Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  12. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  13. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  14. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  15. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!

Syrisch-orthodoxe Kirche: Debatte über liturgische Kalenderreform

6. September 2021 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In der weltweit verbreiteten Kirche sind derzeit sowohl der Julianische als auch der Gregorianische Kalender in Verwendung


Damaskus (kath.net/KAP) Die Syrisch-orthodoxe Kirche hat einen internen Diskussionsprozess über eine mögliche liturgische Kalenderreform gestartet, wie der Pro-Oriente-Informationsdienst (Freitag) berichtet. Bei der letzten Kirchensynode Ende Juni im Libanon führten die syrisch-orthodoxen Bischöfe aus aller Welt eine breite Debatte zu seelsorglichen, sozialen, liturgischen und spirituellen Fragen. Die Bischöfe berieten in diesem Zusammenhang auch über zahlreiche Anfragen von syrisch-orthodoxen Gemeinden aus aller Welt, die sich für verstärkte Bemühungen um ein einheitliches Osterdatum aller Kirchen aussprachen.

Die Bischöfe hielten bei ihren Beratungen fest, dass es sich bei der Frage des liturgischen Kalenders um keine doktrinäre Angelegenheit handle. Man sei grundsätzlich bereit, "Ostern an jedem von allen Kirchen vereinbarten Termin zu feiern". Dies haben man auch immer wieder bei ökumenischen Begegnungen kundgetan.


Die Bischöfe erörterten bei ihren Beratungen in der Patriarchalresidenz in Atchaneh zwei Optionen: Zum einen steht die Annahme des Gregorianischen Kalenders in allen liturgischen Feiern für die ganze Syrisch-orthodoxe Kirche zur Diskussion. Der zweite Vorschlag sieht vor, dass die syrisch-orthodoxen Gläubigen im Westen nach dem Gregorianischen Kalender feiern sollen, während diejenigen im Osten weiterhin dem Julianischen Kalender folgen. Schließlich wurde beschlossen, dass die Bischöfe dazu die Gläubigen befragen und an die Synode berichten sollen.

Der syrisch-orthodoxe Patriarch Afrem II. hat nun vor Kurzem in einem Schreiben an alle Diözesen bzw. Pfarren diese aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen.

Die Kalenderfrage ist schon jetzt in der Syrisch-orthodoxen Kirche nicht ganz einfach. Die Kirche umfasst nach eigenen Angaben zwischen 5,5 und 6 Millionen Gläubige. Allein vier Millionen davon leben in Indien. Sie gehören zur Syrisch-Orthodoxen Kirche von Malankara in Südindien. Diese Kirche hat autonomen Status, untersteht aber dem syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien. Die übrigen syrisch-orthodoxen Gläubigen verteilen sich fast über die ganze Welt: Sie leben vor allem in Brasilien, in Europa, den USA und Kanada. Im Nahen Osten (Syrien, Türkei, Libanon, Irak, Ägypten) leben maximal noch 250.000. Im Jahr 2014 verzeichnete die Kirche einen deutlichen Zuwachs: 20 Jahre zuvor waren in Guatemala zwischen 850.000 und 900.000 Katholiken kollektiv aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten. 2012 suchten sie um Aufnahme in die Syrisch-orthodoxe Kirche an und diesem Ansuchen wurde schließlich 2014 stattgegeben.

Während in der Syrisch-orthodoxen Kirche grundsätzlich der Julianische Kalender zur Anwendung kommt, feiert die indische Syrisch-Orthodoxe Kirche von Malankara die Feste nach dem Gregorianischen Kalender. Auch in Lateinamerika ist dies der Fall.

Patriarch Afrem betont in seinem Schreiben, dass Option Eins bedeuten würde, dass dann alle Syrisch-orthodoxen Gläubigen gemeinsam die kirchlichen Feste begehen würden. Trotzdem wolle er sich aber nicht auf eine Option festlegen, sondern zuerst einmal die Gläubigen befragen. Er hoffe aber, so der Patriarch, dass die Bischöfe auf der nächsten Heiligen Synode eine Entscheidung treffen können.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wir machen da was mit Medien
  2. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  3. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  4. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  5. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  6. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  7. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  8. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  9. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  12. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  13. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  14. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  15. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz