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Haitis Ordensleute fordern Aufklärung von Präsidentenmord

13. Juli 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Konferenz der Ordensleute verurteilt "mit aller Kraft die Gewalt, wo immer sie herkommt und in allen ihren Formen"


Port-au-Prince (kath.net/KAP) Die haitianische Konferenz der Ordensleute (CHR) zeigt sich nach der Ermordung von Präsident Jovenel Moise (Archivfoto) am 7. Juli schockiert und "fordert, dass eine Untersuchung durchgeführt wird, um Licht in dieses abscheuliche Verbrechen zu bringen, damit alle Schuldigen vor Gericht gebracht werden können". Angesichts des Attentats auf den 53 Jahre alten Staatschef sei nun die Gelegenheit dazu, "Gerechtigkeit für alle anderen Opfer von Gewalt im ganzen Land zu fordern", wie es in der auf der Website des Lateinamerikanischen Bischofsrates CELAM veröffentlichten Erklärung heißt. Zudem bekunden die Ordensleute ihr "Beileid an die Familienmitglieder des Präsidentenpaares, Freunde und Angehörige, die über diesen Verlust trauern".


Gleichzeitig verurteilten die Ordensleute "mit aller Kraft die Gewalt, wo immer sie herkommt und in allen ihren Formen". Erforderlich sei es, nun den Weg des Wandels, der Demokratie und des Fortschritts zu beschreiten sowie ein "wahres nationales Erwachen". Die CHR appellierte daher "an das Gewissen der verschiedenen Akteure und alle lebendigen Kräfte der Nation".
Zudem betonte die CHR ihr "aufrichtiges Engagement im Kampf für die Wiederherstellung einer menschlicheren und brüderlicheren Gesellschaft, die auf Rechten, Würde und Versöhnung unter allen Töchtern und Söhnen der Nation aufgebaut ist". Die CHR bat in ihrer Erklärung auch um Gottes Schutz "in diesen Zeiten der Probleme und Unsicherheit" und um die Fürsprache der Muttergottes.

Auch Papst Franziskus äußerte sich am Sonntag in seiner Ansprache vom Balkon der Gemelli-Klinik zum Attentat auf den Präsidenten von Haiti und forderte ein Ende der Gewaltspirale in Haiti. Er schloss sich dem Appell der Bischöfe des Landes an, die Waffen niederzulegen, das Leben zu wählen und im Interesse aller und Haitis zu handeln.

Bereits am Tag nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moise hatte der Papst in einem Telegramm an die Bischofskonferenz von Haiti der beim Attentat schwer verletzten Präsidentengattin sowie dem Volk des Inselstaates sein Beileid ausgedrückt.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

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Lesermeinungen

 SCV 13. Juli 2021 
 

Politischer Mord

Das ist eine fürchterliche Entwicklung in Haiti, die das ganze Land weiter destabilisiert. Wir brauchen in Deutschland nicht denken, dass politischer Mord bei uns nicht möglich ist. Es ist erst 2 jähre her, dass im Jahr 2019 ein rechtsradikaler Täter den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke erschossen hat.


1
 
 Chris2 13. Juli 2021 
 

Manchmal ist es auch zuviel

und politische Gegner oder das organisierte Verbrechen bringen ein ganzes Land gegen sich auf. So wie bei den damals fast alltäglichen Mafiamorden der 1980er, sogar mit hunderten Kimogramm Sprengstoff auf hohe Richter. Oder (hoffentlich) beim versuchten Mordanschlag auf einen Journalisten in den Niederlanden vor ein paar Tagen, dem offenbar im Auftrag des zugewanderten organisierten Verbrechens auf offener Straße in den Kopf geschossen wurde. Nur die Deutschen werden nie aufwachen. Und wenn alles zu spät ist, werden sie sagen: "Mei, wir haben es wegen der Untaten unserer Urgroßväter ja auch nicht anders verdient"...


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