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Ich bin traurig – Von Zerrbildern und Falschdarstellungen des „deutschen“ Papstes

6. Jänner 2023 in Kommentar, 31 Lesermeinungen
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"Ich bin enttäsucht, wie in unserer Kirche in Deutschland in weiten Teilen mit dem Tod von Benedikt XVI. umgegangen wird. Das ist kein neues Gefühl..." Gastkommentar von Susanne Wenzel


Paderborn (kath.net/Neue Katholische Frauenbewegung) In meiner Heimatstadt, die im Erzbistum Paderborn liegt, gibt es zwei große Pastoralverbünde mit insgesamt 8 Kirchen. Seit Tagen bin ich verzweifelt auf der Suche nach Informationen, ob ein Requiem für Benedikt XVI. gefeiert wird oder wenigstens die Kirchen zum Gebet geöffnet sind. Alles ist verriegelt und verrammelt, wie man so sagt. Nicht einmal ein Aushang mit einem Gebetsbild o. ä. ist an unseren Kirchen zu finden. Stattdessen ganz wichtige Hinweise zum „verantwortungsbewussten Temperieren von Gotteshäusern“. Der Tod des emeritierten Papstes verliert gegen die Weihnachtsferien. Weihnachtsferien? Gibt es das in der Kirche überhaupt? In der neuen deutschen Kirche mit den ganzen synodalen Irrungen und den Maria 2.0ern ist das offenbar die neue Form der Verkündigung und Seelsorge. Oder ist das diese „Work-Life-Balance“, von der neuerdings alle reden? Egal. Hauptsache, die Regenbogenfahnen wehen im Wind der Zeit.

Und während ich mit meinem Mann im Auto unterwegs bin, spüre ich diese Mischung aus Trauer, Traurigkeit und Ärger, die sich in den letzten Tagen immer weiter in mir ausbreitet. Darüber, wie in unserer Kirche in Deutschland in weiten Teilen mit dem Tod von Benedikt XVI. umgegangen wird und auch darüber, wie in vielen Kommentaren, Diskussionen, Beiträgen und schnell gedrehten oder bereits vorbereiteten Filmchen dieser Theologe und Papst – und auch der Mensch – behandelt wird. Es geht mir nicht um eine wütende Generalabrechnung. Ich bin einfach traurig und enttäuscht. Dass ich mich oft für den Umgang mit Benedikt in Deutschland geschämt habe in der Vergangenheit, ist kein neues Gefühl. Ich war es – wie wahrscheinlich auch viele andere  – gewohnt, dass ich von Katholiken aus dem Ausland seit 2005 immer mal empört gefragt wurde „Wie geht Ihr eigentlich mit unserem Papst in Deutschland um?“ und „Wie könnt Ihr einen von Euch nur immer wieder so heruntermachen?“.


Seit Tagen habe ich einen Satz von Gabriele Kuby im Ohr, den sie 2013 anlässlich des Rücktrittes von Papst Benedikt XVI. geschrieben hat: „Wie schade, dass wir [die Deutschen] die Chance verpasst haben, uns an diesem großen Papst aufzurichten“.  Dieser Satz gilt heute ebenso wie damals.

Vor einigen Jahren war ich einige Tage in Polen in Westpommern, also weit weg von Heimat- und Wirkungsstätten Karol Wojtylas, aber ich war freudig überrascht, dass offenbar gefühlt in jeder Stadt, in die ich kam, ein Denkmal steht oder zumindest an einer Kirche eine Plakette mit seinem Konterfei angebracht wurde. Wie sehr beneide ich die Polen, die bis heute stolz sind auf „ihren“ Johannes Paul II..

Und dann sehe und höre ich – vornehmlich in den Anstalten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – die Kommentare und Wortmeldungen der letzten Tage seit dem Heimgang unseres lieben Papa emeritus. Angefangen am Samstag, unmittelbar nach der Nachrichtenmeldung vom Tod des Papstes, im Radio-Kommentar natürlich der Hinweis auf „Hitlers Flakhelfer“, ganz so, als habe ihn Adolf persönlich ausgewählt. In diesem Stil ging es vielfach weiter. Die Rede war vom „umstrittenen Intellektuellen“, der „irritierend“ gewesen sei und so weiter und so fort. Man mag schon gar nicht mehr zuhören.

Wie wenig wird in Deutschland beachtet, dass die ganze Welt derzeit über die immense Bedeutung des Theologen Ratzinger spricht, während deutsche Kritikaster den Rücktritt als „große Leistung“ sehen. Ja, nicht einmal im Tod können sie ihn ertragen und echauffieren sich über die offene Aufbahrung seines Leichnams im Petersdom. Man versucht, einen „Gescheiterten“ aus ihm zu machen, nicht nur als Papst, auch als Emeritus, wie ein „ehemaliger Assistent und späterer Freund“ zitiert wird. Er habe mit seinen Wortmeldungen Franziskus immer wieder „dazwischen gegrätscht“, heißt es. Sind das Behauptungen wider besseres Wissen oder schon bösartige Unterstellungen? In seinem Aufsatz zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche, der unter dem Titel „Ja, es gibt Sünde in der Kirche“ auch als Büchlein erschienen ist, schreibt Benedikt XVI., „Nach Kontakten mit Staatssekretär Kardinal Parolin und dem Heiligen Vater selbst scheint es mir richtig, den so entstandenen Text im „Klerusblatt“ zu veröffentlichen“. Die Fakten sprechen also wieder eine andere Sprache.

Aber damit nicht genug. Ja, es scheint mir sogar, dass man nun gerne den gesamten Schmutz des Missbrauchs auf Benedikt abladen will. Man bezichtigt ihn der Vertuschung und der Lüge, obwohl auch hier die Fakten offen und für jeden erreichbar auf dem Tisch liegen, u. a. nachlesbar in Seewalds großer Biografie, immerhin ein Spiegel-Bestseller. Dieselbe Kampagne, die man – eingeleitet mit Hochhuths „Stellvertreter“ – gegen Pius XII. so erfolgreich gefahren hat, versucht man nun auf Benedikt und den Missbrauch anzuwenden: „Er hat es gewusst und nichts getan bzw. aktiv vertuscht „. Wir sind aufgerufen, uns als Zeitgenossen an die Seite der unmittelbaren Zeitzeugen zu stellen, die den Papst auf seinem Weg begleitet haben und unermüdlich in den vergangenen Tagen Zeugnis von der Person Joseph Ratzingers und dessen Wirken und Werk abgelegt haben. Auch Schriften wie das wertvolle Dossier der Tagespost Stiftung „Der Wegbereiter“ , das auch den oben zitierten von Benedikt verfassten Aufsatz enthält, helfen dabei.

Es ist beschämend und peinlich, wie Deutschland mit diesem großen Papst und Kirchenlehrer umgeht.  Aber seine Verfolger und Kritiker, die sich in „sprungbereiter Feindseligkeit“ nun noch einmal erheben, irren sich. Deutschland ist für die Bewertung dieses Mannes und seines bedeutenden Werkes nicht maßgeblich. Und in 200 Jahren wird man immer noch über den Kirchenlehrer Benedikt XVI., diesen „Mozart der Theologie“, sprechen, während von all jenen, die nun tief im Unterirdischen schöpfen, niemand mehr etwas weiß und ihre Artikel mit den Zerrbildern und Falschdarstellungen längst vergessen sind.

Dieser Gedanke lässt mich ruhig werden. Und ganz in diesem Sinne habe ich gerade heute Nachmittag noch das kleine Büchlein „Bilder der Hoffnung – Wanderungen durch das Kirchenjahr“ von Kardinal Ratzinger herausgeholt und an der Krippe seine Betrachtung zu Weihnachten, „Ochs und Esel an der Krippe“, gelesen und mich noch einmal an der Schönheit und Klarheit seiner Gedanken erfreut, mit denen er uns hier in das Weihnachtsgeheimnis einführt und beschreibt, wie Gott eben Ochs und Esel Augen und Ohren geöffnet hat, damit sie IHN erkennen.


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Lesermeinungen

 ottokar 8. Jänner 2023 
 

Eines ist ganz sicher:

All der Schmutz, die Lügen, Beleidigungen oder Unterstellungen, die sich jetzt nach seinem Tod erneut in Deutschland, auch von geistlichen Herren, über den heilign Papst Benetikt XVI ausgebreiten, tun uns sehr weh. Aber unser Benedikt ist doch jetzt beim Herrgott ,in seinem so ersehnten Himmel und dort treffen ihn keine irdischen Pfeile mehr. Deshalb können wir es uns erlauben die Spötter laut zu verlachen. Wir haben jetzt einen mächtigen Fürsprecher im Himmel für unsere gequälte Kirche ,der, da bin ich sicher, noch sehr viel Gutes für unsere Kirche bewegen wird, was die jetzt lebenden Spötter verstummen lassen wird.In einigen Jahrzehnten spricht niemand mehr über die Bätzings, Marxens und Konsorten, aber über den Kirchenlehrer Ratzinger sive Papst BenetiktXVI wird man dann hochachtungsvoll schreiben und sprechen.Man wird ihn verehren und um seine Fürbitte bitten.


3
 
 Palmsonntag 8. Jänner 2023 
 

Ich bin auch sehr traurig ! -- Zur Person von Michael Seewald,

geboren 1987,verweise ich auf seinen Wikipedia-Artikel: wikipedia.org/wiki/Michael_Seewald.

Diesem ist u.a. zu entnehmen, daß er auch in Tübingen studiert hat (bei Hans Küng?),
aber auch, daß er mit dem Heinz-Maier-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet worden ist und ebenfalls Stipendiat/Fellow des Wissenschaftskollegs in Berlin war.

Das sind in den Geisteswissenschaften hohe Auszeichnungen, insoweit befindet sich der Münsteraner Dogmatiker wissenschaftspolitisch auf einem herausgehobenen Niveau. Von dieser “hohen Warte” aus scheint er nun zu glauben, alles (besser und richtiger) beurteilen und werten zu können. – Ich hoffe, daß er irrt bzw. daß er mit dem Ablauf der Zeit eines besseren belehrt werden wird.

Insofern sollen Kardinal Koch und andere sehr forciert u.a. die “Erhebung von Benedikt XVI zum Kirchenlehrer” vorantreiben!


0
 
 mameschnue 8. Jänner 2023 

Requiem

Bekanntlich herrscht auch in weiten Teilen der katholischen Kirche der Schweiz der Geist des (sechsfarbigen!) Regenbogens und des "Synodalen Weges". Trotzdem brauchte ich in unmittelbarer Umgebung meines Wohnortes nicht lange nach einem feierlichen Requiem für den verstorbenen Papst Benedikt zu suchen: Die beiden Benediktinerklöster Einsiedeln und Uznach erwiesen so dem grossen Theologen und herzensguten Papst die letzte Ehre. Abt Emmanuel vom Kloster St. Othmarsberg bei Uznach, einer Gründung der Missionsbenediktiner von St. Ottilien bei München, würdigte den Verstorbenen in einer ergreifenden Predigt und verteidigte ihn vehement gegen die Vorwürfe, die im Zusammenhang mit der Missbrauchsproblematik gegen ihn erhoben wurden.


3
 
 Palmsonntag 7. Jänner 2023 
 

zu Köln ....

gehört auch der sprichwörtliche rheinische Humor.

Viele Katholiken, die treu zur Kirche stehen, bezeichnen sich als "rheinisch-katholisch"!

P.S. Ich habe einige Jahre im Rheinland gelebt: Der Karneval gehört essentiell zum rheinischen/Kölner Wesen.


1
 
 SalvatoreMio 7. Jänner 2023 
 

Karnelvals"gottesdienst"

@Patroklos: ich teile Ihre Ansicht, doch ehe man diesbezüglich in Köln etwas begreift oder sich umstimmen lässt, muss wohl die Welt zusammenbrechen.


3
 
 Patroklos 6. Jänner 2023 
 

Karnelvals"gottesdienst"

Egal ob am Vorabend der Beisetzung Papst Benedikts XVI., was natürlich zusätzlich noch eine Pietätlosigkeit darstellt, oder zu einem anderen Zeitpunkt: Eine karnevalistische Veranstaltung, auch wenn sie als "Wortgottesdienst" getarnt ist, hat in einer Kirche nichts verloren.
@Schott
Absagen kann man immer etwas, man muß nur wollen. Was für Veranstaltungen sind schon wegen Endspielen einer Fußball- WM verschoben worden! Aber tröstlich, daß es dann wenigstens noch ein Requiem geben wird. Hoffentlich schöner als das in Rom...


5
 
 lesa 6. Jänner 2023 

Augenfällige Schlagzeilen sind laut, spiegeln aber nicht unbedingt die Realität.

@fenstergucker: Traurig. Aber nicht alle Medien. Z.B. unsere Tageszeitung (Österr.)hat tagelang feinfühlig und sachlich, ohne jeglichen Seitenhieb, berichtet und Niveau und Taktgefühl bewiesen. Nicht wenige Leser wissen das zu schätzen.
Die unguten, lichtscheuen Verhaltensweisen, die hier zur Sprache kommen, beweisen eine weit verbreitete geistige Unfähigkeit und Verarmung, gepaart mit Selbstüberschätzung. Außerdem: "Der Kampf geht nicht gegen Fleisch und Blut" (Eph 6).
TRauer und Dankbarkeit ist allerdings im Volk sicher viel mehr vorhanden, als augenfällige Schlagzeilen und "Verlautbarungen" von gewissen Stimmungsmachern "mit Deutungshoheit trotz weitgehender Ahnungslosigkeit" vermuten lassen. Geräte haben Knöpfe. Man kann sie entweder gleich gar nicht einschalten oder rechtzeitig abschalten.
Trotzdem: Gut, dass Frau Wenzel dagt, wie es ihr geht. Vielleicht denkt doch einer einmal nach, ehe er seinen Lebensfrust öffentlich ausagiert.


6
 
 gebsy 6. Jänner 2023 

Vergelt's Gott!

"Wie wenig wird in Deutschland beachtet, dass die ganze Welt derzeit über die immense Bedeutung des Theologen Ratzinger spricht, während deutsche Kritikaster den Rücktritt als „große Leistung“ sehen."
Wem ist HANS KÜNG noch geläufig?


5
 
 Chkhp 6. Jänner 2023 
 

Dazu fällt mir die Klage über Jerusalem ein

"Wenn doch an diesem Tag auch du es erkenntest, was zum Frieden dient. Nun aber ist es verborgen vor deinen Augen. Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufwerfen und dich einschließen und bedrängen werden von allen Seiten. Sie werden dich niedermachen und deine Kinder in dir und nicht Stein auf Stein lassen in dir, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast".
Wenn ich diesen Beitrag hier lese, denke ich,welche große Gnade der liebe Gott uns mit diesem wahrhaftig Heiligen Vater Benedikt XVI doch geschenkt hat. Aber sehr viele in Deutschland wollten diese Gnade eben nicht annehmen. Sehr traurig.


6
 
 Benediktus2018 6. Jänner 2023 
 

Ein Kommentar von Herzen

Es ist tröstlich, solche Kommentare zu lesen. Wir erinnern uns an die Worte von Kardinal Meisner: „Ich schäme mich geradezu als deutscher Katholik zu erleben, wie wenig Papst Benedikt XVI. geachtet wurde. Man wußte nicht, welchen Schatz im Acker wir mit diesem Papst hatten.“ In diese Klage bezieht Meisner einen Großteil seiner sogenannten Amtskollegen ein. Dass sie, sehr geehrte Frau Wenzel, vom Zustand der Kirche im Erzbistum Paderborn enttäuscht sind, ist nachzuvollziehen, denn Paderborn ist in Bezug auf den synodalen Irrweg zu einem reinen Mitläufer-Bistum geworden und soll es wohl auch in Zukunft bleiben. Jedenfalls kann man nicht behaupten, dass Benedikt XVI. hier noch einen erkennbaren „Stützpunkt“ gehabt hätte.

Vielen Dank für diesen Kommentar, der der Stimme der Betenden Ausdruck verleiht!


8
 
 SalvatoreMio 6. Jänner 2023 
 

Karnevalgottesdienst im Kölner Dom

Wie es aussieht, war es wenigstens keine Eucharistiefeier, sondern eine Wortgottesfeier, und man kommt - vielleicht ungerechterweise - schnell auf den Gedanken: "Selbstdarstellungen im Karnevalskostüm".


3
 
 tieviekath 6. Jänner 2023 
 

Zu „Ich bin traurig …..“

Ich habe sehr verschiedene Erfahrungen gemacht. In einer Jahresabschlussmesse hat ein offensichtlich feindseliger und subtil vorgehender Priester geäußert, dass der Hl. Sylvester der bekannteste Papst in Dt. sei. Es war noch nicht einmal die Zeit für ein gemeinsames Vater Unser da. Dann durfte ich aber erfreulicherweise erfahren, dass der Dechant Benedikt XVI. Mehrfach würdigte. - Vielen Dank für den Artikel


6
 
 Zeitzeuge 6. Jänner 2023 
 

Berichtigung: Altbischof Jousten ist 2021 verstorben, nach meinen

Recherchen weilt aber dessen Vorgänger,
Msgr. Houssian (1924) noch unter den Lebenden!


3
 
 Schott 6. Jänner 2023 
 

Requiem in Köln

Thomasius: Der Karnevalsgottesdienst war vermutlich schon lange geplant und konnte nicht mehr abgesagt werden. Morgen, 7. Januar, wird es im Kölner Dom ein Pontifikalrequiem für Papst em. Benedikt geben. Dieses wird mit Sicherheit sehr würdig gefeiert werden.


7
 
 Zeitzeuge 6. Jänner 2023 
 

Liebe SalvatoreMio und Chris2, wie wohltuend hebt sich dann doch im

Vergleich zu Deutschland die Predigt des Bischofs
von Lüttich, Msgr. Delville (1951) ab, vgl. Link,
besonders einfühlend ist der kleine Abschnitt
"La Tradition contra la banalité"........!

Das Bistum Lüttich hat nach meiner Kenntnis eine
Besonderheit aufzuweisen, neben Msgr. Delville
gibt es noch den "Altbischof" Msgr. Jousten (1937)
und den "Uraltbischof" Houssian (1924).

www.evechedeliege.be/article/homelie-pour-la-messe-en-memoire-du-pape-emerite-benoit-xvi-cathedrale-saint-paul-de-liege-04-01-2023/


4
 
 SalvatoreMio 6. Jänner 2023 
 

Christus, der über Deutschland weint

@Hängematte: was sollte er denn sonst wohl tun? Er weint gewiss auch mit uns, denn er weiß, wie uns zumute ist, und das nicht erst seit wenigen Tagen.


4
 
 723Mac 6. Jänner 2023 
 

@Adamo

wir uns auch sehr dass auch bei uns ein weiteres Requiem für Papst Emeritus in der alten Ordnung des RR (=alte Messe) demnächst gelesen wird

Ich gebe den Namen der Stadt nicht, da wir momentan lediglich über eine kleine ehemalige FriedhofsKirche verfügen und es kann sein dass nicht alle unsere ordentliche Besucher einen Platz ergattern

Ich kann alle auch ermuntern auch Jahrestage vom Geburtstag ,vom Tag der Priesterweihe vom TAg der Wahl zum Papst vom großen deutschen Papst in eigener Gemeinde zu feiern.

_Selbstverständlich eine Heilige Messe wäre ideal, aber in den Pfarren ohne Priester selbst Rosenkranzandacht +Mariensingen wäre schön


5
 
 Hängematte 6. Jänner 2023 
 

Kann das sein "Dominus flevit",

dass Jesus über Deutschland weint?


6
 
 Adamo 6. Jänner 2023 
 

Wir freuen uns sehr,

daß am Sonntag dem 8.1.23 in unserer Stadt an der Schweizer Grenze ein Requiem für den verstorbenen erem.Papst Benedikt XVI. gefeiert wird.

Die hier vorgetragenen Kommentare beelenden mich sehr, wie nach dem Tod von unserem erem. Papst Benedikt umgegangen wird, mit den Zerrbildern und Falschmeldungen in Deutschland.

An diesen Kommentaren kann doch jeder den miserablen Erfolg des sog."Synodalen Weges" mit dem Vorsitzenden Bf.Bätzing erkennen.

Die richtige Antwort lautet: "SANTO SUBITO"!


7
 
 Everard 6. Jänner 2023 
 

Ein sehr guter Beitrag

Es gibt aber noch einen Aspekt. Mangels der schlechten Ausbildung an den Gymnasien, wo doch nun viel weniger auf Wissensvermittlung wert gelegt wird sondern alles "diskutiert" und "kritisch hinterfragt" werden muß, fehlt bei vielen der Journalisten mittlerweile der Hintergrund um solche Themen wie Benedikt XVI/Papsttum etc etc überhaupt adequat behandeln zu können. Mir ist das gestern bei diversen Kommentatoren im TV aufgefallen. Beim Ableben der Königin Elizabeth II. war es genauso schlimm und garstig.
Interessanterweise ist der deutsche Journalismus noch relativ gut wenn es um wichtige lokale Persönlichkeiten geht. z.B. war die Berichterstattung über den im Frühsommer verstorbenen Herzog Karl v. Württemberg und den zwei Tage vor Benedikt XVI. verstorbenen Markgrafen Max v. Baden sehr informativ und wohlwollend. Der tiefe Bezug beider hohen Herren zum Glauben und Kirchlichkeit wurde eher geradezu positiv hervorgehoben.


6
 
 Dottrina 6. Jänner 2023 
 

Danke, Frau Wenzel,

Sie sprechen mir aus der Seele. Dieses Nachtreten gegen einen heiligen Mann wie unseren Benedetto widert mich unendlich an. Aber im Himmel wird man ihn willkommen heißen und ihn so lieben, wie er es verdient. Er fehlt mir so sehr. Die Hetzer sollten sich allesamt zutiefst schämen!


10
 
 Matthäus 6. Jänner 2023 

In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung

der Neid.

(Arthur Schopenhauer)


7
 
 Vox coelestis 6. Jänner 2023 
 

Die Seinen nahmen ihn nicht auf

Die meisten Journalisten hierzulande wollen einfach "auf Linie" bleiben, nur ja nicht ausscheren aus der allgemein vorgegebenen kritischen Sichtweise gegenüber Benedikt XVI.
In anderen Ländern schüttelt man den Kopf über eine solch abgeneigte Haltung im Heimatland des Papstes.
Aber eine stets auf Protestieren, Kritisieren und Besserwissen ausgerichtete Mentalität im Land der Reformation kann und will einen solch heiligmäßigen Papst nicht verstehen, geschweige denn seine großartige Theologie sich zu eigen machen.
Quo vadis armes Deutschland!


9
 
 physicus 6. Jänner 2023 
 

Und die DBK?

Leider kommt auch hier das Versagen der aktuellen DBK-Leitung zum Ausdruck, die scheinbar kein Interesse daran hat, ernsthaft gegen diese Falschdarstellungen und Zerrbilder anzugehen.


8
 
 Thomasus 6. Jänner 2023 
 

Requiem

Statt Requiem feierte man Im Kölner Dom am Vorabend der Beisetzung von Erm. Papst Benedikt einen Karnevalgottesdienst.
Da hat man keine Worte mehr. Armes Deutschland.


6
 
 Chris2 6. Jänner 2023 
 

Ja, wer um korrekte Wandlungsworte bittet*

oder der Liturgie vieler Jahrhunderte wieder einen Platz in der Kirche bereitet, der kann ja nur ein "Panzerkardinal" sein. Wie erbärmlich, wenn selbst Bischöfe meinen, unmittelbar nach dem Tod dieses großen Papstes in Nebensätzen nachtreten zu müssen...
* seit über 50 Jahren wird in der Hl. Messe im deutschsprachigen Raum "pro multis" (für viele) fälschlich mit "für alle" übersetzt. Sicher wollte Christus für alle sterben, aber niemand wird "zwangserlöst", was das deutsche Formular suggeriert, zumal es fast keine Sünden mehr kennt, sondern fast nur noch die ominöse und ebenfalls tendenziös falsch übersetzte "Sünde der Welt"...


9
 
 petrafel 6. Jänner 2023 
 

Geht mir auch so

Mir geht es da ähnlich wie Frau Wenzel. Diese Traurigkeit begleitet mich auch seit Tagen. Man ist es als gläubiger Mensch ja inzwischen gewöhnt, dass man von Seiten der Medien ständig mit Beleidigungen und Unwahrheiten drangsaliert wird. Aber in den letzten Tagen war es wirklich schlimm. Der erste Beitrag, den ich zu Papst Benedikts Tod im Radio gehört habe, enthielt nicht eine einzige wohlwollende Formulierung, vom Tonfall ganz zu schweigen. Danach dachte ich: Jetzt werden alle üblichen Verdächtigen noch einmal ihre ganzen Gehässigkeiten und ihr Unwissen und ihre Lügen über diesem großen Mann ausschütten. Und genauso ist es gekommen. Aber ich weiß, dass seine Gedanken und Worte all dies lange überleben werden. Und das tröstet mich dann.


7
 
 SalvatoreMio 6. Jänner 2023 
 

Katholisch.de und der armselige Dogmatiker Michael Seewald

Um das billige Niveau seiner Kritiker noch zu vervollkommnen, beehrt uns schon am 4. Januar der Dogmatiker Seewald auf "katholisch.de" mit seinem Bericht zur Legendenbildung um Benedikt XVI.


5
 
 lakota 6. Jänner 2023 
 

Liebe Frau Wenzel,

ich möchte Ihnen für diesen Beitrag danken und kann nur jedes Wort unterstreichen.

Vielleicht kommt die Bösartigkeit gegenüber Papa Benedikt hier in Deutschland einfach nur daher, daß einige in ihrem tiefsten Innern selbst spüren, wie minderwertig sie gegen diesen großartigen Menschen und Theologen sind.
Von Neid zerfressen, weil sie ihm nicht das Wasser reichen können, schlagen sie um sich.

Aber ich tröste mich mit Ihren Worten:

"Und in 200 Jahren wird man immer noch über den Kirchenlehrer Benedikt XVI., diesen „Mozart der Theologie“, sprechen, während von all jenen, die nun tief im Unterirdischen schöpfen, niemand mehr etwas weiß und ihre Artikel mit den Zerrbildern und Falschdarstellungen längst vergessen sind."


11
 
 fenstergucker 6. Jänner 2023 
 

Schande

Ja, es ist eine Schande wie alle Medien berichtet haben. Selbst in unserer Tageszeitung, die der mittelhessen.de angehört, waren die Berichte negativ. Damit nicht genug, es wurden auch noch die negativen Kommentare aus der Frankfurter Rundschau und der Süddeutschen abgedruckt.


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 München kontra 6. Jänner 2023 
 

Wundervoller Beitrag

Es ist erschütternd, wie in Deutschland mit Papst Benedikt umgegangen wird. Ich kann mich nur den Worten von Frau Susanne Wenzel vollumfänglich anschließen und ihr von Herzen danken.


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