Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  4. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  5. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  6. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  7. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  8. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  9. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  10. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  11. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  12. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  13. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  14. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  15. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“

Vatikan-Segen fürs Börsen-Depot - Warum Sie Meta, Amazon, Tesla oder Apple kaufen dürfen

12. Februar 2026 in Chronik, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikanbank präsentiert ethische Aktienlisten in Kooperation mit dem Finanzdienstleister Morningstar - Z.B. nicht in Pharmafirmen investieren, die den Schutz des Lebens nach dem Verständnis des kirchlichen Lehramts nicht respektieren


Vatikanstadt  (kath.net/KAP/red) Die Vatikanbank hat gemeinsam mit dem Finanzdienstleister Morningstar zwei neue Aktienindizes vorgestellt. Ziel der am Dienstag vorgestellten Listen ist es, Anlegern eine Orientierung zu geben, welche Unternehmen nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sind, sondern auch mit den Grundsätzen der katholischen Kirche im Einklang stehen. Rendite und Moral sollen Hand in Hand gehen. Solche Indizes zielen dabei nicht in erster Linie auf die Auswahl einzelner Aktien durch einzelne Anleger. Sie dienen vielmehr als Grundlage für Indexfonds, mit denen Investoren in ein ganzes Bündel von Unternehmen auf einmal investieren können.

Die beiden Indizes tragen die Namen "Morningstar IOR Eurozone Catholic Principles" und "Morningstar IOR US Catholic Principles".  Es dürften hier in Kürze entsprechende ETFs auf den Markt kommen.


Die Indices bündeln große und bekannte Unternehmen aus Europa und den USA. Im US-Index finden sich Unternehmen wie Meta (Facebook), Amazon, Tesla und Apple. In Europa gehören unter anderem die Deutsche Telekom, der Softwarekonzern SAP, der Versicherungskonzern Allianz und die spanische Santander-Bank dazu. Auch die Luxusmarke Hermès und die italienische Großbank UniCredit haben den Segen der Vatikanbank erhalten.

Das Auswahlprinzip folgt klaren Regeln: Aufgenommen werden Unternehmen, deren Geschäftspraktiken mit kirchlichen Vorstellungen zu Lebensschutz, sozialer Verantwortung und Umweltschutz vereinbar sind. Geschäftsmodelle, die diesen Werten widersprechen, bleiben außen vor. In einer Mitteilung betont das IOR, dass dieser Schritt die Übereinstimmung zwischen den internen Anlagerichtlinien und den Prinzipien der katholischen Soziallehre weiter stärke.

Konkret heißt das etwa, nicht in Unternehmen zu investieren, die mit Waffenherstellern in Verbindung stehen, oder in Pharmafirmen, die den Schutz des Lebens nach dem Verständnis des kirchlichen Lehramts nicht respektieren. Die Indizes verstehen sich damit als eine Art moralischer Filter für den Kapitalmarkt. Für die Vatikanbank ist das Projekt ein Schritt in Richtung Vertrauensaufbau. Nach Jahren mit Finanzskandalen und Ermittlungen setzt das Institut verstärkt auf Transparenz und international anerkannte Standards. Giovanni Boscia, Leiter der Vermögensverwaltung der Vatikanbank, betonte, dass die neuen Indizes helfen sollen, Investitionen konsequenter nach katholischen Ethikkriterien zu bewerten und offen darzustellen.

Seit geraumer Zeit gibt es schon einen ETF S&P 500 Catholic Values Index, der ähnlich aufgebaut ist und ein Volumen von mehr als einer Milliarde US-Dollar (840 Millionen Euro) erreicht hat. Außerdem verwaltet der US-Fondsanbieter Ave Maria Mutual Funds  mehr als 3,8 Milliarden US-Dollar für seine Anleger. Auch diese Fondsfamilie wählt "katholische Aktien" aus.

 

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich  Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  5. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  6. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  7. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  8. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  9. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  10. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  11. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  12. Mullah-Gegnerin Masih Alinejad warnt vor Islamismus: „Allahu Akbar klingt für mich nach Hinrichtung“
  13. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  14. Erneut hochrangige Sprecher bei der Adoratio Altötting im Oktober 2026
  15. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz