Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Der Modernismus ist mehr oder weniger bis in höchste Kreise in die Kirche eingedrungen"
  2. 'Weihe ist Signal gegen die Gottvergessenheit'
  3. Australien: Anglikanische Kirche zerbricht an der sogenannten „Homo-Ehe“
  4. US-Theologe kritisiert jüngste Buchveröffentlichung der Päpstlichen Akademie für das Leben
  5. Potsdam: Vergünstigte Sondertarife für Katholiken und Protestanten bei Strom und Gas
  6. Maria 1.0: „Schreiben aus dem Sekretariat der Bischofskonferenz beantwortet „Offenen Brief“ NICHT
  7. Der synodale Irrweg
  8. FAZ: „Die Sprachgemeinschaft erziehen zu wollen ist eine Anmaßung der öffentlich-rechtlichen Sender“
  9. Ist Irme Stetter-Karp eine nahe Verwandte von Onkel Screwtape?
  10. Das Feuer der Liebe Gottes
  11. Nein, Doch, Oooooh!
  12. Deutsche Ärzte wehren sich gegen mögliche Maskenpflicht in Schulen ab Oktober
  13. 'Aussetzen der Kirchenbeiträge wäre ein Zeichen aktiver christlicher Nächstenliebe'
  14. Sumela: Patriarch Bartholomaios gedenkt der ukrainischen Kriegsopfer
  15. Merz als Cancel-Kandidat

„Der Anti-Respekt des neuen Bundeskanzlers – Rückschritt in Menschlichkeit heißt nun Fortschritt“

17. Dezember 2021 in Prolife, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Der Lebensschützer hat im Neusprech keinen Respekt vor Mehrheitsentscheidung des Bundestags, die ja richtig sein müssen... Also wird er über Cancel Culture als unerträglich dargestellt. Dystopie? Das wäre schön!“ Gastbeitrag von Christiane Lambrecht


Berlin-München (kath.net) Olaf Scholz ist als Bundeskanzler aller Menschen in Deutschland vereidigt worden. Moment - tatsächlich aller? Der neue Bundeskanzler scheint zu selektieren, denn er hat keinen Respekt vor ungeborenen Menschen in Deutschland. Mit neuem Anti-Respekt möchte er § 219 StGB, das Werbeverbot für Abtreibungen, streichen. Wer §219 StGB streicht, der will auch an den §218 StGB ran, lautet ein Sprichwort, und damit wären Abtreibungen in Deutschland straffrei. Der Matic-Bericht vom Sommer 2021 mit seiner Forderung nach einem „Menschenrecht auf Abtreibung“ auf europäischer Ebene war ja bereits der Wegbereiter.

Der neue Bundeskanzler ist wohl auf beiden Augen blind, geht es um die ungeborenen, schutzlosen Menschen. Dafür bekam er von den ebenso respektlosen Abgeordneten der SPD, FDP und den Grünen auch noch reichlich Applaus! Man kann das Ganze auch Heuchelei nennen. Eine respektlose Heuchelei. Punkt. An dieser Stelle könnte ich meinen Kommentar beenden.

Aber unsere ungeborenen Menschengeschwister sind es doch wert, ein paar Zeilen mehr zu schreiben. Denn was hier seitens der neuen Regierung vehement gewünscht und initiiert wird, ist perfide. Herr Scholz möchte uns modernisieren (ein wahrlich schöner manipulativer Frame der besagt: wer ungeborene Kinder schützt, ist also unmodern), er möchte eine gesellschaftliche Transformation - aber wohin, wozu, mit welchem Ziel? Er sagt, „dass möglichst viele Menschen mit den anstehenden Veränderungen klarkommen“ sollen. Ich frage mich, was ist mit denjenigen, die seine Haltung als falsch ansehen?

Für Olaf Scholz ist das einfach: Er sagt, was richtig ist. Also, was für ihn und die Ampelkoalition richtig ist. Das neue „richtig“ bedeutet, dass künftig noch mehr der wehrlostesten Menschen unserer Gesellschaft, die ungeborenen Menschen, dann nicht weiterleben dürfen, wenn es lebende Menschen so bestimmen. Weshalb nur soll gerade das Töten von Embryonen richtig sein? Was haben noch mehr Abtreibungen (als die über 400 Abtreibungen pro Werktag) mit Respekt zu tun? Der neue Respekt des Herrn Scholz muss doch für uns alle gleichermaßen gelten.

Ich möchte das verdeutlichen:  Wer künftig nicht mit den neuen Definitionen bei Familienpolitik (z.B. 4-Eltern-Familien, Verantwortung als Kriterium statt Liebe) wie Lebensschutz (z.B. Leihmutterschaft, Aufgabe des Embryonenschutzgesetzes, Streichung §219 StGB) klarkommt, ist also gegen Fortschritt und Aufbruch, der ist gegen die vielzitierte „Transformation“ der Gesellschaft, der ist antiquiert und selbst schuld, wenn er nun am Rande der neuen, modernen Gesellschaft steht. Der stellt sich, wird Herr Scholz vermutlich sagen würde, selbst aus der Gesellschaft raus, ist Teil einer kleinen Minderheit mit radikalen Ansichten. Respekt Andersdenkenden gegenüber sieht anders aus, oder? Wer dann immer noch die ungeborenen Menschenkinder schützen möchte, macht gemäß der neuen Logik ja etwas Falsches. Der Lebensschützer hat in diesem Neusprech keinen Respekt vor der Mehrheitsentscheidung des Bundestages, die ja richtig sein müssen... Also bekommt er am besten ein Pflaster auf den Mund bzw. wird über die gut eingespielte Cancel Culture als unerträglich dargestellt. Dystopie? Das wäre schön!

Wir lernen: Der neue Respekt ist eine Einbahnstraße, es ist der Scholz-Anti-Respekt. Warum musste ich nur an die Märchen vom bösen Wolf denken, der sich mal als Großmutter verkleidet und ein anderes mal Kreide frisst? Auf keinen Fall aber werden wir Lebensschützer uns in der Wanduhr verstecken. Wir werden weiterhin das in unserer Verfassung und in den Herzen der Menschen festsitzende Rechtsempfinden neu erwecken, dass jeder Mensch als winziger Zellhaufen begann – einzigartig, wundervoll und lebenswert! Jeder Embryo ist einer von uns, jeder von uns hat das Recht auf sein eigenes Leben. Klar ist: Töten hat sicherlich gar nichts mit Respekt zu tun!

Dafür lohnt es sich jeden Tag aufzustehen und die Stimme zu erheben! Für unsere kleinen, ungeborenen Menschengeschwister, egal ob im Mutterleib oder in der Petrischale oder in der Tiefkühltruhe eines Laboratoriums. Diese wehrlosen kleinen Menschen verdienen unseren Respekt, der ja nichts anderes sein kann als das bedingungslose Lebensrecht eines jeden von uns! Denn die Würde des Menschen ist nach wie vor unantastbar. Nur wer Artikel 1 unseres Grundgesetzes ohne Ausnahme in die Tat umsetzt, behandelt alle Menschen mit Respekt.

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Der einzig wahre Respekt ist der, der die allgemeingültigen Menschenrechte, die uns ins Herz geschrieben sind und zusätzlich im Grundgesetz stehen, nämlich das Recht auf Leben und die unantastbare Menschenwürde, respektiert. Bitte ändern Sie nun Ihren Blickwinkel und setzen Sie sich dafür ein, dass weder im Labor noch im Mutterleib so viele Mitglieder der nächsten Generation ihr Leben lassen müssen. Setzen Sie sich ein für eine echte respektvolle Familien- und Kinderpolitik! Sie haben die Chance!

Echter Respekt darf niemanden diskriminieren!

Die Autorin Christiane Lambrecht ist die Landesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben/Bayern
Archivfoto der Autorin © bei Christiane Lambrecht


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Alpenglühen 17. Dezember 2021 

@Diadochus

Ich darf Sie darauf hinweisen, daß die CDL keine „Unterabteilung“ der CDU ist! Auch wenn Manche Mitglied in beiden Organisationen sind. Die CDL ist eine eigenständige Organisation, die sich für den Schutz des Lebens in jedem „Stadium“ einsetzt.
Hr. Scholz hat, im Gegensatz zu Fr. Merkel, offen nach „vorn“ kund getan, daß u. wie er die Gesellschaft, auch gegen einen beachtlichen Teil der Bevölkerung, umwandeln will. Fr. Merkel hat das Ganze „durch die Hintertür“ erledigt. Kanzler aller Menschen in D? Wohl doch eher nur derjenigen, die zu allen seinen Plänen nur „Ja und Amen“ sagen. Wer nicht „Hurra“ schreit, wird mit aller Schärfe verfolgt und diffamiert….


4
 
 bernhard_k 17. Dezember 2021 
 

Politik ohne Gott = totales Chaos!

Ohne Kompass kann man nur blind herumirren und -stolpern.
Deutschland fährt mit Vollgas Richtung Abgrund ...
Scholz ist Kapitän der Titanic!


3
 
 Ad Verbum Tuum 17. Dezember 2021 

Wir sind Zeugen

Fortschritt ist Rückschritt,
Lebensrecht ist Unrecht
Wahrheit ist Lüge
...
1984


3
 
 Richelius 17. Dezember 2021 
 

@ Salvian

Alles was Sie aufgezählt haben, war niemals ein Wesenselement der Demokratie! In jeder Kritik der Demokratie können Sie nachlesen, was sich jetzt abspielt. Eine anonyme Mehrheit knechtet die Minderheit. Alle Rechte, die dieser Mehrheit nicht passen, sind gefährdet; eine „Erklärung der Menschenrechte“ bestenfalls ein Störfaktor auf dem Wege zur absoluten Demokratie.


3
 
 Diadochus 17. Dezember 2021 
 

Böser Bube

Frau Lambrecht stimme ich natürlich vollkommen zu. Die CDU macht es sich jetzt allerdings recht einfach. Jetzt ist BK Scholz der böse Bube. Die ehemalige BK Merkel hat derlei nie zu hören bekommen. Da klatschten alle Beifall. Jetzt ist es zu spät.


3
 
 Salvian 17. Dezember 2021 

Selbstzerstörung demokratischer Gesellschaften

Früher habe ich gelernt, dass eine demokratische Verfassung sich dadurch auszeichnet, die Rechte von Minderheiten zu schützen. Und dass es ein Subsidiaritätsprinzip gibt, das besagt, dass der Staat sich so wenig wie möglich in das gesellschaftliche Leben einmischt. Davon wollen die heutigen herrschenden Klassen nichts mehr wissen. Sie phantasieren von einer "Tyrannei der Minderheit", die von "Klimaleugnern, Querdenkern und AfD-Wählern" ausgeübt wird (so schrieb wortwörtlich die "Zeit" am 21.7.2021). Sie denken: Wir haben die demokratische Mehrheit, also ist jeder, der uns kritisiert, ein Feind der Demokratie. Und danach handeln sie auch. Ihrer Ansicht nach muss jeder, der jetzt noch in Ehe- und Familienfragen das Naturrecht verteidigt und das Verbrechen der Abtreibung verurteilt, ausgeschaltet werden. Aber sie haben ihre Rechnung ohne Gott gemacht.


7
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. 'Weihe ist Signal gegen die Gottvergessenheit'
  2. BITTE um Ihre Sommerspende für kath.net - DANKE!
  3. Merz als Cancel-Kandidat
  4. Woelki wehrt sich gegen Anschuldigungen von Kirchenrechtler Schüller
  5. "Der Modernismus ist mehr oder weniger bis in höchste Kreise in die Kirche eingedrungen"
  6. LGBTQ-Anbiederung – Ralf Schuler hat genug und verläßt „Bild“
  7. Maria 1.0: „Schreiben aus dem Sekretariat der Bischofskonferenz beantwortet „Offenen Brief“ NICHT
  8. Malteser aus aller Welt appellieren an Papst wegen Ordensreform
  9. Nein, Doch, Oooooh!
  10. Australien: Anglikanische Kirche zerbricht an der sogenannten „Homo-Ehe“
  11. Der synodale Irrweg
  12. Ist Irme Stetter-Karp eine nahe Verwandte von Onkel Screwtape?
  13. Potsdam: Vergünstigte Sondertarife für Katholiken und Protestanten bei Strom und Gas
  14. ‚Vater, Sohn, Heiliger Geist’: Model löst mit Bikinifoto heftige Gegenreaktion aus
  15. So wünsche ICH MIR MEINE Kirche'

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz