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USA: Oberster Gerichtshof eröffnet Prozess um Abtreibungsgesetz in Mississippi

4. Dezember 2021 in Prolife, keine Lesermeinung
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Mit dem Fall ‚Dobbs v. Jackson Women’s Health’ könnten die neun Höchstrichter strengere Abtreibungsregelungen in den USA ermöglichen.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)

Am 1. Dezember fand am Obersten Gerichtshof der USA die erste Anhörung eines Rechtsstreits statt, der die Entscheidung „Roe v. Wade“ korrigieren könnte, mit welcher die Abtreibung in den USA legalisiert worden ist. Unter der derzeit geltenden Regelung dürfen die US-Bundesstaaten Abtreibungen nicht einschränken, so lange das Ungeborene nicht außerhalb des Mutterleibs lebensfähig ist. Das ist ungefähr in der 22. Schwangerschaftswoche.

Mit dem jetzt gehörten Fall „Dobbs v. Jackson Women’s Health“ werden zum ersten Mal seit Jahrzehnten mögliche Einschränkungen bei Abtreibungen vor der Lebensfähigkeit außerhalb des Mutterleibs behandelt. Diese Tatsache lasse darauf schließen, dass die Entscheidung des Obersten Gerichtshof das Urteil „Roe v. Wade“ betreffen wird, schreibt John Wesley Reid von der christlich-konservativen Organisation Freedom Center.

Lebensschützer hoffen auf eine Einschränkung oder gar Aufhebung des Urteils „Roe v. Wade“. Sie setzen unter anderem auf die Mehrheit konservativer Richter im Obersten Gerichtshof. Sechs der neun Richter sind von Republikanischen Präsidenten ernannt worden, drei von ihnen von Präsident Trump.

Abhängig von der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes könnte bei einer Einschränkung oder Aufhebung von „Roe v. Wade“ die Abtreibung in den Bundesstaaten eingeschränkt oder ganz verboten werden. Eine Entscheidung wird für den Sommer 2022 erwartet.

Der Fall „Dobbs vs. Jackson Women’s Health“ hat ein Gesetz des Bundesstaates Mississippi zum Gegenstand. Dieses verbietet Abtreibungen nach der 15. Schwangerschaftswoche mit wenigen Ausnahmen. Es wurde bereits 2018 beschlossen, aber von Jackson Women’s Health Organization und dem Center for Reproductive Rights juristisch bekämpft.

Mike Pence, Vizepräsident unter Donald Trump in den Jahren 2017 bis 2021, lehnt die Entscheidung „Roe v. Wade“ ab. Der Oberste Gerichtshof könnte „Geschichte machen“, wenn er sie aufhebt. „Wir rufen den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten auf, Roe v. Wade aufzuheben und die Heiligkeit des menschlichen Lebens wieder in den Mittelpunkt des amerikanischen Rechts zu stellen“, sagte er wörtlich.

Der evangelikale Prediger Franklin Graham hofft ebenfalls auf eine Aufhebung oder Einschränkung der geltenden Abtreibungsregelung. Die Entscheidung sei von enormer Bedeutung und könnte Millionen unschuldiger Leben retten, schrieb er auf Twitter. Er rief alle Christen zum Gebet für den Obersten Gerichtshof auf, damit dieser das Gesetz von Mississippi in seiner Geltung bestätige. „Bitte beten sie für die neun Richter des Obersten Gerichtshofes, damit sie den Mut und die Überzeugung zum Schutz des Lebens zukünftiger Generationen haben“, schrieb Graham wörtlich.

 


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