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Als Apostel in einer apostolischen Kirche

15. März 2023 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus: wenn die Kirche im Glaubensbekenntnis apostolisch genannt wird, bedeute das, dass wir alle teilhaben an dieser Berufung und Sendung der Apostel. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Danach suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.[1] 2 Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!“ (Lk 10,1-2).

Neunte Generalaudienz 2023. Papst Franziskus setzte seine Katechesenreihe unter dem Thema „Eine Leidenschaft für die Evangelisierung“ fort. Die siebte Katechese war dem Thema gewidmet: „Das Zweite Vatikanische Konzil. Als Apostel in einer apostolischen Kirche“.

Das Wort „apostolisch“ lasse uns zunächst an die zwölf Apostel denken, die Jesus berufen hatte, bei ihm zu sein und ihm nachzufolgen – „und die er dann schließlich, ausgestattet mit der Gabe des Heiligen Geistes, aussandte, allen die frohe Botschaft zu verkünden“.

Wenn die Kirche im Glaubensbekenntnis „apostolisch“ genannt werde, bedeute das, dass wir alle teilhaben an dieser Berufung und Sendung der Apostel. So sage das Zweite Vatikanische Konzil: „Die christliche Berufung […] ist ihrem Wesen nach auch eine Berufung zum Apostolat“ (Dekret Apostolicam actuositatem, 2). Wir hätten eine gemeinsame Sendung, die sich jedoch in verschiedenen Ämtern und Diensten vollziehe.


„Wenn auch einige nach Gottes Willen als Lehrer, Ausspender der Geheimnisse und Hirten für die anderen bestellt sind, so waltet doch unter allen eine wahre Gleichheit in der allen Gläubigen gemeinsamen Würde und Tätigkeit zum Aufbau des Leibes Christi“ (Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 32). Alle seien wir eingeladen, immer tiefer zu ergründen, auf welche Art und Weise wir Apostel in einer apostolischen Kirche sein könnten.

Die Erfahrung der Zwölf und das Zeugnis des Paulus forderten auch uns heute heraus: „sie laden uns ein, unsere Haltung, unsere Wahl, unsere Entscheidungen anhand dieser Feststellungen zu überprüfen: alles hängt von einem unentgeltlichen Ruf Gottes ab. Gott erwählt uns auch für Dienste, die manchmal unsere Fähigkeiten zu übersteigen scheinen oder nicht unseren Erwartungen entsprechen; der Ruf, den wir als unentgeltliche Gabe erhalten, muss unentgeltlich beantwortet werden“.

Es sei dies ein Ruf, der sowohl diejenigen, die das Weihesakrament empfangen haben, als auch alle gläubigen Laien betreffe. Und es sei ein Ruf, der sie dazu befähigt, ihre apostolische Aufgabe aktiv und kreativ zu erfüllen, in einer Kirche, in der es „eine Vielfalt des Dienstes, aber eine Einheit der Sendung“ gebe. Den Aposteln und ihren Nachfolgern sei von Christus das Amt übertragen worden, in seinem Namen und mit seiner Vollmacht zu lehren, zu regieren und zu heiligen. Aber auch die Laien hätten als Teilhaber am priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt Christi innerhalb der Sendung des ganzen Gottesvolkes ihre eigene Aufgabe in der Kirche und in der Welt.

Im Rahmen der Einheit der Sendung dürfe die Vielfalt der Charismen und Ämter innerhalb des kirchlichen Leibes nicht zu privilegierten Kategorien führen. Sie dürfe auch nicht als Vorwand für Formen der Ungleichheit dienen, die in Christus und in der Kirche keinen Platz hätten. Denn auch wenn „die einen nach dem Willen Christi selbst als Lehrer, Spender der Geheimnisse und Hirten für die anderen eingesetzt ssind, so besteht doch unter allen eine wahre Gleichheit hinsichtlich der Würde und des gemeinsamen Wirkens aller Gläubigen beim Aufbau des Leibes Christi“ (vgl. LG, 32).

Die gestellte Frage nach der Gleichheit in der Würde fordere uns auf, viele Aspekte unserer Beziehungen, die für die Evangelisierung entscheidend seien, zu überdenken: „Sind wir uns zum Beispiel bewusst, dass wir mit unseren Worten die Würde der Menschen verletzen und damit die Beziehungen zerstören können? Versuchen wir zwar, mit der Welt in Dialog zu treten, aber wissen wir auch, wie wir als Gläubige untereinander in Dialog treten können? Ist unsere Rede transparent, aufrichtig und positiv, oder ist sie undurchsichtig, zweideutig und negativ? Besteht die Bereitschaft zum direkten Dialog, von Angesicht zu Angesicht, oder senden wir Botschaften über Mittelsmänner? Wissen wir zuzuhören, um die Gründe des anderen zu verstehen, oder drängen wir uns auf, vielleicht sogar mit sanften Worten?“. Wir dürften uns nicht scheuen, uns diese Fragen zu stellen: „sie können uns helfen, die Art und Weise zu überprüfen, wie wir unsere Berufung aus der Taufe leben, unsere Art, Apostel in einer apostolischen Kirche zu sein“.

Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Herzlich grüße ich die Pilger deutscher Sprache. Bitten wir hier an den Gräbern der Apostel um die Gnade, das Evangelium Jesu Christi nach ihrem Beispiel kraftvoll und treu zu bezeugen – zum Heil der Menschen und zur größeren Ehre Gottes.

 


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Lesermeinungen

 lesa 16. März 2023 

Jesus führte nicht immer einen Dialog

Die Besonderheit und gegenseitige Zuordnung von Weihepriestertum und Priestertum aller Getauften hat der Heilige Vater m.E.hier sehr schön erklärt.
Nur ist der letzte Teil über den "Dialog" jedenfalls nicht auf die Situation des synodalen WEges in Deutschland anwendbar. Hoffentlich hat er das nicht gemeint. Wir wollen es nicht annehmen, sonst müsste man verzweifeln. Es hieße nämlich, dass er die Situation nicht erfasst und die Herde träumend den Wölfen zum Fraß überlässt.
Die Agenda des synodalen Weges ist so sehr der Offenbarung Gottes und der Lehre der Kirche entgegengesetzt, dass Jesus nicht einen Dialog geführt, sondern sofort, wie zu Petrus gesagt hätte: "Weiche, Satan, du denkst nicht, was Gott will, sondern was die Menschen wollen."
Demenstsprechend gab es, Berichten jener zufolge, die den synodalen Weg endlich verlassen haben, kein Zuhören seitens der Synodalen, sondern ihre Einwände wurden sofort abgewürgt oder etikettiert. Sofort kam die "Machtkeule"


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 Ad Verbum Tuum 15. März 2023 

2. Vatikanum

... wie heißt es in einem der Konzilstexte so schön: "Die Laien sind gesandt zur Heiligung der Welt..".
Nachdem ich das Konzil davor nur durch Pastoralreferenten im Sinne des "Geistes des Konzils" kennengelernt hatte, hat mich der zitierte Halbsatz sehr betroffen gemacht.
Ja, dazu sind wir Laien gesandt und das zu verwirklichen braucht Mut und Kraft und Ausdauer - den Kampf um kirchl. Macht sollten wir also erst beginnen, wenn wir diese Aufgabe erfolgreich beendet haben ... (also nie).
Zeugnis geben, die Menschen zu Gott hin ziehen, im Alltag - oh Mann ist das schwer ...


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