Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  13. Beschließen ohne zu entscheiden?
  14. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Das "Menschenrecht" auf Abtreibung

25. Juli 2022 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Die Begründungen, die (bis hin zur ZdK-Präsidentin Stetter Karp) für das Recht (gar das 'Menschenrecht') auf Abtreibung gegeben werden, sind erschütternd schwach." Gastkommentar von Bernhard Meuser


Augsburg (kath.net) Es hat mich mich immer verwundert und erstaunt, dass in der großen linksliberalen Erzählung von der neuen Freiheit zur sexuellen Selbstentfaltung, „Abtreibung“ immer - soll man sagen: todsicher? - dazu gehört, als wäre sonst das Puzzle nicht vollständig. Wer zur neuen Erzählung gehören will, darf nicht aus dem Geleitzug ausscheren; er muss den fundamentalen Artikel im Credo der Sexuellen Revolution mit Blut unterschreiben, muss – horribile dictu - Ja sagen zum Recht, sein Kind töten. Ich frage mich: Ist da niemand, den es davor schaudert, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen? Ich gab mich lange dem Glauben hin, es müssten doch wenigstens die Mütter sein, die es nicht über sich bringen, das Kind unter ihrem Herzen töten zu lassen. Ich bin mir sicher, dass es sie gab und gibt – aber sie sind in der schwächeren Lage, sind häufig erpressbar und der konkreten Bestimmungsmacht des Umfelds und der anonymen Gewalt einer Mentalität ausgeliefert, die damals wie heute über seelische Impulse, Fragen, Zweifel und Bedenken unerbittlich hinweg fährt.


Rational ist die Wiederkehr des menschenfressenden Molochkultes nicht zu erklären. Und die perverse Schraube wird immer noch eine Windung weitergedreht. Nicht nur für „freie Liebe“ darf man nun Kinder töten, nein auch für´s Mutterglück. Nichts Anderes passiert in den Befruchtungslabors, wo Unmengen von Embryonen erzeugt und entsorgt werden, damit eine unfruchtbare Frau – oder ein schwules/lesbisches Paar - zu „ihrem Kind“ kommt. Die Begründungen die - bis hin in verständnisvolle liberalkirchliche Kreise hinein, ja bis hin zu Irme Stetter Karp, der höchsten Laienvertreterin der Katholischen Kirche in Deutschland - für das Recht (gar das „Menschenrecht“) auf Abtreibung gegeben werden, sind erschütternd schwach; sie laufen in der Regel auf  „Selbstbestimmung der Frau“ und Entpersonalisierung des Kindes hinaus. Das Kind im Bauch der Mutter darf kein „Anderer“, kein „Kind“, kein „Jemand“ sein; deshalb ist es ein „werdendes Leben“, ein „Zellhaufen“, ein „Fötus“, eine „Schwangerschaft“, die man „unterbrechen“ kann. Um sie danach fortzusetzen? Die Begründungen geben sich übrigens ausnahmslos „moralisch“.

Ein Freund, der selbst jahrelang Teil der linken Szene war und ihren Umgang mit eigener und fremder Sexualität teilte, brachte den absurden Konnex zwischen der richtigen Weltanschauung und dem Kindertöten auf den Punkt, indem er den systemischen Zusammenhang in den Satz packte: „Für freie Liebe muss man Kinder töten“. Dieser Satz ging mir lange durch den Kopf – so lange, bis ich verstand: Er hat die Sprengkraft, das ganze System auseinanderzunehmen. Er ist die schärfste, denkbare Kritik am Theoriegebäude der Sexuellen Revolution. Er enthüllt seine Inhumanität schon im Ansatz: Kinder sind der unaufgelöste Rest, der weggedrückte Teil im Ganzen von Sexualität. Kinder sind nur dann erwünscht, wenn sie geplant sind; kommen sie als Unverlangtsendung, darf man sie vernichten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  7. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  8. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  9. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz