Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  6. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  13. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  14. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Wissenschaftsministerin Stark-Watzinger kritisiert Humboldt-Universität nach Vortragsabsage

5. Juli 2022 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bundesministerin: „Es darf nicht in der Hand von Aktivisten liegen, welche Positionen gehört werden dürfen und welche nicht“ - Vortrag einer Biologin über „zwei Geschlechter“ wurde von der Uni wegen Gender-Aktivistenaufruf abgesagt


Berlin (kath.net) Mehrere hochrangige Politiker aus FDP und aus der Oppositionspartei CDU kritisierten, dass der Vortrag der Biologin und Doktorantin Marie Vollbrecht mit dem Titel „Geschlecht ist nicht gleich Geschlecht. Sex, Gender und warum es in der Biologie nur zwei Geschlechter gibt“ von der Berliner Humboldt-Universität abgesagt worden war. Die Bildungs- und Wissenschaftsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) positionierte sich gegenüber der Bildzeitung kritisch zur Absage der Humboldt-Universität. Sie sagte: „Es darf nicht in der Hand von Aktivisten liegen, welche Positionen gehört werden dürfen und welche nicht.“ Die Bundesbildungsministerin forderte die Aktivisten dazu auf, die Freiheit der Wissenschaft zu akzeptieren, denn Wissenschaft lebe „von Freiheit und Debatte. Das müssen alle aushalten.“ Gender-Aktivisten hatten im Vorfeld zur Demo gegen diesen Vortrag aufgerufen und hatten postuliert: „An unserer Uni gibt es keinen Platz für Queerfeindlichkeit“. Die Universität hatte daraufhin Sicherheitsbedenken als Grund zur Absage genannt. Ziel des Vortrags war nach Angabe der Bild gewesen zu erklären, warum es nur zwei biologische Geschlechter gebe und dass das biologische Geschlecht und die soziale Geschlechterrolle zwei unterschiedliche Dinge seien.


Auch der Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) äußerte gegenüber der Bildzeitung seine Kritik. „Im Sinne der Verteidigung der Meinungsfreiheit in der gesamten Gesellschaft muss dieser Vorfall sehr ernst genommen werden“, sagte er und sprach von einer „bedenkliche Situation“. Er forderte die Hochschulleitung dazu auf, in Zukunft alle Mittel des freiheitlichen Rechtsstaats einsetzen, damit Vorträge jeder Art im Rahmen des Gesetzes abgehalten werden könnten. Weiter warnte er, dass wenn man einknicke „und den Gegnern der Meinungsfreiheit das Spielfeld“ überlasse, werde dies „schmerzhafte Konsequenzen für die Freiheit aller Menschen im Land haben“.

Auch aus der Oppositionspartei CDU kommt Kritik. Thorsten Frei, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der Union im Bundestag, bezeichnete es gegenüber der Bildzeitung als „alarmierend“, wenn „an einer führenden Universität ein Vortrag zu wissenschaftlichen Fakten aus Angst vor Protesten abgesagt wird“. Auch er forderte dazu auf, die Freiheit der Wissenschaft notfalls auch „mithilfe der Polizei“ zu schützen. Denn für die Demokratie sei die Freiheit der Wissenschaft „konstitutiv“.

Ob die Bildzeitung auch Politiker der Koalitionsparteien Grüne und SPD um Stellungnahmen angefragt hat, ist dem Artikel nicht zu entnehmen.

In einem weiteren Artikel in der Bildzeitung kommentieren Bild-Redakteure (darunter namentlich Nikolaus Harbusch) den „ungeheuerlichen Vorgang“. Unter dem Titel „Bei Klima, Essen, Sprache, Wissenschaft – So wollen uns Aktivisten umerziehen“ stellen die Bildredakteure fest: „Radikale Aktivisten hetzen gegen Wissenschaftler und machen sie mundtot, weil ihnen ihre Forschungsergebnisse oder Meinungen nicht passen. Aber auch im Alltag treten so genannte Aktivisten immer radikaler auf: Sie gerieren sich als Sprach-Polizei (Gender-Stern), gehen auf Autofahrer und Fleischesser los.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  14. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  15. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz