Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  6. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  7. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  8. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  9. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  10. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  11. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  12. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  13. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  14. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  15. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien

Wissenschaftsministerin Stark-Watzinger kritisiert Humboldt-Universität nach Vortragsabsage

5. Juli 2022 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bundesministerin: „Es darf nicht in der Hand von Aktivisten liegen, welche Positionen gehört werden dürfen und welche nicht“ - Vortrag einer Biologin über „zwei Geschlechter“ wurde von der Uni wegen Gender-Aktivistenaufruf abgesagt


Berlin (kath.net) Mehrere hochrangige Politiker aus FDP und aus der Oppositionspartei CDU kritisierten, dass der Vortrag der Biologin und Doktorantin Marie Vollbrecht mit dem Titel „Geschlecht ist nicht gleich Geschlecht. Sex, Gender und warum es in der Biologie nur zwei Geschlechter gibt“ von der Berliner Humboldt-Universität abgesagt worden war. Die Bildungs- und Wissenschaftsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) positionierte sich gegenüber der Bildzeitung kritisch zur Absage der Humboldt-Universität. Sie sagte: „Es darf nicht in der Hand von Aktivisten liegen, welche Positionen gehört werden dürfen und welche nicht.“ Die Bundesbildungsministerin forderte die Aktivisten dazu auf, die Freiheit der Wissenschaft zu akzeptieren, denn Wissenschaft lebe „von Freiheit und Debatte. Das müssen alle aushalten.“ Gender-Aktivisten hatten im Vorfeld zur Demo gegen diesen Vortrag aufgerufen und hatten postuliert: „An unserer Uni gibt es keinen Platz für Queerfeindlichkeit“. Die Universität hatte daraufhin Sicherheitsbedenken als Grund zur Absage genannt. Ziel des Vortrags war nach Angabe der Bild gewesen zu erklären, warum es nur zwei biologische Geschlechter gebe und dass das biologische Geschlecht und die soziale Geschlechterrolle zwei unterschiedliche Dinge seien.


Auch der Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) äußerte gegenüber der Bildzeitung seine Kritik. „Im Sinne der Verteidigung der Meinungsfreiheit in der gesamten Gesellschaft muss dieser Vorfall sehr ernst genommen werden“, sagte er und sprach von einer „bedenkliche Situation“. Er forderte die Hochschulleitung dazu auf, in Zukunft alle Mittel des freiheitlichen Rechtsstaats einsetzen, damit Vorträge jeder Art im Rahmen des Gesetzes abgehalten werden könnten. Weiter warnte er, dass wenn man einknicke „und den Gegnern der Meinungsfreiheit das Spielfeld“ überlasse, werde dies „schmerzhafte Konsequenzen für die Freiheit aller Menschen im Land haben“.

Auch aus der Oppositionspartei CDU kommt Kritik. Thorsten Frei, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der Union im Bundestag, bezeichnete es gegenüber der Bildzeitung als „alarmierend“, wenn „an einer führenden Universität ein Vortrag zu wissenschaftlichen Fakten aus Angst vor Protesten abgesagt wird“. Auch er forderte dazu auf, die Freiheit der Wissenschaft notfalls auch „mithilfe der Polizei“ zu schützen. Denn für die Demokratie sei die Freiheit der Wissenschaft „konstitutiv“.

Ob die Bildzeitung auch Politiker der Koalitionsparteien Grüne und SPD um Stellungnahmen angefragt hat, ist dem Artikel nicht zu entnehmen.

In einem weiteren Artikel in der Bildzeitung kommentieren Bild-Redakteure (darunter namentlich Nikolaus Harbusch) den „ungeheuerlichen Vorgang“. Unter dem Titel „Bei Klima, Essen, Sprache, Wissenschaft – So wollen uns Aktivisten umerziehen“ stellen die Bildredakteure fest: „Radikale Aktivisten hetzen gegen Wissenschaftler und machen sie mundtot, weil ihnen ihre Forschungsergebnisse oder Meinungen nicht passen. Aber auch im Alltag treten so genannte Aktivisten immer radikaler auf: Sie gerieren sich als Sprach-Polizei (Gender-Stern), gehen auf Autofahrer und Fleischesser los.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  10. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  11. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  12. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  13. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  14. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  15. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz