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„Die Zukunft hat in Köln früher begonnen als anderswo“

23. August 2021 in Deutschland, 1 Lesermeinung
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Prof. Menke: „Woelki, Erzbischof von Köln, wäre seine Kritiker mit einem Schlag los, wenn er in Sachen ‚Synodaler Weg‘, Frauenpriestertum oder Segnung ausserehelich zusammenlebender Paare...“. Gastbeitrag von Gero Weishaupt


Köln (kath.net/Kathnews)  „Der Erzbischof von Köln wäre seine Kritiker mit einem Schlag los, wenn er in Sachen ‚Synodaler Weg‘, Frauenpriestertum oder Segnung ausserehelich zusammenlebender Paare eine ähnliche Position wie die Bischöfe von Limburg und Osnabrück vertreten würde.“ Das sagte Professor Dr. Karl-Heinz Menke in einem Interview mit der Kirchenzeitung des Erzbistums Köln. Der emeritierte Professor für Dogmatik und Theologische Propädeutik an der Katholischen Fakultät der Universität Bonn ist zusammen mit dem Untersekretär der Apostolischen Signatur, Msgr. Prof. Dr. Markus Graulich, Herausgeber der Festschrift  mit dem Titel „Fides incarnata – fleischgewordener Glaube“, die zum 65. Geburtstages des Kölner Erzbischofs, Rainer Maria Kardinal Woelki, am 18. August 2021 in einer Feier in Köln dem Kardinal überreicht worden ist.


Eindeutige Positionierung

In ihrem Vorwort hätten die Herausgeber sich „eindeutig positioniert“, auch wenn die Festschrift schon lange vor den „polarisierten Debatten der vergangenen Monate geplant worden sei, erklärte Prof. Menke. Es sei „ein Skandal, dass man Kardinal Woelki eine Visitation ins Haus schickt, während die deutschen Bischöfe unbehelligt bleiben, die den Missbrauchsskandal nicht annähernd so konsequent wie er aufklären und stattdessen römische Verlautbarungen regelmäßig in Frage stellen“, so der em. Bonner Dogmatiker.

Dokument der Glaubenskongregation als Ausgangspunkt

In seinem Titel greift die Festschrift, so Menke, das Dokument der Glaubenskongregation zum Verhältnis von Glaubensvollzug und Glaubenssinn, von Glaube und Sakrament/Kirche auf. Denn auf der einen Seite zeige sich „das Phänomen eines desinkarnierten Christentums reiner Innerlichkeit, auf der anderen Seite das Phänomen des sogenannten Sakramentalismus, einer auf Formeln, Riten und Äußerlichkeit reduzierten Religiosität ohne persönlichen Glauben“, erklärt Menke. Sowohl in seinen Verlautbarungen zum Zukunftsweg der Erzdiözese Köln als auch in Vorträgen und Predigten lasse Kardinal Woelke „ein waches Gespür für diese doppelte Herausforderung erkennen“, erläutert Menke den Hintergrund der Festschrift.

Theologiestudium in Treue zum Lehramt

Auf die Übernahme der Trägerschaft der vormaligen Theologischen Hochschule Sankt Augustin und deren Verlegung nach Köln unter dem Namen „Kölner Hochschule für Theologie“ durch den Kölner Kardinal angesprochen, bejahte der ehemalige Bonner Professor die Frage, ob „die Festschrift auch eine Anerkennung seiner (des Kardinals) Bemühungen um eine Theologenausbildung, die wissenschaftliche und didaktische Qualität mit strikter Treue zum Lehramt der Kirche verbindet“. Der Kardinal habe rechtzeitig erkannt, dass im Hinblick auf „das groteske Missverhältnis zwischen der Zahl der Theologiestudenten und der Zahl der Lehrstühle“ und der „Inhalte“ und der „Effizienz des Theologiestudiums“ eine Neuordnung notwendig ist. Prof. Menke geht davon aus, dass man mit diesem Schritt des Kölner Erzbischöfs vielleicht „in wenigen Jahren erkennen“ wird, „dass die Zukunft in Köln früher als anderswo begonnen hat“.


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Lesermeinungen

 Chris2 24. August 2021 
 

Möge es so sein

und nicht im Negativen, denn auch die Verbrechen der Silvesternacht 2015 mit über 1000 sexuell attackierten Frauen fanden vor allem in Köln (und Hamburg) statt.


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