Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Massiver Anstieg der Kirchenaustritte in Deutschland - Bätzing ist (wieder einmal) 'erschüttert'
  2. US-Höchstgericht hebt Abtreibungsurteil auf - Gewaltiger Sieg für die Pro-Life-Bewegung!
  3. Kurienkardinal Koch: "Versöhnte Verschiedenheit" ein Ziel bei Ökumene
  4. Der Missbrauch, die Medien und Benedikts Vermächtnis
  5. ‚Psychopathologie und das bevorstehende Ende?’ Wie geht es Papst Franziskus?
  6. Deutscher Bundestag schafft Werbeverbot für Abtreibungen ab
  7. Österreich schafft umstrittene Covid-Impfpflicht ab!
  8. Eine evangelische Pfarrerin in der katholischen Messe und die religiöse Bedeutung von Puzzleteilen
  9. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  10. Papst Franziskus korrigiert den deutsch-synodalen Sonder-Weg
  11. DBK bedauert Bundestagsbeschluss, das Abtreibungswerbeverbot aufzuheben
  12. Ein 'völlig verunglückter Antrag' beim Synodalen Weg
  13. Immer weniger junge Leute beim "Deutschen Katholikentag"
  14. Münsteraner Bischof Genn beurlaubt Dompropst und Offizial Schulte
  15. Kardinal Kasper verschärft Kritik am Synodalen Weg - „... der bricht der Kirche das Genick“

Kinderpsychiater warnt vor Geschlechtsumwandlung als „Zeitgeistphänomen“

7. Mai 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Dr. Korte sieht im von Grünen/FDP geplanten Selbstbestimmungsgesetz Verführung von vulnerablen Kindern zu falschen gravierenden Entscheidungen. Wunsch nach Geschlechtsumwandlung sei aus der eigenen Biographie oder Elternbiographie erklärbar.


München (kath.net/mk) Dr. Alexander Korte, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Leitender Oberarzt an der Ludwig-Maximilians-Universität München, hat in einem Interview mit der taz die von Grünen und FDP geplante Reform des Transsexuellengesetzes zu einem Selbstbestimmungsgesetz scharf kritisiert. Dieses würde vorsehen, dass sich Minderjährige ihre Geschlechtsidentität auch gegen den Willen ihrer Eltern selbst aussuchen, und somit auch geschlechtsangleichende Operationen an sich durchführen lassen können. Korte, der in einem linken Milieu groß wurde und sich als „links-konservativer Stammwähler der Grünen“ bezeichnet, bezeichnet den aktuell zu beobachtenden Trans-Hype als „Zeitgeistphänomen“ und Identifika-tionsschablone vor allem für vulnerable weibliche Jugendliche, die an einer vorübergehenden Geschlechtsidentitätsverwirrung litten. Er bekräftigt deren Einordnung als krankheitswertige Störung.

Der Kinderarzt, der auch einen Master in psychoanalytischen Kulturwissenschaften vorweisen kann, hat sich seit fast 20 Jahren mit der Thematik beschäftigt und weiß aus Erfahrung, dass der Wunsch von Jugendlichen, das Geschlecht zu wechseln, regelmäßig mit weiteren eigenen psychischen Erkrankungen oder sexuellen Traumata der Eltern einhergeht. Die neurobiologische Forschung sei definitiv den Beleg schuldig, dass Geschlechtsidentität genetisch bedingt sein könnte, hier weiß Korte die große Mehrheit seiner Berufskollegen hinter sich. Die Identität sei vielmehr das Resultat einer individuellen Bindungs-, Beziehungs- und auch Körpergeschichte. Wenn positive Rollenvorbilder für das eigene Geschlecht fehlen, könnten Jugendlichen an der Schwelle zur Pubertät, wo sie sich mit ihrer eigenen Geschlechtsidentität auseinandersetzen müssen, schnell zur Überzeugung gelangen, sie seien „trans“. Ähnlich wie bei der Anorexie liege oft eine Ablehnung der eigenen Weiblichkeit zugrunde.

Korte erklärt die in den letzten zehn Jahren exponentiell gestiegene Diagnosehäufigkeit in erster Linie damit, dass Transsexualität in bestimmten Szenen hip geworden sei und Fernsehstars solchen Jugendlichen als Vorbilder dienten, die bereits an den gesellschaftlichen Rollenklischees oder Schönheitsidealen litten. Minderjährige, die dann tatsächlich eine Geschlechtsangleichung vornehmen lassen oder Pubertätsblocker einnehmen würden, seien ein Leben lang abhängig von einer Hormonersatztherapie, würden schwerer einen Lebenspartner finden und nicht selten psychische Störungen bis hin zu Suizidgedanken entwickeln. Er selbst lehnt Pubertätsblocker ab, weil sich die meisten Kinder später mit ihrem Geburtsgeschlecht aussöhnen würden, und verweist auf Schweden, wo diese Art von Behandlung wegen unklarer Risiken und möglicher Langzeitfolgen vor kurzem ausgesetzt wurde.

Nur einzelne Studien in den Blick zu nehmen, sei nicht zielführend, warnt der Oberarzt, weil Forschungen oft in verschiedene Richtungen weisen würden und dabei zu beachten sei, inwiefern negative Verläufe einer Geschlechtsumwandlung überhaupt in die Befragungen einbezogen wurden. Denn für Patienten sei es schwer, sich und ihrem Arzt einzugestehen, dass ihre weitreichende Entscheidung falsch gewesen sei. Korte plädiert für eine Versachlichung der zu emotional geführten Trans-Debatte und warnt auch vor Zerwürfnissen in Familien, die durch ein Selbstbestimmungsgesetz gefördert würden. Schließlich weist er auch die verbreitete Auffassung zurück, es gebe ganz viele Geschlechter: Aus naturwissenschaftlicher Perspektive unterliege das biologische Geschlecht definitiv der Binarität von männlich und weiblich. Diese sei Grundlage allen Lebens, auch im Pflanzen- und Tierreich. Intersex-Formen würden auf Störungen der Keimzellenmechanismen beruhen und seien kein Beleg für andere Geschlechter.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. JETZT ANMELDEN! kath.net-Leserreise nach Fatima und auf die Azoren - Oktober 22
  2. Papst Franziskus korrigiert den deutsch-synodalen Sonder-Weg
  3. Der Missbrauch, die Medien und Benedikts Vermächtnis
  4. Massiver Anstieg der Kirchenaustritte in Deutschland - Bätzing ist (wieder einmal) 'erschüttert'
  5. US-Höchstgericht hebt Abtreibungsurteil auf - Gewaltiger Sieg für die Pro-Life-Bewegung!
  6. ‚Psychopathologie und das bevorstehende Ende?’ Wie geht es Papst Franziskus?
  7. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  8. Münsteraner Bischof Genn beurlaubt Dompropst und Offizial Schulte
  9. Kardinal Kasper verschärft Kritik am Synodalen Weg - „... der bricht der Kirche das Genick“
  10. Eine evangelische Pfarrerin in der katholischen Messe und die religiöse Bedeutung von Puzzleteilen
  11. "Gestern war ich Erzbischof, heute bin ich Kaplan"
  12. Ein Zeichen Gottes? - 'Kriegs-Patriarch' Kirill auf Weihwasser ausgerutscht
  13. Diese Unsicherheiten aus den eigenen Reihen
  14. Ein 'völlig verunglückter Antrag' beim Synodalen Weg
  15. Österreich schafft umstrittene Covid-Impfpflicht ab!

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz