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„Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben“ (Dt 30,19)

20. Mai 2021 in Prolife, 4 Lesermeinungen
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US-Bischof Cordileone reagiert erneut denkbar scharf auf Äußerungen der abtreibungsbefürwortenden Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Von Petra Lorleberg


San Francisco-Washington DC. (kath.net/pl) Erneut kommt denkbar scharfe Kritik an der abtreibungsbefürwortenden Haltung von Nancy Pelosi (Demokratische Partei), der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, von Erzbischof Salvatore Cordileone/San Francisco (Kalifornien), der Heimatdiözese von Pelosi. Das Schreiben vom 17. Mai ist in voller Länge auf der Homepage der Diözese veröffentlicht.

kath.net dokumentiert die Antwort von Erzbischof Cordileone vom 17. Mai 2021 auf die Kommentare von Sprecherin Pelosi zum Brief von Luis Ladaria, SJ in voller Länge in eigener Übersetzung – Übersetzung © kath.net/PL

Als Antwort auf die Kommentare von Sprecherin Nancy Pelosi an einen EWTN-Reporter zu dem Brief von Luis Ladaria, SJ an Erzbischof José Gómez hat Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco die folgende Erklärung abgegeben:


Wir dürfen diese Tatsache nie aus den Augen verlieren: In den letzten 50 Jahren wurden allein in den USA 66.000.000 Babys im Mutterleib ermordet. Dies ist keine Frage, über die man urteilen kann. Es ist eine Tatsache. 66.000.000 Babys wurden im Mutterleib ermordet. Wenn wir uns umschauen und sehen, was heute in unserer Gesellschaft passiert, werden wir sehen, dass diese Tatsache erneut zeigt, dass Gewalt Gewalt erzeugt. 66.000.000 Babys wurden im Mutterleib ermordet. Die Reaktion auf eine Frau in einer Krisenschwangerschaft ist nicht Gewalt, sondern Liebe.

Aus diesem Grund freue ich mich zu wissen, dass Sprecherin Pelosi mit dem Brief von Kardinal Ladaria, Präfekt der Vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre, an Erzbischof Gómez, Präsident der Katholischen Konferenz der Vereinigten Staaten, über Bischöfe in Bezug auf die Frage von Katholiken, die im öffentlichen Leben eine herausragende Rolle spielen und sich für Praktiken einsetzen, die von schwerem Übel sind. zufrieden ist. In diesem Brief rät Kardinal Ladaria den US-Bischöfen, anhand der Leitlinien, die 2004 in einem privaten Brief des damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Ratzinger, an die US-Bischöfe dargelegt wurden, zu ermitteln, wie diese Situation angegangen werden kann.

In seinem Brief bestätigte Ratzinger, dass die konsequente Befürwortung von Abtreibung und Sterbehilfe eine formelle Zusammenarbeit mit schwerer Sünde darstellt und dass die Bischöfe mit den im öffentlichen Leben prominenten Katholiken in Dialog treten müssen, um das schwere Übel zu verstehen, das diese begehen und sie zu einem Sinneswandel begleiten. In diesem Brief führt er weiter aus, dass der Bischof aus Respekt vor dem katholischen Glauben, was es bedeutet, die heilige Kommunion zu empfangen, erklären muss, dass der Einzelne nicht zur Kommunion zugelassen wird, wenn sich diese Dialoge als erfolglos erweisen. Die positive Reaktion von Sprecher Pelosi auf den Brief von Kardinal Ladaria lässt also hoffen, dass in dieser schwerwiegendsten Angelegenheit Fortschritte erzielt werden können.

Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. (Dt 30,19)

Link zum Originalstatement von Erzbischof Cordileone uf der Homepage des Erzbistums San Francisco: Archbishop Cordileone's Response to Speaker Pelosi's Comments About the Letter from Luis Ladaria, SJ

 


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Lesermeinungen

 PadreWalter 20. Mai 2021 

Schutz des ungeborenen Lebens

Ich darf hier an ein Interview erinnern, das Papst Franziskus im Jahr seines Amtsantritts der Jesuitenzeitschrift 'Civiltà Cattolica' gegeben hat: "Wir dürfen nicht immer nur die Themen Abtreibung, homosexuelle Ehe und Empfängnisverhütung betonen. Ich habe nicht viel zu diesen Dingen gesagt, und das ist mir zum Vorwurf gemacht worden. Die Meinung der Kirche dazu ist bekannt und ich bin ein Sohn der Kirche, aber man sollte nicht ständig darüber reden."
Letztlich liegt die Entscheidung über die Zulassung zur Kommunion natürlich beim einzelnen Ordinarius und Erzbischof Cordileone vertritt hier eine besonders klare Position (dass er mit dieser Haltung unter Papst Franziskus Kardinal werden kann, erscheint eher unwahrscheinlich. Man denke nur an den glaubenstreuen und geschätzten Erzbischof em. Chaput von Philadelphia, dem diese Ehre leider verweigert wurde).
Die deutschen Bischöfe könnten sich in dieser und ähnlichen Fragen ein gewaltiges Stück von den amerikanischen Bischöfen abschneiden!


8
 
 PadreWalter 20. Mai 2021 

Die US-Amerikanischen Bischöfe sind sich beim Thema Schutz des ungeborenen Lebens weitgehend einig und haben erneut dieses Thema als "preeminent" (besonders wichtig) erklärt (gegen den Widerstand der Papst Franziskus besonders nahestehenden Mitglieder der Bischofskonferenz).
Zur Zeit geht es vor allem um die Frage, ob Politiker, wie Präsident Biden und Nancy Pelosi (beide katholisch), die beide Abtreibung befürworten bzw. propagieren, die Kommunion empfangen dürfen. Da ein diesbezüglicher negativer Beschluss der USCCB möglich schien, sind die von Papst Franziskus ernannten Kardinäle Tobin und Cupich nach Rom gereist, um dem einen Riegel vorzuschieben und haben erreicht, dass die Glaubenskongregation (Kard. Ladaria, sicher nicht ohne Wissen von Papst Franziskus) der USCCB den Pfad zu einem solchen Beschluss ungemein erschwert, wenn nicht unmöglich macht.


8
 
 mphc 20. Mai 2021 

Erzbischof Löwenherz,

ein großer Apologet für das Leben! Wann folgt endlich die Ernennung zum Kardinal?
Im Unterschied zur deutschen Bischofskonferenz spricht sich die US-Konferenz viel entschiedener pro-life aus.


4
 
 Sputnik 20. Mai 2021 
 

Klare Worte von Erzbischof Cordileone (Löwenherz) an US-Politiker, die sich als Katholiken bezeichnen. Leider scheint die US-Bischofskonferenz ähnlich wie die deutsche, in wichtigen Lebensfragen uneinig zu sein.


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