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„DBK (noch) nicht bereit zum Dialog“

17. August 2021 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
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„Initiative Dubium“: „Wir werden unsere Zweifel in Bezug auf die Einheit der katholischen Kirche in Deutschland mit Rom auch weiterhin in der Öffentlichkeit thematisieren!“ - DBK-Vorsitzender Bätzing geht bisher nicht in den Dialog mit der Initiative


Wattenscheid/Bonn (kath.net/Initiative Dubium) Zum Pfingstfest 2021 haben drei Katholiken aus dem Bistum Essen ihre Zweifel in Bezug auf die Einheit der katholischen Kirche in Deutschland mit Rom in einem Dubium formuliert. Ziel war auch ein Dialog mit der deutschen Bischofskonferenz rund um die formulierten Zweifel.

Andre Wiechmann, einer der Initiatoren des Dubiums, hat diesen Dialog in einer schriftlichen Anfrage bei Bischof Georg Bätzing erbeten.

In Bezug auf die erste Anfrage lehnte die Generalsekretärin, Frau Dr. Beate Gilles, ein Gesprächsangebot mit der Begründung ab, öffentlich gemachte Briefe etc. würden grundsätzlich nicht beantwortet, ließ sie wissen. Andre Wiechmann bat daraufhin erneut um einen Dialog mit Bischof Bätzing in seiner Funktion als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz.
„Den Bischöfen ist die Sorge für die ihnen anvertrauten Schafen auferlegt. Wir formulieren unsere Sorgen und Ängste und finden kein Gehör bei den Hirten?“, argumentiert Wiechmann in seiner zweiten Anfrage.


Auch die zweite Anfrage wurde seitens der DBK abgelehnt. Die Begründung, der Antwort von Frau Dr. Gilles, den Umgang mich offenen gemachten Briefen betreffend, sei nichts hinzuzufügen.

Weiter wird seitens der DBK ausgeführt:

"Wir befinden uns in Zeiten von Unsicherheit und Orientierungssuche. Um es mit den Worten von Papst Franziskus aus seinem Brief an daspilgernde Volk Gottes in Deutschland vom Juni 2019 zusagen: Wir sind uns alle bewusst, dass wir nicht nur in einer Zeit der Veränderungen leben, sondern vielmehr in einer Zeitenwende, die neue und alte Fragen aufwirft, angesichts derer eine Auseinandersetzung berechtigt und notwendig ist."

Die Bischöfe haben die Hinweise von Papst Franziskus zur Synodalität, zum Primat der Evangelisierung und zum ,,sensus ecclesiae" aufgegriffen. Mit Papst Franziskus können wir gelassen sein, solange sich alle vom Heiligen Geist leiten lassen."

Dazu hat Andre Wiechmann folgende Gedanken in einem Brief an die DBK formuliert:

„Es bestreitet niemand, dass wir in einer Zeit der Orientierungssuche, der Zeitenwende und einer Zeit der Veränderungen leben. Doch kann die Antwort darauf nicht ein Paradigmenwechsel in der Glaubenslehre und der Anthropologie und der darauf stützenden Morallehre sein. Evangelisierung im Sinne von Papst Franziskus und der Kirche heißt, Antworten auf die Herausforderungen aus dem Evangelium geben in Treue zur Tradition, zur Wesensnatur des Menschen und zum bisherigen kirchlichen Lehramt. Der Heilige Geist wirkt nicht in vom Zeitgeist diktierten synodalen, auf einen fragwürdigen Konsens angelegten Mehrheiten. Die in unserem Dubium formulierten Punkte sind darum keine angemessene Antwort auf die Fragen der Zeit und führen zur Spaltung der Kirche.“

„Wir werden unsere Zweifel in Bezug auf die Einheit der katholischen Kirche in Deutschland mit Rom auch weiterhin in der Öffentlichkeit thematisieren!“, unterstreichen Andre Wiechmann und seine Mitstreiter.

Die Unterzeichner des Dubiums wollen nun den Dialog mit den einzelnen Bischöfen der deutschen Bistümer suchen, die schlussendlich für die Einheit in ihren Bistümer verantwortlich sind, und hoffen nun auf Hirten, die die Zweifel und Sorgen Ihrer Scharfe hören.


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Lesermeinungen

 SalvatoreMio 21. August 2021 
 

Mann und Frau sind eben nicht gleich ...

@Lieber wedlerg! Die Waffe des Mannes ist die Faust; die Waffe der Frau ist die die Zunge.


1
 
 wedlerg 18. August 2021 
 

Jetzt ist auch klar, warum eine Frau Generalsekretärin wurde

So beflissen, empathisch und inhaltlich bedeutsam wie Frau Dr. Gilles hätte ein Mann nie antworten können.

Die Linken sitzen jetzt an den Schalthebeln der Macht und zeigen uns gerade in der DBK wie gehaltvoll sie ihr Leitungsamt ausüben. Voller Dialog, Gehalt und Nächstenliebe.


4
 
 Johannpeter 18. August 2021 
 

Wie unsicher muss unsere DBK sein?

Ich finde die Fragen von Herrn Wiechmann und seinen Freunden als wichtig und richtig. Was ist das für eine Kirche die Angst hat mit ihren Gläubigen zu reden. Drängende Fragen in der Kirche einfach zu ignorieren, ist doch sehr schwach. Es macht keinen besonders guten Eindruck! deutschland, deine Kirchen sind leider momentan ohnmächtig!


3
 
 Chris2 18. August 2021 
 

Warum auch sollte der Kapitän der Titanic

in seiner synodalen Fahrrinne sich mit dem Mann im Ausguck unterhalten?


2
 
 Lucilius 17. August 2021 
 

Auch nicht öffentlich gemachte unbequeme Anfragen werden von vielen Bischöfen nicht beantwortet. Das ist Bestandteil ihrer Kommunikations-DNA und Mittel, die Briefschreiber mit Verachtung zu behandeln. Ich habe noch nie eine Antwort von dem Bischof meines Bistums erhalten.


2
 
 physicus 17. August 2021 
 

Ob die Dialogverweigerung seitens der DBK-Leitung

wohl aus einem Mangel an für Katholiken stichhaltigen Argumenten resultiert?


3
 

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