Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  9. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  10. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  11. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  12. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  13. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  14. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  15. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark

Türkei: Katholischer Bischof um christliche Flüchtlinge besorgt

4. Juli 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischofsvikar für Anatolien, Bizzeti: Flüchtlinge haben keine Versammlungsorte für Gottesdienste und können sich nicht frei bewegen und an Feiern teilnehmen.


Ankara/Rom (kath.net/ KAP)

Auf die immer schwieriger werdenden Lebensbedingungen für christliche Flüchtlinge in der Türkei hat der katholische Bischofsvikar von Anatolien, Bischof Paolo Bizzeti, aufmerksam gemacht. Im Interview mit der Nachrichtenagentur "AsiaNews", über das der Pro Oriente-Informationsdienst am Freitag berichtete, betonte Bizzeti, dass die türkischen Katholiken keine großen Probleme hätten, aber die weit zahlreicheren christlichen Flüchtlinge, die sich in der Türkei aufhalten, dafür umso mehr. Letztere hätten keine Versammlungsorte oder Gebäude für Gottesdienste, sie könnten sich auch nicht frei bewegen und an Feiern teilnehmen.

Die Flüchtlinge kämen aus dem Irak, aus Afghanistan, Syrien und dem Iran, einige auch aus Afrika. "Wir brauchen Gotteshäuser mit Priestern, die sich um sie kümmern können", so Bischof Pizzeti. Die christlichen Flüchtlinge müssten auch zur Katechese oder Liturgie zusammenkommen können, "ohne jedes Mal die Polizei um Erlaubnis fragen zu müssen, um ihre Stadt zu verlassen".


Diese Probleme seien durch die Corona-Beschränkungen noch verschärft worden. "Wir stehen hier vor einer großen Herausforderung: Diese Flüchtlinge sind in der Regel schon seit längerer Zeit in der Türkei und werden dort vielleicht noch lange bleiben. Man muss die Sache angehen und ihnen würdige Lebensumstände bieten, auch was ihre Religionsausübung betrifft", so Bizzeti. Es brauche zudem auch pastorale und liturgische Angebote für die Flüchtlinge in ihren jeweiligen Sprachen.

Die Möglichkeiten des Bischofs im Engagement für die Flüchtlinge sind beschränkt. Das liege auch daran, dass die Katholische Kirche in der Türkei "keine juridische Persönlichkeit" habe und deswegen auch nicht autonom handeln könne, wie Bizzeti beklagte.

 

"Ankara nicht alleinlassen"

Der für Anatolien zuständige Bischof hob im Interview die Großzügigkeit der Türkei bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten hervor. Zugleich mahnte er den Westen: "Man darf Ankara nicht mit dem Schicksal von Millionen von Flüchtlingen alleinlassen. Das ist ein Problem, das alle betrifft und das man sich nicht vom Hals schaffen kann, indem man die Türkei dafür bezahlt, dass sie die Flüchtlinge behält."

 

Im Vikariat Anatolien mit Sitz in Iskenderun leben wenig mehr als 3.000 katholische Gläubige. Für die Seelsorge stehen Bischofsvikar Bizzeti zehn Priester und acht Ordensfrauen zur Seite. Bizzeti: "Wir spüren immer stärker die Notwendigkeit, neue Priester zu finden. Dafür nehmen wir auch die örtlichen Christen mit in die Pflicht. Die Herausforderung für die Kirche in der Türkei besteht darin, einheimisch zu werden." Ein Christentum, das sich "auf Liturgiefeiern beschränkt", habe "auch hier keine Zukunft".

Der 74-jährige italienische Jesuit und Bibelwissenschaftler wurde 2015 von Papst Franziskus zum Apostolischen Vikar als Nachfolger des ermordeten Bischofs Luigi Padovese (1947-2010) bestimmt. Bizzeti leitet auch die türkische Caritas.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  11. Ein Frühstück für den Verleugner
  12. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  13. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  14. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  15. Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz