Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  8. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  9. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  10. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Irland: Messerangriff auf Messbesucherin
  13. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  14. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  15. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht

Damit verläßt die Dame eindeutig den Boden der Lehre der katholischen Kirche

3. August 2022 in Kommentar, 26 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Gastkommentar von P. Robert Jauch OFM zu den irren Forderung der Präsidentin des ZdK, Stetter-Karp, nach einem flächendeckenden Angebot für Tötung ungeborener Kinder Deutschland


Bonn (kath.net)

Einstens gegründet, um den Laien in der Kirche Deutschlands eine Stimme in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit  zu geben, hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) inzwischen abgewirtschaftet. Eine durchgreifende demokratische Legitimation fehlte von Anfang an. Am Leben gehalten wird es im Wesentlichen durch Geld, das die Bischöfe ihm bewilligen. Und eine der Hauptaufgaben des ZdK, die Durchführung der Katholikentage, hat sich mangels Zuspruch in den letzten Jahren nahezu selbst erledigt.

Das Faß zum Überlaufen brachte kürzlich die Forderung der Präsidentin des ZdK Stetter-Karp nach einem flächendeckenden Angebot für Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland. Damit verläßt die Dame eindeutig den Boden der Lehre der katholischen Kirche. Es hat die Kirche eigentlich ausgezeichnet, daß sie zu den vehementesten Vertretern des Lebensrechts aller, besonders der völlig hilflosen ungeborenen Kinder, gehört. Diese Grundhaltung wurde sogar von denen wahrgenommen und respektiert, die mit dem, christlichen Glauben nicht mehr viel anfangen konnten: Kirche steht für  das Leben ein!  Wer daran rüttelt, macht sich unmöglich.


Nur soll jetzt niemand überrascht tun, denn mit Frau Stetter-Karp waren schon 1999 eine Reihe von katholischen Verbandsvertretern an der Gründung von „Donum vitae“ beteiligt. Papst Johannes-Paul II hatte klarsichtig erkannt, daß kirchliche Einrichtungen keinen Beratungsschein im Schwangerschaftskonflikt als Voraussetzung für die Abtreibung ausstellen dürften. Kirche wird zur Mittäterin, wenn sie offiziell dieses System mitträgt. Caritas und andere kirchliche Organisationen stiegen aus diesem System aus. Ein breitgefächerte Hilfe für Schwangere in Konflikten entwickelte sich mit Angeboten an Beratung, auch ohne Beratungsschein. Papst Johannes Paul II. prägte das Wort von der „Kultur des Todes“, an der Kirche nicht mitwirken darf. Papst  Franziskus spricht bei Abtreibungen unverhohlen von „Auftragsmord“. Kirche, und damit auch das ZdK, sollte der Kultur des Lebens dienen. Gläubige Christen haben für die Schwächsten der Gesellschaft einzutreten, die nicht für sich selbst kämpfen können.

Da mittlerweile sogar in Europa der Anspruch auf Abtreibung zum „Menschenrecht“ erklärt werden soll, wäre ein klares Eintreten der katholischen Laien für das Leben der Ungeborenen und der werdenden Mütter bitter von Nöten.  Katholische Politiker weltweit protegieren den Schwangerschaftsabbruch. In diese Riege diabolischer Verwirrung ist nun auch die ZdK-Präsidentin eingetreten. Sie sollte konsequent zurücktreten. Probleme blieben der Kirche in Deutschland noch genug erhalten.

P. Robert Jauch OFM    


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  13. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  14. Irrtümer über den Jakobsweg
  15. Papst bleibt in Bewegung: Dritter Ausflug von Castel Gandolfo aus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz