Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  4. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  8. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  9. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  10. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  11. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  12. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  13. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  14. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  15. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt

Der ewigen Herrlichkeit entgegen!

23. Mai 2004 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Beitrag von Dr. Josef Spindelböck: Nur dort, wo der Mensch ein offenes Herz hat für Gott, wo er sich den himmlischen Gaben öffnet, kann er diese auch empfangen.


An diesen Tagen sind viele der Aufforderung der Bischöfe gefolgt und haben an der „Wallfahrt der Völker“ in Mariazell teilgenommen. Auf die Fürbitte der Gottesmutter Maria wollten die Völker der mitteleuropäischen Länder Gott um Schutz und Segen bitten und zugleich ihren Dank dafür ausdrücken, dass dieses Zeichen der Einheit aufgrund der politischen Entwicklung der letzten Jahre nunmehr möglich geworden ist.

Wir können und wollen uns besinnen auf das, was wirklich trägt im Leben. In der zweiten Lesung aus der Offenbarung des Johannes wird uns Großes für unsere Zukunft verheißen. Alles Irdische ist vergänglich und unvollkommen. Gott aber möchte uns die Erfüllung unserer tiefsten Sehnsucht gewähren und uns im ewigen Leben mit allem Guten beschenken. So geht der Blick an diesem Sonntag nach Christi Himmelfahrt hin auf unser ewiges Ziel, die himmlische Herrlichkeit!

Gott selber lädt uns alle ein: „Wer durstig ist, der komme.“ Es geht um den „Durst“, um das innere Verlangen unserer Seele nach Liebe und Geborgenheit, nach letzter Erfüllung in der Begegnung mit Gott und in der personalen Gemeinschaft aller Geretteten. Dieser Durst der Seele wird gestillt werden, denn: „Wer will, der empfange umsonst das Wasser des Lebens.“ Genau dies scheint uns unfassbar: Für alles im Leben muss man sich anstrengen, und der Himmel sollte uns einfach geschenkt werden?! Ist das nicht zu billig? Kommen wir einfach so in den Himmel, ohne unser Zutun?

Dies trifft sicher nicht zu. Denn Gott ist Liebe, und Liebe drängt sich nicht auf. Liebe wartet auf Gegenliebe. Nur dort, wo der Mensch ein offenes Herz hat für Gott, wo er sich den himmlischen Gaben öffnet, kann er diese auch empfangen. Die Gnaden und Gaben Gottes werden uns nicht einfach „nachgeworfen“, wenn wir sie selber gar nicht beachten wollten. Sie werden uns sicher nicht gegen unseren Willen aufgedrängt.

Und doch gilt: Jeder – ganz ausnahmslos – empfängt von Gott die Einladung, gleichsam die „Freikarte“ für den Himmel. Jeder hat die Möglichkeit, diese Eintrittskarte anzunehmen und teilzunehmen am himmlischen Hochzeitsmahl. Gottes Liebe ist wirklich grenzenlos und schließt niemanden aus.

Was aber ist mit den Vielen, die dieser Einladung des Lammes Gottes Folge leisten und eintreten wollen ins ewige Reich Gottes? Es braucht hier noch eine Reinigung, die uns Gott selber schenkt. In der Lesung heißt es: „Selig, wer sein Gewand wäscht: Er hat Anteil am Baum des Lebens, und er wird durch die Tore in die Stadt eintreten können.“

Mit dem „Gewand“ ist gleichsam das „Kleid“ unserer Seele gemeint. Das heißt, es ist ein Unterschied, ob jemand in der Freundschaft Gottes lebt und darum ein weißes oder gar strahlendes Kleid hat oder ob jemand sich der Sünde hingibt (und leider gibt es viele schwere, todbringende Sünden jedweder Art!) und darum ein trübes und beflecktes „Kleid“ mitbringt.

Wie aber waschen wir das Kleid unserer Seele? Durch das „Blut des Lammes“, d.h. indem wir die Erlösungsgnade Christi annehmen, der sein Blut für uns am Kreuz vergossen hat, um uns rein zu waschen von jeder Sünde. Vor allem sind hier die beiden Sakramente der Taufe und der Buße zu nennen. Ja, empfangen wir immer wieder, am besten in regelmäßigen Abständen, das Sakrament der Buße – die heilige Beichte –, denn hier wird uns wieder ein reines Kleid unserer Seele geschenkt, damit wir Gott vertrauensvoll nahen können und so einmal fähig sind einzutreten ins ewige Reich Gottes.

Wann aber wird dies sein, dass Gott uns zu sich ruft? Wir wissen es nicht. Es wäre hier falsch, sich auf eine unbestimmte Zeit zu vertrösten und zu sagen: Der Herr kommt noch lange nicht. Nein, er wird kommen wie ein Dieb in der Nacht! Da, wo ihn niemand erwartet, wird er anklopfen an der Tür unseres Herzens und uns fragen, ob wir bereit sind für ihn.

Selig, wer dann auf seine Stimme hört und ihm öffnet, damit er eintreten kann! Die Lesung endet mit sehnsüchtigen Ruf der frühen Christen: „Komm, Herr Jesus!“

Jetzt in der Woche vor Pfingsten verbinden wir diese Bitte um das Kommen des Herrn mit der besonderen Bitte um die Gabe des Heiligen Geistes, der dritten göttlichen Person. Der Geist der Heiligkeit möge uns frei machen von aller Ichbezogenheit und uns öffnen für die Gottes- und Nächstenliebe! Maria, du Braut des Heiligen Geistes, steh uns bei mit deiner Fürsprache! Amen.

Quelle:
www.stjosef.at



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jesus Christus

  1. Mariä Lichtmess - Das Fest der Begegnung und Darstellung des Herrn im Tempel (2. Febr.)
  2. Warteschlangen vor den Kinos: Der Film „Sacré Coeur“ bricht in Frankreich Zuschauerrekorde!
  3. 1.167 Beichten in 65 Stunden
  4. Jesus first! - 'Gott kann nur bis 1 zählen'
  5. "Jesus ist der gute Hirt - nicht ich"
  6. Kardinal in Fastenpredigt an Kurie: Konzentriert euch auf Jesus
  7. Jesus. Eine Weltgeschichte
  8. Die göttliche Dreifaltigkeit nämlich nimmt in uns Wohnstatt am Tag der Taufe
  9. Man kann auch sagen, dass niemand außer Christus in den Himmel aufsteigt
  10. Englischer Priester: Jesus, nicht der NHS, ist Herzstück des Landes






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  7. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  8. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  9. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  10. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  13. Karoline Preisler: Islamismus ist die größte Gefahr für Deutschland
  14. Die neue Weltjugendtag-Hymne wurde in Seoul vorgestellt
  15. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz