Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  8. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  9. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  10. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  11. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  15. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin

"Corona hat uns missionarischer gemacht"

7. Juni 2021 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Dies meint Missio-Nationaldirektor, Pater Karl Wallner, bei einer dreitägigen Online-Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke


Wien (kath.net/KAP) "Die Corona-Pandemie hat uns ärmer, aber missionarischer gemacht": Dieses Fazit hat der österreichische Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner nach der jährlichen Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke gezogen. An der Veranstaltung, die coronabedingt von 1. bis 3. Juni digital stattfand, nahmen Missio-Nationaldirektoren aus allen Kontinenten gemeinsam mit dem Präsidenten, Erzbischof Giampietro Dal Toso, den Generalsekretären der vier Päpstlichen Missionswerke und dem Verwaltungsbeauftragen teil.

Die Spenden seien zwar weltweit um bis zu 40 Prozent zurückgegangen, trotzdem habe es missionarische Aufbrüche gegeben, meinte P. Wallner, etwa die verstärkte Nutzung Sozialer Medien sowie die Etablierung neue Missions-Formate. Die Päpstlichen Missionswerke die 2022 u.a. das 200-jährige Jubiläum der Gründung des ersten Missionswerkes feiern, seien der Grund, warum die Kirche heute mehr sei, als eine "kleine europäische Sekte". "Die Missionswerke haben Weltkirche wieder möglich gemacht", so P. Wallner, der im Rahmen der Generalversammlung als einer von sechs Nationaldirektoren - als einziger europäischer Vertreter - referierte. Seit der Gründung und Erhebung der Werke in den Rang eines Päpstlichen Werkes unterstütze Misso mit der Verteilung von Geldern und Förderung von Laien wie Priestern in Ländern des Globalen Südens.


"Das Geld wird dorthin gegeben, wo Kirche es am dringendsten braucht", erläuterte P. Wallner, der Missio Österreich seit 2016 leitet. "In einer globalen Welt braucht ein 'global player', wie die Kirche, auch eine zentrale Umverteilung." Missio übe aber auch einen Dienst an den Ortskirchen aus, betonte Wallner: Es sorge dafür, dass die regionalen Kirchen nicht zu selbstreferenziell werden. "Wir glauben noch immer, dass Europa der Nabel der Welt ist. Zwar haben wir noch immer höhere finanzielle Ressourcen, die Dynamik in der Kirche geht aber von der Kirche im Süden aus, etwa in Südamerika, Papa Neuguinea oder Afrika."

So sei die Kirche im Wachsen, jedoch nicht in Europa, gab P. Wallner zu bedenken. "Die Dynamik der Kirche hat sich eindeutig in den Süden verlagert." Dal Toso: Sinn der Mission neu entdecken Die weltweite Pandemie habe die internationalen Sekretariate dazu gezwungen, neue Arbeitsweisen zu entwickeln sowie mehr Präsenz in Radio, Fernsehen und in den sozialen Medien zu zeigen: Das betonte der Präsident der Päpstlichen Missionswerke, Erzbischof Giampietro Dal Toso, in seinen Grußworten zu Beginn der Generalversammlung. Er ermutigte alle Misso-Stellen "diesen Weg mit Überzeugung fortzusetzen, und die Menschen dort abzuholen, wo sie sind". Auch der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kardinal Luis Antonio G. Tagle, sandte ein Grußwort zu Versammlung, wie der römische Nachrichtendienst "Fides" am Freitag berichtete.

Von großem Nutzen für die internationale Missionsarbeit sei auch der Corona-Hilfsfonds gewesen, der letztes Jahr von Papst Franziskus bei den Päpstlichen Missionswerken eingerichtet wurde, betonte Dal Toso. Damit hätte man "mit großer Flexibilität auf eine ernsthafte Notlage des Augenblicks reagieren können". Anlässlich des Wechsels des Generalsekretärs der Päpstlichen Missionsunion (PUM), die Papst Paul VI. als die "Seele" der Päpstlichen Missionswerke bezeichnete, nannte der Erzbischof zwei wichtige Aspekte zur Stärkung der Missionsunion auf lokaler Ebene: die Förderung der theologischen Grundlagen, "ohne die unsere Arbeit Gefahr läuft, ihre Spezifizität zu verlieren", und die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, denn "die Vermittlung des Wissens über die Missionen und die Bildungsarbeit zur Förderung eines missionarischen Bewusstseins ist heute genauso wichtig wie gestern".

Drei Jubiläen 2022 Im kommenden Jahr 2022 feiern die Päpstlichen Missionswerk drei große Jubiläen, zu denen ein viertes hinzukommt: das 400-jährige Jubiläum der Gründung der "Propaganda fide"; das 200-jährige Jubiläum der Gründung des ersten Missionswerkes; das 100-jährige Jubiläum der Erhebung der Werke in den Rang eines Päpstlichen Werkes. Gefeiert wird zudem der 150. Geburtstag des seligen Pater Paolo Manna, Gründer der Päpstlichen Missionsunion. Erwartete werde 2022 auch die Seligsprechung von Pauline Jaricot (1799-1862), der Gründerin des Werkes der Verbreitung des Glaubens und des lebendigen Rosenkranzes, meinte P. Wallner. Als Frau und Laienchristin sei Jaricot eine moderne kirchliche Persönlichkeit, die ihr Engagement ganz praktisch lebte.

Eine Eigenschaft, die sich der österreichische Misso-Leiter auch von anderen Laien erwarten würde: "Die päpstlichen Missionswerke betonen immer wieder, dass Mission nicht von oben, also von Bischöfen oder Priester gelebt werden sollte, sondern dass alle dazu aufgerufen sind, sich missionarisch zu bestätigen - egal ob mit Spenden oder praktischer Hilfe." Und ohne "ein starkes missionarisches Laientum" werde es keinen missionarischen Aufbruch in Europa geben. Die Kirche solle diese Jubiläen darum nutzen, um "über den Sinn der Mission in der heutigen Zeit" nachzudenken, meinte P. Wallner. Die nächste Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke findet im Frühjahr 2022 in Lyon statt, wo Pauline Jaricot geboren wurde und wirkte.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  2. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  3. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  4. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  5. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  6. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  7. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  8. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  9. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  10. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  13. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  14. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  15. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz