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Warum die Priesterausbildung ein „Detox-Jahr“ beinhaltet

22. November 2021 in Spirituelles, 5 Lesermeinungen
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Das vor die eigentliche Ausbildung gesetzte „Propädeutikum“ dient der geistlichen „Entschlackung“ der Priesteranwärter und soll ihre persönliche Heiligkeit fördern.


Washington D.C. (kath.net/aleteia/mk) Die letzten 50 Jahre haben die Schwachpunkte in der katholischen Priesterausbildung auf schmerzhafte Weise enthüllt. Zahlreiche Männer wurden zu Priestern geweiht, und strauchelten dann unter dem Einfluss weltlicher Versuchungen. Diese Erkenntnis veranlasste den heiligen Johannes Paul II. in seinem Schreiben „Pastores dabo vobis“, ein zusätzliches Ausbildungsjahr einzufordern. Eine Zeit der „menschlichen, christlichen, intellektuellen und geistlichen Vorbereitung“.


Diese offiziell „Propädeutikum“ genannte Ausbildungsstufe wird von jeder Diözese und jedem Seminar anders umgesetzt. Das Priesterseminar in Denver, Colorado, bietet etwa ein „Geistliches Jahr“ an, das eine komplette geistliche „Entschlackung“ beinhaltet. Die Kandidaten müssen an sechs Tagen der Woche (der Samstag ist die Ausnahme) auf Handy und Internet verzichten und dürfen keine Einkäufe tätigen. Außerdem werden Gelegenheiten zur geistlichen Einkehr sowie geistliche Begleitung angeboten. Ein anderes Seminar in St. Paul, Minnesota, konzentriert sich auf Jüngerschaft. Die Anwärter zum Priestertum sollen eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus entwickeln, bevor sie die Ausbildung beginnen.


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