auch geistige Formung auf der Basis des christlichen Menschenbildes und individuelle Förderung erhalten. Schon im Jahr 1995 fand er in der Schwesterngemeinschaft der Franziskanerinnen von Vöcklabruck (Oberösterreich) begeisterte Unterstützerinnen für die Gründung der Schule. Auf der Suche nach einem Nachfolger als Direktor der Schule kontaktierte er die Gemeinschaft der Diener Jesu und Mariens (SJM) aus Blindenmarkt (Niederösterreich), die seit dem Jahr 2000 zusammen mit den Schwestern die geistige und finanzielle Verantwortung für das Projekt übernahm. Eine rege Bautätigkeit mit viel Unterstützung durch die lokale Bevölkerung und aus dem Ausland konnte die verwahrlosten kommunalen Gebäude für schulische Zwecke instandsetzen.

Die beiden Ordensgemeinschaften sind weiterhin vor Ort präsent: Sr. Kunigunde Fürst und Sr. Agnes Mairhofer von den Franziskanerinnen engagieren sich im Deutschunterricht, während P. Leopold Kropfreiter (SJM) als Verwaltungsdirektor das gesamte Projekt leitet. Alle Ausgaben, die über das Monatsbudget hinausgehen, werden in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen, Freunden und Förderern des Projekts bewältigt, auch eine freiwillige Mitarbeit ist über die Franziskanerinnen möglich. Etwa 100 Schüler, die aus ärmeren oder schwierigen Verhältnissen kommen, können über Ermäßigungen (Patenschaften) dennoch die Schule besuchen. Die Pädagogik orientiert sich an den Eigenheiten der jeweiligen Persönlichkeit der Kinder. Im Zentrum steht der junge Mensch als freie, von Gott geschaffene, einzigartige Person. Seine Entfaltung soll nicht nur intellektuell durch Wissensvermittlung, sondern auch durch wertorientierte Formung und individuelle Talentförderung erfolgen, wobei die psychologische und emotionale Entwicklung wie auch der soziale Kontext berücksichtigt werden. Ziel ist ein selbständiges Leben in Würde, in dem der Mensch seiner Familie, dem Land und sich selbst dienen kann. „Das beste Fundament für jedes Leben sind die Wahrheit und die Liebe“ ist das geistliche Testament, das der Gründer P. Gawol seinen Nachfolgern hinterließ.

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  7. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  10. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  15. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz