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Wissenschaftsministerin Stark-Watzinger kritisiert Humboldt-Universität nach Vortragsabsage

5. Juli 2022 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
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Bundesministerin: „Es darf nicht in der Hand von Aktivisten liegen, welche Positionen gehört werden dürfen und welche nicht“ - Vortrag einer Biologin über „zwei Geschlechter“ wurde von der Uni wegen Gender-Aktivistenaufruf abgesagt


Berlin (kath.net) Mehrere hochrangige Politiker aus FDP und aus der Oppositionspartei CDU kritisierten, dass der Vortrag der Biologin und Doktorantin Marie Vollbrecht mit dem Titel „Geschlecht ist nicht gleich Geschlecht. Sex, Gender und warum es in der Biologie nur zwei Geschlechter gibt“ von der Berliner Humboldt-Universität abgesagt worden war. Die Bildungs- und Wissenschaftsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) positionierte sich gegenüber der Bildzeitung kritisch zur Absage der Humboldt-Universität. Sie sagte: „Es darf nicht in der Hand von Aktivisten liegen, welche Positionen gehört werden dürfen und welche nicht.“ Die Bundesbildungsministerin forderte die Aktivisten dazu auf, die Freiheit der Wissenschaft zu akzeptieren, denn Wissenschaft lebe „von Freiheit und Debatte. Das müssen alle aushalten.“ Gender-Aktivisten hatten im Vorfeld zur Demo gegen diesen Vortrag aufgerufen und hatten postuliert: „An unserer Uni gibt es keinen Platz für Queerfeindlichkeit“. Die Universität hatte daraufhin Sicherheitsbedenken als Grund zur Absage genannt. Ziel des Vortrags war nach Angabe der Bild gewesen zu erklären, warum es nur zwei biologische Geschlechter gebe und dass das biologische Geschlecht und die soziale Geschlechterrolle zwei unterschiedliche Dinge seien.

Auch der Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) äußerte gegenüber der Bildzeitung seine Kritik. „Im Sinne der Verteidigung der Meinungsfreiheit in der gesamten Gesellschaft muss dieser Vorfall sehr ernst genommen werden“, sagte er und sprach von einer „bedenkliche Situation“. Er forderte die Hochschulleitung dazu auf, in Zukunft alle Mittel des freiheitlichen Rechtsstaats einsetzen, damit Vorträge jeder Art im Rahmen des Gesetzes abgehalten werden könnten. Weiter warnte er, dass wenn man einknicke „und den Gegnern der Meinungsfreiheit das Spielfeld“ überlasse, werde dies „schmerzhafte Konsequenzen für die Freiheit aller Menschen im Land haben“.

Auch aus der Oppositionspartei CDU kommt Kritik. Thorsten Frei, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der Union im Bundestag, bezeichnete es gegenüber der Bildzeitung als „alarmierend“, wenn „an einer führenden Universität ein Vortrag zu wissenschaftlichen Fakten aus Angst vor Protesten abgesagt wird“. Auch er forderte dazu auf, die Freiheit der Wissenschaft notfalls auch „mithilfe der Polizei“ zu schützen. Denn für die Demokratie sei die Freiheit der Wissenschaft „konstitutiv“.

Ob die Bildzeitung auch Politiker der Koalitionsparteien Grüne und SPD um Stellungnahmen angefragt hat, ist dem Artikel nicht zu entnehmen.

In einem weiteren Artikel in der Bildzeitung kommentieren Bild-Redakteure (darunter namentlich Nikolaus Harbusch) den „ungeheuerlichen Vorgang“. Unter dem Titel „Bei Klima, Essen, Sprache, Wissenschaft – So wollen uns Aktivisten umerziehen“ stellen die Bildredakteure fest: „Radikale Aktivisten hetzen gegen Wissenschaftler und machen sie mundtot, weil ihnen ihre Forschungsergebnisse oder Meinungen nicht passen. Aber auch im Alltag treten so genannte Aktivisten immer radikaler auf: Sie gerieren sich als Sprach-Polizei (Gender-Stern), gehen auf Autofahrer und Fleischesser los.“


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Lesermeinungen

 bibelfreund 6. Juli 2022 
 

Ach wie schöööööön….

…. dass diese Dame sich meldet, wenn’s längst zu spät ist und es nichts zu verlieren gibt. FDP und vor allem cdu/csu sind die größten Heuchler unter der Sonne.


2
 
 Peter2021 6. Juli 2022 
 

Gute Wissenschaft ist Wahrheit

... und die muss man sagen können und dürfen! Die Menschheit rennt ohne Wahrheit / Wissenschaft weiter ins Verderben. Jesus sagt: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben". Wahrheit kann nicht relativiert werden. Auch wenn Pilatus fragt: "Was ist Wahrheit?" Gender ist keine Wissenschaft, sondern Ideologie.


3
 
 Tante Ottilie 5. Juli 2022 
 

Abwählen solcher Minister/innen

Es ist auch total widersinnig, dass die linksgrüne Familienministerin Paus fordert, angehende Ärzte sollten in der Ausbildung das Abtreibungstöten erlernen. Wird das wirklich umgesetzt, könnte kein gläubiger Christ mehr den Arztberuf in Deutschland anstreben geschweige denn ergreifen. Zu dieser Forderung passt auch die Forderung der FDP-Bildungsministerin Stark-Watzinger, dass Englisch zweite Amtssprache in deutschen Verwaltungen werden soll. So erhofft man sich, ausländische Kräfte mit unzureichenden Deutschkenntnissen für die Verwaltung generieren zu können. Klar, wen Kinder massenhaft abgetrieben werden, fehlen sie überall später - und nicht zuletzt in der Verwaltung. ABWÄHLEN, solche Politiker/innen...


2
 
 read 5. Juli 2022 
 

Cancel culture

Das ist ja ganz nett, dass hier mal von Politkern widersprochen wird. Zu dem Vortrag wären aber bestenfalls einige Hundert Personen gekommen. Die Massenmedien hingegen, die von Millionen konsumiert werden, lassen (fast) niemanden zu Wort kommen, der nicht ihre und die linke Regierungsmeinung teilt. AfD-Vertreter etwa wurden zu keiner der unzähligen Talkshows der letzten Jahre eingeladen.


2
 
 kleingläubiger 5. Juli 2022 
 

Ich bin froh, dass es so viel Protest gegen diese Aktion gibt!
Während zum Beispiel unsere regional gelesene überregionale Tageszeitung dieses Ereignis wieder zu einem Mangel an Toleranz zusammendampft.


3
 
 Chris2 5. Juli 2022 
 

@USCA_Ecclesiam

Ist etwa schon wieder Wahlkampf? Es bleibt abzuwarten, ob sich die FDP ernsthaft auf ihre Rolle als liberale* Freiheitspartei zurückbesinnt (für die meines Wissens nur noch Kubicki steht) und die Union ihre extreme Schlagseite nach Backbord in den letzten Merkeljahren überwinden und die Machtbalance im Land langfristig wiederherstellen kann.
* Echter Liberalismus bedeutet "leben und leben lassen", wie einmal ein Münchner Wirt sagte, der von einem SPD-Blockwart via Kampagne in den Ruin getrieben wurde, weil er eine aktive Gesinnungsprüfung seiner Gäste verweigerte. Auch haben indstötung oder aggressive linke Agenden mit Liberalität rein gar nichts zu tun. Daher stört es mich, wenn die "Demokraten" in den USA als "liberals" bezeichnet werden. Tötung und sogar Mord an völlig wehrlosen und unschuldigen Menschen aktiv zu fördern, ist nicht liberal. Das sollten eigentlich nicht nur wir Deutschen wissen...


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 Chris2 5. Juli 2022 
 

Hochachtung.

So kritische Töne, die die Wissenschaft(sfreiheit) gegen Ideologien, Fake News und Pressure Groups verteidigen, hatte man aus den Bundesministerriegen der Altparteien seit Kristina Schröder nicht mehr gehört.


2
 
 KatzeLisa 5. Juli 2022 
 

Man kann den Vortrag der jungen Frau auf YouTube hören.

Im Magazin CICERO gibt es ein hervorragendes Interview zu diesem Thema mit dem Evolutionsbiologen Axel Meyer:

https://www.cicero.de/kultur/evolutionsbiologe-axel-meyer-interview-mann-frau-intersexualitaet-biologie?etcc_cmp=220705_1118&etcc_med=Push

Bei den Politikern hat man den Eindruck, daß sie die Absage zwar kritisieren aber dann zur Tagesordnung zurückkehren.

Wer weiter der Gender-Ideologie anhängt und ihre Auswüchse mitmacht (Teilnahme am CSD-Day:Ministerpräsident von NRW Wüst, Gendern in allen Bereichen, Sprachregelungen, Quoten, Leute wie den FDP-Politiker Jens Brandenburg und den Queer-Beauftragten Volker Beck nicht in die Schranken weist usw.), der redet wohlfeil daher, ist aber tatsächlich ein völlig ungeeigneter Vertreter des Volkes im Parlament. Leider haben wir davon eine Vielzahl in allen Parteien, besonders bei den Grünen.


3
 
 USCA_Ecclesiam 5. Juli 2022 

FDP- und CDU-Heuchelei

Vertretern von FDP und CDU kann man doch kein Wort mehr glauben. Was für Heuchler!


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