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LGBTQ-Anbiederung – Ralf Schuler hat genug und verläßt „Bild“

15. August 2022 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
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Einer der wichtigsten Mitarbeiter der BILD-Zeitung verlässt den Springer-Verlag. Anlass dazu ist die Anbiederung an die LGBTQ-Community durch die Konzernleitung


Berlin (kath.net)

Ralf Schuler, der bekannte Leiter der Parlamentsredaktion der Bild-Zeitung, wird laut Medienberichten den Springer-Verlag und BILD verlassen, weil Springer sich seiner Meinung nach sich zu sehr bei "sexuellen Minderheiten" der LGBTQ-Community anbiedert. "Daß wir uns gegen ‘religiösen Extremismus und jede Art von Rassismus und sexueller Diskriminierung‘ wenden, ist gut und wichtig. Jedwede Diskriminierung ist von Übel. Sich gegen Diskriminierung zu wenden, bedeutet aber nicht, sich die Agenda der LGBTQ-Bewegung zu eigen zu machen," schreibt er in einem Brief.

Hintergrund für den Schritt ist ein vor einigen Wochen in der Welt veröffentlichter Gastbeitrag einer Autorengruppe, die die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei dem Thema kritisierte. Anschließend schaltete sich Springer-Chef Döpfner ein und positionierte sich gegen den ursprünglichen Gastbeitrag. "Unser Haus steht für Vielfalt", meinte Döpfner und stellte sich doch klar auf die Seite der LGBTQ-Community.


Schuler kritisiert den "stalinistischen Schwulst" in Teilen der Redaktion und betonte, dass das Tolerieren von sexuellen Minderheiten nicht bedeute, dass man fest an der Seite der LGBTQ-Community im eisenharten Kampf für Menschenrechte und gegen Diskriminierung stehen müsse. Er stehe keiner Bewegung ‘fest zur Seite". Dies seit auch grundsätzlich nicht die Aufgabe von Journalisten. Axel Springer produziere laut Schuler "plump-alberne Aufkleber" und verkaufe die sexuelle Orientierung als eine Art hipper Lifestyle ("oh deer – I’m queer") Damit macht man sich zum Banner-Träger einer Bewegung, die einen festen Gesellschaftsentwurf mit Sprach- und Schreibvorschriften anstrebe und glaube berechtigt zu sein, der Mehrheitsgesellschaft einen politischen Kanon bis hin zum Wechsel des Geschlechtseintrags oder Quotierungen diktieren zu können. Man müsse sich mit der Regenbogen-Fahne auch kritisch auseinandersetzen. "Vielleicht bin ich auch aus biographischen Gründen besonders sensibel, wenn sich wieder jemand aufmacht, unter den Schlagworten Diversity und Vielfalt ideologische Gesellschaftsentwürfe anzustreben. Kurz: Ich verteidige jederzeit die Freiheit des Einzelnen, schließe mich aber keinen Kampfgruppen welcher Couleur auch immer an und möchte unter der Regenbogen-Fahne genauso wenig arbeiten, wie unter den Flaggen anderer Bewegungen."


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