Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  2. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  3. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  7. Der Tod der Theologie in Deutschland
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. Papst Leo XIV. ernennt Lebensschützer zum neuen Erzbischof von Denver
  14. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!
  15. Vatikan-Segen fürs Börsen-Depot - Warum Sie Meta, Amazon, Tesla oder Apple kaufen dürfen

Eine Mikro-Neuigkeit: mal etwas Schönes erzählen

26. April 2021 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Um einmal nicht von Häresien und Schismen zu reden und aus einem deutschen Sumpf herauszukommen. Eine Geschichte aus der römischen Peripherie von Aldo Maria Valli. Die Würde des Menschen wahren. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as/amv) In finsteren Zeiten lohnt es sich, jenseits aller „Probleme“ gerade bei „Kleinigkeiten“, bei „Mikro-Neuigkeiten“ einzuhalten, dies auch, um sich gegen die Frage zu wehren: „was gibt es Neues?“. Das zeigt uns auch die Geschichte des Schriftstellers, Publizisten, Journalisten und Vatikanisten Aldo Maria Valli.

*

Eine nette Mikro-Neuigkeit. Von Aldo Maria Valli

In meinem Mikrokosmos gibt es heute eine gute Nachricht. Mikro-Neuigkeiten, aber trotzdem gut.


Ich wohne in einem Vorort der Metropole, der an das Land grenzt. In der Nähe meines Hauses gibt es eine kleine Straße, die sich zwischen Wiesen und Hügeln verliert. Ich bin dieser Straße dankbar, denn sie hat meiner Frau und mir in einem Vierteljahrhundert sehr geholfen. Als die Kinder klein waren, sind wir mit dem Kinderwagen dorthin gefahren, aber auch später war es ein ständiges Ausflugsziel, mit angrenzenden Erkundungen des nahe gelegenen Waldes. Im Sommer spendet sie uns Schatten, im Winter haben wir sie mit Schnee bedeckt gesehen, im Frühling ist sie eine Explosion von Gelb, Rosa und Weiß.

Bis vor etwa zehn Jahren wurden die Wiesen nur von Schafherden frequentiert, aber im Laufe der Zeit sind entlang der Straße ein paar Stallungen, ein Restaurant, ein Zentrum für die Ausbildung von Hunden und ein nicht näher bezeichnetes Lagerhaus entstanden. Pferde, Esel, Hunde, Kaninchen, Hühner und Schweine haben unsere Spaziergänge belebt, die heute oft mit den Enkelkindern stattfinden.

Mit den Tieren kamen auch die Menschen. Und beim Menschen das, was er allzu oft hinterlässt: Müll. Hier finden sich Papiertaschentücher, Plastikbecher und Plastikflaschen, Glasflaschen, Zigarettenschachteln und Zigarettenstummel. Und manchmal sogar noch mehr Sperrmüll wie eine Matratze, ein alter Fernseher, ein paar Reifen.

Seit Jahren reinige ich sie aus Dankbarkeit für die Straße fast täglich und seit einigen Monaten, da mein Rücken nicht so gut funktioniert, mit einer Zange, die an einem Teleskopstab befestigt ist. Eine meiner Töchter hat ihn mir geschenkt, und dieser ermöglicht es mir, den Müll zu greifen, ohne mich zu bücken.

Gut. Heute, beim Spaziergang entlang der kleinen Straße, traf ich eine Gruppe von Jugendlichen und einer von ihnen, bewaffnet mit einer Zange wie der meinen, sagte mir: „Wir haben beschlossen, Sie zu imitieren! Wir fanden Ihre Idee großartig!“. Nun, ich war aufgeregt. Nach so vielen Jahren kann ich zum ersten Mal sagen, dass ich als freiwilliger Straßenkehrer Schule gemacht habe!

Diese Jugendlichen, die von zwei Erziehern betreut werden, besuchen eine gemeinnützige Organisation, die in einer der Stallungen untergebracht ist. Sie sind psychisch krank und die Spaziergänge, zusammen mit Aktivitäten im Kontakt mit Pferden und anderen Tieren, sind Teil der Therapieprogramme.

Ich habe gelesen, dass eine der Aufgaben des Verbandes darin besteht, „Methoden der Ausbildung von Pferden zu fördern, die die Würde des Tieres und seine bestmögliche Nutzung wahren“. Niemand wird beleidigt sein, wenn ich sage, dass, nachdem ich diese jungen Leute bei der Arbeit gesehen habe, um die Straße sauber zu halten, wir wohl sagen können, dass sie dort andere hervorragende Trainingsmethoden anwenden: die Würde des Menschen zu wahren!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Der Tod der Theologie in Deutschland
  9. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  12. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  13. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  14. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz