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Erzbischöfe: Ostern ist Friedensauftrag in friedloser Welt

10. April 2023 in Österreich, 2 Lesermeinungen
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"Halte mich nicht fest": Worte Jesu an Maria von Magdala standen im Zentrum der Predigten von Kardinal Schönborn und Erzbischof Lackner am Ostersonntag.


Wien (kath.net/ KAP)
Den mit dem Osterglauben verbundenen Friedensauftrag haben Erzbischof Franz Lackner und Kardinal Christoph Schönborn in ihren Predigten am Ostersonntag betont. "Als Auferstehungschristen haben wir den Auftrag in der Welt da zu sein, Zeuge zu sein, und uns nicht damit abzufinden, wenn wenige hundert Kilometer von uns ein furchtbarer Angriffskrieg im Gange ist", sagte Erzbischof Lackner beim Gottesdienst im Salzburger Dom. Wie die Frauen damals am Kreuz Jesu ausharrten, so sei es der Auftrag der Christen, "auf den heutigen Hügeln der Nöte auszuharren - bittend und helfend da zu sein und Frieden zu stiften". Dies sei "unser Glaube, unsere Hoffnung, unsere Mission", so Lackner.


Auf den lebensverändernden Kern der Botschaft von der Auferstehung verwies indes Kardinal Schönborn in seiner Predigt im Wiener Stephansdom. Paulus könne nur deshalb so energisch sagen "Wenn Christus nicht auferweckt ist, ist euer Glaube sinnlos" (1 Kor 15,13-14), weil er eben dies erlebt hat: die verändernde Kraft der Erfahrung des Auferstandenen. Diese Erfahrung habe das Leben und Verhalten der Apostel grundlegend umgekrempelt: "Sie waren niedergeschlagen, ängstlich - und jetzt werden sie mutig, gehen hinaus, trauen sich von dem zu erzählen, was sie erlebt haben."

Im Zentrum beider Predigten stand - unabhängig voneinander - ein Wort Jesu, das dieser an die trauernde Maria von Magdala richtete und von dem das Evangelium berichtet: "Halte mich nicht fest!" (Joh 20, 17) Dies sei kein Wort der Ausgrenzung und Abweisung, so Schönborn, sondern entspreche einer Erfahrung, die Menschen bis heute machten: "Man kann Jesus nicht dingfest machen. Wir besitzen ihn nicht. Aber ich kann sagen: Ich gehöre zu ihm."

Erzbischof Lackner indes deutete die Worte Jesu als Mahnung, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und Ansprüche zu stellen. Wenn Jesus sich diesen an ihn herangetragenen Vorstellungen und Erwartungen entzieht, so werde darin der allem Verstehen, Erklären und Erzählen vorausgehende Akt des Glaubens sichtbar. In ihrem Ausharren am leeren Grab zeige Maria von Magdala dies eindrucksvoll auf: "Auferstehungsglaube bedeutet, Gott nahe zu bleiben, auch wenn dieser menschenfreundliche Gott bei den Menschen zunehmend an Bedeutung verliert", so Lackner.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 10. April 2023 

Unser Friedensauftrag

«Frieden hinterlasse ich euch, MEINEN Frieden gebe ich euch; NICHT einen Frieden WIE DIE WWELT IHN GIBT, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.» (Joh 14,27)
Wie oft verwechseln wir nicht den Frieden, den die Welt uns geben könnte, wenn … , mit jenem Frieden, den Christus unser Erlöser uns gebracht hat, und den wir immer zuerst leben und in unsere Welt bringen müssten, den Frieden mit Gott. Wenn es in der Schrift heisst, der Herr sei gekommen um «sein Volk von seinen Sünden erlösen», (Mt 1,21) ist dann die Erlösung aus Sünde und Schuld nicht jener grundlegende Friede, ohne den der Friede im Hier und Jetzt keine Chance hat, sich durchzusetzen?
«Lasst Euch mit Gott versöhnen!» Einen anderen Weg zum Frieden gibt es nicht.


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 joh14,6 10. April 2023 
 

Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend ...

Lk 24,29ff
Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben..

Lk 24,26f
Musste nicht der Messias all das erleiden,um so in seine Herrlichkeit zu gelangen ?
Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.

Lk 24,32
Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss ?

Gesegneten Osterspaziergang !
Emmaus

images.app.goo.gl/KUo5iouf7w9GqfQt8


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