Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  3. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  4. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  5. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  6. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  7. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  12. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  13. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken

Syrisch-orthodoxe Kirche: Debatte über liturgische Kalenderreform

6. September 2021 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In der weltweit verbreiteten Kirche sind derzeit sowohl der Julianische als auch der Gregorianische Kalender in Verwendung


Damaskus (kath.net/KAP) Die Syrisch-orthodoxe Kirche hat einen internen Diskussionsprozess über eine mögliche liturgische Kalenderreform gestartet, wie der Pro-Oriente-Informationsdienst (Freitag) berichtet. Bei der letzten Kirchensynode Ende Juni im Libanon führten die syrisch-orthodoxen Bischöfe aus aller Welt eine breite Debatte zu seelsorglichen, sozialen, liturgischen und spirituellen Fragen. Die Bischöfe berieten in diesem Zusammenhang auch über zahlreiche Anfragen von syrisch-orthodoxen Gemeinden aus aller Welt, die sich für verstärkte Bemühungen um ein einheitliches Osterdatum aller Kirchen aussprachen.

Die Bischöfe hielten bei ihren Beratungen fest, dass es sich bei der Frage des liturgischen Kalenders um keine doktrinäre Angelegenheit handle. Man sei grundsätzlich bereit, "Ostern an jedem von allen Kirchen vereinbarten Termin zu feiern". Dies haben man auch immer wieder bei ökumenischen Begegnungen kundgetan.


Die Bischöfe erörterten bei ihren Beratungen in der Patriarchalresidenz in Atchaneh zwei Optionen: Zum einen steht die Annahme des Gregorianischen Kalenders in allen liturgischen Feiern für die ganze Syrisch-orthodoxe Kirche zur Diskussion. Der zweite Vorschlag sieht vor, dass die syrisch-orthodoxen Gläubigen im Westen nach dem Gregorianischen Kalender feiern sollen, während diejenigen im Osten weiterhin dem Julianischen Kalender folgen. Schließlich wurde beschlossen, dass die Bischöfe dazu die Gläubigen befragen und an die Synode berichten sollen.

Der syrisch-orthodoxe Patriarch Afrem II. hat nun vor Kurzem in einem Schreiben an alle Diözesen bzw. Pfarren diese aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen.

Die Kalenderfrage ist schon jetzt in der Syrisch-orthodoxen Kirche nicht ganz einfach. Die Kirche umfasst nach eigenen Angaben zwischen 5,5 und 6 Millionen Gläubige. Allein vier Millionen davon leben in Indien. Sie gehören zur Syrisch-Orthodoxen Kirche von Malankara in Südindien. Diese Kirche hat autonomen Status, untersteht aber dem syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien. Die übrigen syrisch-orthodoxen Gläubigen verteilen sich fast über die ganze Welt: Sie leben vor allem in Brasilien, in Europa, den USA und Kanada. Im Nahen Osten (Syrien, Türkei, Libanon, Irak, Ägypten) leben maximal noch 250.000. Im Jahr 2014 verzeichnete die Kirche einen deutlichen Zuwachs: 20 Jahre zuvor waren in Guatemala zwischen 850.000 und 900.000 Katholiken kollektiv aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten. 2012 suchten sie um Aufnahme in die Syrisch-orthodoxe Kirche an und diesem Ansuchen wurde schließlich 2014 stattgegeben.

Während in der Syrisch-orthodoxen Kirche grundsätzlich der Julianische Kalender zur Anwendung kommt, feiert die indische Syrisch-Orthodoxe Kirche von Malankara die Feste nach dem Gregorianischen Kalender. Auch in Lateinamerika ist dies der Fall.

Patriarch Afrem betont in seinem Schreiben, dass Option Eins bedeuten würde, dass dann alle Syrisch-orthodoxen Gläubigen gemeinsam die kirchlichen Feste begehen würden. Trotzdem wolle er sich aber nicht auf eine Option festlegen, sondern zuerst einmal die Gläubigen befragen. Er hoffe aber, so der Patriarch, dass die Bischöfe auf der nächsten Heiligen Synode eine Entscheidung treffen können.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Die Stunde der Heuchler
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  14. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  15. Ist Jesus der Herr?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz