Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  15. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘

Kirchliches Institut warnt vor Geschlechtsumwandlung Jugendlicher

31. März 2022 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Auf negative Konsequenzen von vorschnellen Hormonbehandlungen bei Kindern und Jugendlichen, die glauben, im "falschen Geschlecht" zu leben, hat das kirchliche Fachinstitut IEF aufmerksam gemacht.


Wien (kath.net/KAP) Auf negative Konsequenzen von vorschnellen Hormonbehandlungen bei Kindern und Jugendlichen, die glauben, im "falschen Geschlecht" zu leben, hat das kirchliche Fachinstitut IEF aufmerksam gemacht. Immer mehr renommierte medizinische Einrichtungen würden vor unwiderruflichen Eingriffen im Zuge sogenannter Transidentität abraten oder warnen, heißt es in einem aktuellen Fachbeitrag des Instituts für Ehe und Familie. Es handle sich bei dem Phänomen um eine "Modeerscheinung mit verheerenden Folgen".

Das IEF verweist unter anderem auf die französische Nationale Akademie der Medizin, die in einer jüngsten Presseerklärung besorgt über einen "epidemieartigen" Anstieg der Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen im Zusammenhang mit Transidentität bei Kindern und Jugendlichen gezeigt hatte. Es handle sich dabei "vor allem um ein soziales Problem", wobei Fälle und sogar "Cluster" von Genderdysphorie oft in unmittelbarer Nähe aufträten. Ausgegangen sei dieser Trend von Nordamerika. In den USA sollen sich einer aktuellen Studie zufolge zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler als transgender, nicht-binär bzw. unbestimmten Geschlechts bezeichnen.


In Frankreich ist der Einsatz von Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen mit elterlicher Zustimmung ohne Altersbeschränkung möglich und chirurgische Eingriffe, vor allem Brustamputationen und Operationen an den externen Geschlechtsorganen, ab 14 Jahren erlaubt. Die Akademie riet bei solchen Angeboten zur "größten medizinischen Zurückhaltung": Die unerwünschten Nebenwirkungen für die ohnehin psychisch besonders vulnerable Gruppe der Kinder und Jugendlichen seien schließlich vielfältig. Hormontherapie beeinträchtige das Wachstum, die Knochenbrüchigkeit, das Risiko der Unfruchtbarkeit und ziehe auch emotionale und intellektuelle Beeinträchtigungen nach sich - sowie bei Mädchen Symptome, die den Wechseljahren gleichen.

Meist nur vorübergehend

Gegen medizinische Eingriffe spricht bei jungen Menschen vor allem, dass Genderdysphorie in dieser Gruppe meist nur ein vorübergehendes Phänomen ist. Dies zeige sich auch in einer immer größeren Anzahl von jungen Transgender-Personen, die detransitionieren, also so zu ihrem biologischen Geschlecht zurückkehren wollen. Minderjährige mit Genderdysphorie sollten deshalb, so der Rat der Akademie der Medizin, so lange wie möglich nur psychologisch betreut und dabei auch die Eltern einbezogen werden. Einen Schritt weiter sei kürzlich das schwedische Karolinska-Universitätskrankenhaus gegangen, mit der Aussetzung der Behandlung mit Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen.

Aktueller Gegenstand der Debatte ist das Thema derzeit in Texas, wo Gouverneur Greg Abbott Ende Februar Untersuchungen bei Ärzten und Eltern von Kindern, an denen Hormonbehandlungen oder geschlechtsumwandelnde Operation durchgeführt wurden, eingeleitet hat. Zuvor hatte der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates, Ken Paxton, die Verabreichung von Pubertätsblockern und gegengeschlechtlicher Hormone bei Kindern sowie auch Mastektomien, Entfernung anderer gesunder Körperteile und geschlechtsumwandelnde operative Eingriffe, die zur Unfruchtbarkeit führen können, als "Misshandlungen" klassifiziert.

Paxton begründete dies damit, dass es "medizinisch unmöglich" sei, das dem Menschen seit seiner Empfängnis innewohnende Geschlecht zu ändern, auch wenn eine Behandlung als "geschlechtsumwandelnd" bezeichnet werde. Kein Arzt könne ein vollfunktionsfähiges männliches Geschlechtsorgan durch ein vollfunktionsfähiges weibliches Geschlechtsorgan ersetzen und umgekehrt. Vielmehr würden "geschlechtsumwandelnde" Eingriffe ein funktionsfähiges Geschlechtsorgan zerstören, um plastisch die Illusion einer Geschlechtsänderung zu schaffen.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  3. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  4. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  5. „Das Ende von Maria 2.0“
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  12. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  13. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  14. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  15. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz