Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Bruder Marx', bleib in München!
  2. Medienberichte - Eklat vor Ungarnreise: Franziskus will Viktor Orbán nicht treffen
  3. "Damit stellen Sie sich aber gegen Rom!"
  4. Das Seminar als Familie von Nazareth und rigide Perversionen
  5. Papst Franziskus wird Ministerpräsidenten Orbán treffen!
  6. "Kardinal Woelki steht unter dem Kreuz, während andere sich entfernen"
  7. Ein Rücktritt als Kampfmittel?
  8. '.... gut, dass ich nicht so bin wie andere!'
  9. „'An totem Punkt': Kardinal Marx urteilt über die Kirche?“
  10. Dubium: „Liegt ein Schisma im Sinne des can. 751 vor?“
  11. Die Visitatoren sind im Erzbistum Köln eingetroffen: Bischöfe Arborelius und van den Hende
  12. Nicht angenommener Marx-Rücktritt: Theologe Hoff ist 'fassungslos'
  13. Modehaus-Kette C&A mit eigener ‚Pride-Kollektion’ im LGBT-Monat Juni
  14. Belarus: Orthodoxe Kirche setzt regimekritischen Erzbischof ab
  15. Kardinal Kasper formuliert Grundsatzkritik am „Synodalen Weg“!

Schweizergarde: 34 neue Rekruten für den Papst vereidigt

7. Mai 2021 in Kommentar, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Treueschwur auf Franziskus inmitten der Corona-Pandemie - Von Kathpress-Korrespondenten Alexander Pitz und Roland Juchem - Mit VIDEO


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Inmitten der anhaltenden Corona-Pandemie sind am Donnerstagabend im Vatikan 34 neue Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde vereidigt worden. Die traditionelle Zeremonie im Damasushof des Apostolischen Palastes, bei der die Gardisten ihren Treueschwur auf Papst Franziskus leisten, fand unter erheblichen Einschränkungen statt. Gefeiert wurde trotzdem.

Einer der neuen jungen Schweizergardisten ist Gian Andrea Bossi aus Davos. Einige Freunde hätten seinen Entschluss "toll" gefunden, sagte der 20-Jährige kurz vor Beginn der Feier im Gespräch mit Kathpress. Andere hätten sich anfangs über das "bunte Clownskostüm" lustig gemacht, das er als Gardist tragen müsse. Auch mit teils berechtigter Kritik an der katholischen Kirche habe er sich auseinandergesetzt. Dennoch entschied sich Bossi - nach Forstwart-Ausbildung und Militärdienst in der Schweiz - für mindestens zwei Jahre dem Kirchenoberhaupt zu dienen. Als Zweitjüngster stieß er zur Truppe. Im Notfall, so sieht es die Eidesformel vor, muss er sein Leben für Franziskus geben.

Die Eltern unterstützen den beruflichen Schritt ihres Sohnes. Gemeinsam mit rund 150 weiteren Gästen waren sie am Donnerstag dabei, als die Rekruten in Uniform und Harnisch auf den Damasushof marschierten. Die Zahl der Einladungen wurde diesmal bewusst gering gehalten, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.


Der 6. Mai ist der traditionelle jährliche Termin für die Vereidigung; an diesem Datum gedenkt die Schweizergarde des "Sacco di Roma". Während der Plünderung Roms 1527 durch spanische und deutsche Landsknechte kamen 147 Gardisten bei der Verteidigung des Papstes ums Leben. Den übrigen gelang es, Clemens VII. (1523-1534) auf die Engelsburg in Sicherheit zu bringen.

Das sollte freilich gebührend gefeiert werden. Aus diesem Anlass war hoher Besuch in den Vatikan gereist. Dazu zählte eine namhafte Delegation der Schweizerischen Eidgenossenschaft - angeführt von Bundespräsident Guy Parmelin. Vertreter des Papstes war der Substitut des Staatssekretariats, Erzbischof Edgar Pena Parra.

Garde-Kommandant Christoph Graf sprach bei der Vereidigungszeremonie der weltweit ältesten und kleinsten Armee von einer "Weitergabe des Feuers". Die veränderten Herausforderungen der modernen Zeit lässt er ebenso wenig unerwähnt. So sei es nur dank einer gezielten Werbekampagne möglich gewesen, genügend Nachwuchs zu rekrutieren.

Mit den 34 Rekruten verfügt die Schweizergarde nun über 127 Mann; ihre Sollstärke liegt bei 135. Von den Neuen haben etliche ihren Dienst im vergangenen Jahr begonnen. Im Jänner kamen 15 hinzu. 23 leisten ihren Eid - je nach Herkunft - auf Deutsch, zwei auf Italienisch, acht in französischer und ein Gardist in rätoromanischer Sprache. Silvan Fabian Lachmuth schwor dem Papst ebenfalls feierlich die Treue. Der 21-Jährige stammt aus Gunzgen im Kanton Solothurn.

"Ich bin sehr stolz auf meinen Bruder", sagte der vier Jahre ältere Roman Lachmuth, der die Feier vom Publikum aus mitverfolgte. Die Verbundenheit zur Kirche komme nicht von ungefähr. Schon in der Kindheit hätten sie als Ministranten gedient. Die Zeit in Rom werde für Silvan ein Gewinn, ist Roman überzeugt. Wo, wenn nicht in der Ewigen Stadt, könne ein junger Mensch seinen Horizont erweitern.

An Anerkennung fehlt es jedenfalls nicht. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hatte den Einsatzwillen der Gardisten bereits am Morgen bei einer Messe im Petersdom gewürdigt. Sich aus Liebe zu Gott in den Dienst des Papstes zu stellen, nötigenfalls mit dem eigenen Leben, verlange neben Glauben äußere wie innere Disziplin, sagte die Nummer zwei des Vatikan.

Auch den Papst selbst haben die Rekruten am Donnerstag getroffen. Bei der Begegnung zur Mittagszeit richtete Franziskus ein Grußwort an seine Soldaten. Es sei äußerst ehrenwert, dass junge Männer sich bereiterklärten, einige Jahre ihres Lebens dem Nachfolger Petri zu widmen. Bei einigen münde dies später in eine Berufung zum Priester- oder Ordensleben. Andere entschieden sich für ein Leben als Ehemann und Familienvater. "Diese Vielfalt ist wichtig für die Kirche", betonte der 84-Jährige.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

VIDEO - Schweizergarde - Vereidigung der neuen Rekruten 2021

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu









Top-15

meist-gelesen

  1. 'Bruder Marx', bleib in München!
  2. '.... gut, dass ich nicht so bin wie andere!'
  3. Die Christuserscheinungen von Sievernich dauern an
  4. "Damit stellen Sie sich aber gegen Rom!"
  5. „'An totem Punkt': Kardinal Marx urteilt über die Kirche?“
  6. "Kardinal Woelki steht unter dem Kreuz, während andere sich entfernen"
  7. Dubium: „Liegt ein Schisma im Sinne des can. 751 vor?“
  8. „Der Fall Marx und die Deform der Kirche, die sich Reform nennt, hängen zusammen“
  9. Nicht angenommener Marx-Rücktritt: Theologe Hoff ist 'fassungslos'
  10. Medienberichte - Eklat vor Ungarnreise: Franziskus will Viktor Orbán nicht treffen
  11. "Das widerspricht dem Sinn eines geistlichen Amtes für das Heil der Menschen"
  12. R.I.P. Philipp Mickenbecker - "Alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen kriegen neue Kraft"
  13. Kardinal Kasper formuliert Grundsatzkritik am „Synodalen Weg“!
  14. Papst Franziskus wird Ministerpräsidenten Orbán treffen!
  15. Der Rücktritt des Kardinals ist der politische Weg

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz