Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  5. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  11. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  12. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  13. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  14. „Gesellschaftliche Zeitbombe“: BKA-Studie warnt vor Radikalisierung junger Muslime in Deutschland
  15. UNO: Vatikan fordert weltweites Aus für Leihmutterschaft

Kardinal: Papst beim Ukraine-Krieg moralisch "klipp und klar"

4. April 2022 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kurienkardinal Müller berichtet nach Reise an polnisch-ukrainische Grenze von beeindruckender Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger.


Rom (kath.net/ KAP)

In seinen Äußerungen zum Krieg in der Ukraine ist Papst Franziskus nach Aussage des deutschen Kardinals Gerhard Ludwig Müller "als moralische Autorität klipp und klar". Diplomatisch hingegen müssten der Papst und der Vatikan "einen Drahtseilakt" absolvieren. "Wie reagiere ich, um einen Diktator nicht noch mehr zu reizen?", formulierte Müller das Dilemma, wie er es sieht.

Nach einer elftägigen Reise durch Polen und an die ukrainische Grenze beschrieb der Kardinal im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Kathpress in Rom ein weiteres Dilemma. Anders als etwa Josef Stalin und Adolf Hitler verstehe sich Russlands Präsident Wladimir Putin ausdrücklich als Christ. "Er küsst Ikonen, bekreuzigt sich, betet und wirft doch grundlegende christliche Prinzipien über den Haufen", so Müller.


Bei seinen Begegnungen an der polnisch-ukrainischen Grenze habe ihn die große Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger sehr beeindruckt, berichtete der Kardinal. Zahlreiche junge Menschen seien eigens dorthin gereist, aus Polen, Deutschland, USA, Israel und von andernorts. Sie helfen demnach den Geflüchteten aus der Ukraine bei der Registrierung, versorgen sie mit Essen und Trinken, Kleidung und Medikamenten und organisieren Unterkünfte.

Inzwischen, so habe man ihm gesagt, seien 15 Prozent der Menschen in Warschau Ukrainer, die fast alle bei Privatpersonen untergekommen seien. Dass etliche Ukrainer zwischenzeitlich zurückgekehrt sind, liegt laut Müller auch daran, dass Moskau gedroht habe, leerstehende, unzerstörte Häuser in der Ukraine mit Russen zu besetzen.

Müller hatte seine Reise bereits länger geplant, um in Polen die Übersetzungen zweier seiner Bücher vorzustellen. Wegen des Kriegs und der Flüchtlinge habe er sein Programm aber teilweise geändert. Der Besuch sei unabhängig von dem der Kurienkardinäle Konrad Krajewski und Michael Czerny erfolgt; sie waren von Papst Franziskus eigens in die Ukraine geschickt worden.

Vgl. dazu auch das kath.net-Interview mit Kardinal Müller: Kard. Müller: Für die Ukraine hat Papst Franziskus seine ganze Autorität in die Waagschale geworfen (siehe Link).

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  3. Vom Elend der Fürbitten
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  6. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  7. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  8. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  9. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  10. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  11. Der entschärfte Gott
  12. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  13. Achtung, Christfluencer!
  14. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  15. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz