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Kardinal: Papst beim Ukraine-Krieg moralisch "klipp und klar"4. April 2022 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Kurienkardinal Müller berichtet nach Reise an polnisch-ukrainische Grenze von beeindruckender Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger.
Rom (kath.net/ KAP)
In seinen Äußerungen zum Krieg in der Ukraine ist Papst Franziskus nach Aussage des deutschen Kardinals Gerhard Ludwig Müller "als moralische Autorität klipp und klar". Diplomatisch hingegen müssten der Papst und der Vatikan "einen Drahtseilakt" absolvieren. "Wie reagiere ich, um einen Diktator nicht noch mehr zu reizen?", formulierte Müller das Dilemma, wie er es sieht.
Nach einer elftägigen Reise durch Polen und an die ukrainische Grenze beschrieb der Kardinal im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Kathpress in Rom ein weiteres Dilemma. Anders als etwa Josef Stalin und Adolf Hitler verstehe sich Russlands Präsident Wladimir Putin ausdrücklich als Christ. "Er küsst Ikonen, bekreuzigt sich, betet und wirft doch grundlegende christliche Prinzipien über den Haufen", so Müller. 
Bei seinen Begegnungen an der polnisch-ukrainischen Grenze habe ihn die große Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger sehr beeindruckt, berichtete der Kardinal. Zahlreiche junge Menschen seien eigens dorthin gereist, aus Polen, Deutschland, USA, Israel und von andernorts. Sie helfen demnach den Geflüchteten aus der Ukraine bei der Registrierung, versorgen sie mit Essen und Trinken, Kleidung und Medikamenten und organisieren Unterkünfte.
Inzwischen, so habe man ihm gesagt, seien 15 Prozent der Menschen in Warschau Ukrainer, die fast alle bei Privatpersonen untergekommen seien. Dass etliche Ukrainer zwischenzeitlich zurückgekehrt sind, liegt laut Müller auch daran, dass Moskau gedroht habe, leerstehende, unzerstörte Häuser in der Ukraine mit Russen zu besetzen.
Müller hatte seine Reise bereits länger geplant, um in Polen die Übersetzungen zweier seiner Bücher vorzustellen. Wegen des Kriegs und der Flüchtlinge habe er sein Programm aber teilweise geändert. Der Besuch sei unabhängig von dem der Kurienkardinäle Konrad Krajewski und Michael Czerny erfolgt; sie waren von Papst Franziskus eigens in die Ukraine geschickt worden.
Vgl. dazu auch das kath.net-Interview mit Kardinal Müller: Kard. Müller: Für die Ukraine hat Papst Franziskus seine ganze Autorität in die Waagschale geworfen (siehe Link).
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Lesermeinungen| | SalvatoreMio 5. April 2022 | | | | Nützliche Sanktionen? @Karlmaria: Wir Nicht-Politiker können gut reden und kriegen oft nicht den Frieden im Familienkreis hin. -Doch was Sanktionen betrifft: man möge mir ein Land nennen, wo es je funktioniert hat: im Irak litt das Volk ohne Ende unter Sanktionen der USA; Saddam Hussein nicht. Immer leidet das Volk - der Diktator mit den Seinen nicht. Wegen Diktator Nkurunziza in Burundi wurde das Land von der EU mit Sanktionen belegt, so dass es nun noch mehr darbt. Der Diktator samt Anhang konnte gut weiterleben, bis er 2020 mit 55 J. starb. Die wahre Todesursache ist umstritten. |  0
| | | | | SCHLEGL 4. April 2022 | | | | Butscha und die Folgen Leichen auf der Straße, Hände am Rücken gefesselt, Einschussloch im Hinterkopf, es sind Männer zwischen 18 und 60 Jahren (potentielle Soldaten). Daneben ermordete Frauen und Kinder, Frauen vergewaltigt (das haben die Sowjets 1945 in Wien auch getan!). Russland ist mit dieser Aktion endgültig aus der Gemeinschaft ZIVILISIERTER Völker ausgetreten. Natürlich nicht alle Russen, sondern nur jene, die Putin anhängen.
Und da gibt es in Österreich, Deutschland, auch USA "Putin-Versteher", die behaupten, Russland schütze den Glauben und die Moral!
Der "Sowjetmensch"-70 Jahre im atheistischen-kommunistischen Geist erzogen, wurde auch durch Massentaufen von Millionen von Russen durch die orthodoxe Kirche nicht wegretuschiert! Das zeigt auch die Zahl der Abtreibungen in Russland,die Gewaltbereitschaft in Öffentlichkeit und Familie und eben jetzt in diesem verbrecherischen Krieg!Putinisten,sofern sie Christen sind, sollten schwere Buße tun! |  5
| | | | | Karlmaria 4. April 2022 | |  | Natürlich ist Putin ein Verbrecher Das ist ganz klar. Trotzdem ist das nicht so einfach. Denn Jesus Christus will dass wir vergeben und sogar die Feinde lieben. Auch von der großen Politik her ist das so dass es das warnende Beispiel der Versailler Verträge nach dem ersten Weltkrieg gibt. Durch demütigende Regeln in den Versailler Verträgen wurde die Grundlage für die Stimmung für den zweiten Weltkrieg gelegt. Insofern denke ich dass die Sanktionen eben kein Mittel sind wo man Frieden schaffen kann ohne Waffen. Denn man sieht ja auch dass Putin so viele Jahre schon sanktioniert wird und es nichts genützt hat. Vor allem gibt es das warnende Beispiel der Versailler Verträge. Es ist ja immer so. Auch in der Firma und bei vielen anderen Gelegenheiten kann ich mir nicht aussuchen mit wem ich es zu tun habe. Trotzdem ist das Hauptgebot der Christen Gott über alles zu lieben und den Nächsten wie sich selbst. Auch echte Verbrecher. Gefangene besuchen ist ein Werk der Barmherzigkeit. Lieber sollten wir echt mit Soldaten helfen! |  0
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