Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  10. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  11. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  15. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf

Schweizergarde: 34 neue Rekruten für den Papst vereidigt

7. Mai 2021 in Kommentar, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Treueschwur auf Franziskus inmitten der Corona-Pandemie - Von Kathpress-Korrespondenten Alexander Pitz und Roland Juchem - Mit VIDEO


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Inmitten der anhaltenden Corona-Pandemie sind am Donnerstagabend im Vatikan 34 neue Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde vereidigt worden. Die traditionelle Zeremonie im Damasushof des Apostolischen Palastes, bei der die Gardisten ihren Treueschwur auf Papst Franziskus leisten, fand unter erheblichen Einschränkungen statt. Gefeiert wurde trotzdem.

Einer der neuen jungen Schweizergardisten ist Gian Andrea Bossi aus Davos. Einige Freunde hätten seinen Entschluss "toll" gefunden, sagte der 20-Jährige kurz vor Beginn der Feier im Gespräch mit Kathpress. Andere hätten sich anfangs über das "bunte Clownskostüm" lustig gemacht, das er als Gardist tragen müsse. Auch mit teils berechtigter Kritik an der katholischen Kirche habe er sich auseinandergesetzt. Dennoch entschied sich Bossi - nach Forstwart-Ausbildung und Militärdienst in der Schweiz - für mindestens zwei Jahre dem Kirchenoberhaupt zu dienen. Als Zweitjüngster stieß er zur Truppe. Im Notfall, so sieht es die Eidesformel vor, muss er sein Leben für Franziskus geben.

Die Eltern unterstützen den beruflichen Schritt ihres Sohnes. Gemeinsam mit rund 150 weiteren Gästen waren sie am Donnerstag dabei, als die Rekruten in Uniform und Harnisch auf den Damasushof marschierten. Die Zahl der Einladungen wurde diesmal bewusst gering gehalten, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.


Der 6. Mai ist der traditionelle jährliche Termin für die Vereidigung; an diesem Datum gedenkt die Schweizergarde des "Sacco di Roma". Während der Plünderung Roms 1527 durch spanische und deutsche Landsknechte kamen 147 Gardisten bei der Verteidigung des Papstes ums Leben. Den übrigen gelang es, Clemens VII. (1523-1534) auf die Engelsburg in Sicherheit zu bringen.

Das sollte freilich gebührend gefeiert werden. Aus diesem Anlass war hoher Besuch in den Vatikan gereist. Dazu zählte eine namhafte Delegation der Schweizerischen Eidgenossenschaft - angeführt von Bundespräsident Guy Parmelin. Vertreter des Papstes war der Substitut des Staatssekretariats, Erzbischof Edgar Pena Parra.

Garde-Kommandant Christoph Graf sprach bei der Vereidigungszeremonie der weltweit ältesten und kleinsten Armee von einer "Weitergabe des Feuers". Die veränderten Herausforderungen der modernen Zeit lässt er ebenso wenig unerwähnt. So sei es nur dank einer gezielten Werbekampagne möglich gewesen, genügend Nachwuchs zu rekrutieren.

Mit den 34 Rekruten verfügt die Schweizergarde nun über 127 Mann; ihre Sollstärke liegt bei 135. Von den Neuen haben etliche ihren Dienst im vergangenen Jahr begonnen. Im Jänner kamen 15 hinzu. 23 leisten ihren Eid - je nach Herkunft - auf Deutsch, zwei auf Italienisch, acht in französischer und ein Gardist in rätoromanischer Sprache. Silvan Fabian Lachmuth schwor dem Papst ebenfalls feierlich die Treue. Der 21-Jährige stammt aus Gunzgen im Kanton Solothurn.

"Ich bin sehr stolz auf meinen Bruder", sagte der vier Jahre ältere Roman Lachmuth, der die Feier vom Publikum aus mitverfolgte. Die Verbundenheit zur Kirche komme nicht von ungefähr. Schon in der Kindheit hätten sie als Ministranten gedient. Die Zeit in Rom werde für Silvan ein Gewinn, ist Roman überzeugt. Wo, wenn nicht in der Ewigen Stadt, könne ein junger Mensch seinen Horizont erweitern.

An Anerkennung fehlt es jedenfalls nicht. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hatte den Einsatzwillen der Gardisten bereits am Morgen bei einer Messe im Petersdom gewürdigt. Sich aus Liebe zu Gott in den Dienst des Papstes zu stellen, nötigenfalls mit dem eigenen Leben, verlange neben Glauben äußere wie innere Disziplin, sagte die Nummer zwei des Vatikan.

Auch den Papst selbst haben die Rekruten am Donnerstag getroffen. Bei der Begegnung zur Mittagszeit richtete Franziskus ein Grußwort an seine Soldaten. Es sei äußerst ehrenwert, dass junge Männer sich bereiterklärten, einige Jahre ihres Lebens dem Nachfolger Petri zu widmen. Bei einigen münde dies später in eine Berufung zum Priester- oder Ordensleben. Andere entschieden sich für ein Leben als Ehemann und Familienvater. "Diese Vielfalt ist wichtig für die Kirche", betonte der 84-Jährige.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

VIDEO - Schweizergarde - Vereidigung der neuen Rekruten 2021

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  12. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  13. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. 'Für jeden Unsinn ein Bischof' - Scharfe Kritik an Erzbischof Heße

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz