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Franziskus kritisiert Missbrauch von Migranten als Druckmittel

30. November 2021 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Papst: Es sei zutiefst bedauerlich, "dass Migranten zunehmend als Druckmittel" und "Opfer politischer Rivalitäten" eingesetzt würden


Vatikanstadt/Genf, 29.11.2021 (KAP) Der Papst hat den politischen Missbrauch von Migranten kritisiert und gleichzeitig mehr legale Einwanderungswege gefordert. Es sei zutiefst bedauerlich, "dass Migranten zunehmend als Druckmittel" und "Opfer politischer Rivalitäten" eingesetzt würden, so das Kirchenoberhaupt in einer Grußbotschaft zum 70. Jahrestag der Internationalen Organisation für Migration (IOM).

Angesichts der oftmals verzweifelten humanitären Situation in Grenzregionen forderte Franziskus erneut mehr legale Migrationswege. Nur so sinke die Gefahr, "dass Migranten in die kriminellen Netze von Menschenschmugglern oder in Ausbeutung und Missbrauch hineingezogen werden, während sie gegen Gesetzesauflagen verstoßen".

In seiner Videobotschaft verlangte der Papst zudem mehr Anstrengungen bei der Integration. Diese sei ein "zweiseitiger Prozess, der auf gegenseitigem Wissen, gegenseitiger Offenheit, Respekt vor den Gesetzen und der Kultur der Aufnahmeländer und einem wahren Geist der Begegnung und gegenseitigen Bereicherung" beruhe.

Darüber hinaus seien mehr Anstrengungen für den Familienzusammenhalt nötig sowie Maßnahmen zur Besserung der Lage in Herkunftsländern. Nur dann könne "Migration zu einer wohlüberlegten Entscheidung" werden und bleibe keine "verzweifelte Notwendigkeit".

Religionen haben Gebot der Gastfreundschaft

Bei der Debatte, so der Papst weiter, gehe es nicht nur um Migranten, sondern "um uns alle, um die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaften". Dabei wies er eigens auf das in vielen Religionen geforderte Gebot der Gastfreundschaft hin und kritisierte erneut die "heute weit verbreiteten Versuchung", "alles beiseite zu schieben, was problematisch ist".

Neben Fragen und Problemen, was Aufnahmeländer tun könnten, ist es laut Aussage von Franziskus "genauso wichtig zu fragen: Welchen Nutzen bringen Migranten den Gesellschaften, die sie aufnehmen, und wie bereichern sie diese?"

Die 1951 gegründete Internationale Organisation für Migration (IOM) ist die führende zwischenstaatliche Organisation im Bereich Migration. Ihr gehören nach eigenen Angaben 173 Mitgliedsstaaten sowie acht Staaten mit Beobachterstatus an. Anders als bei vielen UN-Organisationen ist der Heilige Stuhl bei der IOM seit 2011 Vollmitglied. Die IOM unterhält knapp 400 Büros mit gut 12.600 Mitarbeitern in über 100 Ländern.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Franzfreund 5. Dezember 2021 
 

Haben Sie auch Argumente ?

@Fischlein Ich kann Ihrem Beitrag nur entnehmen, daß Sie glauben sich beim Thema besser auszukennen als der Heilige Vater. Sie betonen dies " sein nicht das erste Mal". Es sollte Sie nicht wundern, daß solche Aussagen in einem katholischen Forum zu dislikes führen. Da Ihr Beitrag aber nicht ein einziges Argument enthält, reicht es bei mir noch nicht einmal dafür.


0
 
 Fischlein 30. November 2021 
 

Nicht das erste Mal

scheint Franziskus nicht zu wissen, was er sagt. Langsam habe ich mich daran gewöhnen müssen.

Den Dislike-ern wünsche ich nicht nur Erfolg beim Anklicken des roten Daumens sondern auch beim Begründen ihrer Meinung. Bisher sehe ich kein Lob für den Papst und keine Begründung dafür.


1
 
 Winrod 30. November 2021 
 

An wen wendet sich der Papst?

Wer hört ihm zu?
Bestimmt nicht die, die an der Migration satt verdienen Und sich oft genug als "Gutmenschen" tarnen).


4
 
 J. Rückert 30. November 2021 
 

Wir sind Kalkutta, und wir sind

stolz darauf!
Der „Abenteurer“ R. Nehberg hatte sich sehr für die Indianer am Amazonas eingesetzt. Später sagte er nüchtern: „Den guten Indianer gibt es nicht!“
Die Mär vom guten Migranten sollte man nicht predigen. Und wenn alle kämen, die kommen wollten, wären wir Bagdad, Tripolis oder Kalkutta.


3
 
 Mehlwurm 30. November 2021 

Hallo, @lukas.l

Noch nicht wach?
Ihr Einsatz, bitte!


1
 
 Diadochus 30. November 2021 
 

Wege

Solange die Wege offen stehen, wird die Migration natürlich gerne in Anspruch genommen. Das ist ein Anreiz. Der Papst sollte sich allerdings nicht von falschen Motiven einlullen lassen, sondern sich fragen, ob nicht auch die Habgier und die Sucht nach Wohlstand und Bequemlichkeit ein Motiv der Migration sein könnte. Das wäre weniger christlich und verdiente keine Unterstützung.


3
 

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