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Wer sind die Diebe und die Räuber?

26. April 2021 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: die Beziehung zwischen Christus, dem Hirten, und seiner Herde, eine so engen Beziehung, dass es niemandem je gelingen wird, die Schafe seinen Händen zu entreißen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Montag der vierten Woche der Osterzeit: „Ich bin die Tür zu den Schafen“. Die Dramatik der Erzählung des Evangeliums lässt auch nach dem „Sonntag des Guten Hirten“ nicht nach. Die Liturgie vertieft und wiederholt diesen Kern des Christentums weiter. Man kommt nicht umhin sich fragen: wer sind die Diebe und Räuber? Wer ist es, der da nicht durch die Tür hineingeht, sondern sich (aus Gewohnheit) eingeschlichen hat und beginnt, die Schafe zu reißen? Nur eine ist die Tür: „wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden“.

„Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,1-10).


Benedikt XVI., aus der Katechese zum Gebet des Regina Caeli am 15. Mai 2011:

Die Liturgie des vierten Sonntags der Osterzeit legt uns eines der schönsten Bilder vor, die seit den ersten Jahrhunderten der Kirche Jesus, den Herrn, dargestellt haben: das Bild des Guten Hirten. Das Evangelium des hl. Johannes beschreibt im 10. Kapitel die besonderen Merkmale der Beziehung zwischen Christus, dem Hirten, und seiner Herde, einer so engen Beziehung, daß es niemandem je gelingen wird, die Schafe seinen Händen zu entreißen. Denn sie sind an ihn durch ein Band der Liebe und der gegenseitigen Kenntnis gebunden, das ihnen das unermeßliche Geschenk des ewigen Lebens verbürgt. Zugleich beschreibt der Evangelist die Haltung der Herde gegenüber Christus, dem Guten Hirten, anhand zweier spezifischer Verben: hören und folgen.

Diese Begriffe bezeichnen die Grundmerkmale derer, die in der Nachfolge des Herrn leben. Vor allem das Hören seines Wortes, dem der Glaube entspringt und aus dem er sich nährt. Allein wer gegenüber der Stimme des Herrn aufmerksam ist, vermag in seinem Gewissen die rechten Entscheidungen für ein Handeln nach Gott abzuwägen. Dem Hören entspringt also die Nachfolge Jesu: Man handelt als Jünger Jesu, nachdem man inwendig die Lehren des Meisters gehört und aufgenommen hat, um sie tagtäglich zu leben.

Am heutigen Sonntag ist es unser Anliegen, Gott die Hirten der Kirche sowie all jene zu empfehlen, die sich darauf vorbereiten, Hirten zu werden. Daher lade ich euch zu einem besonderen Gebet für die Bischöfe – den Bischof von Rom eingeschlossen! –, für die Pfarrer und für alle ein, die in der Leitung der Herde Christi Verantwortung tragen, daß sie treu und weise ihren Dienst erfüllen mögen.

Besonders beten wir an diesem Weltgebetstag um geistliche Berufungen für Priesterberufe, daß es nie an tüchtigen Arbeitern für die Ernte des Herrn fehle. Vor nunmehr 70 Jahren errichtete der ehrwürdige Diener Gottes Pius XII. das Päpstliche Werk für Priesterberufe. Die glückliche Inspiration meines Vorgängers gründete in der Überzeugung, daß die Berufungen in den Teilkirchen wachsen und heranreifen und durch gesunde Familien erleichtert werden, die vom Geist des Glaubens, der Liebe und der Frömmigkeit gestärkt sind.

In der zu diesem Weltgebetstag veröffentlichten Botschaft habe ich betont, daß sich eine Berufung erfüllt, wenn man »aus der Verschlossenheit und aus der eigenen Vorstellung von Selbstverwirklichung« heraustritt, »um in einen anderen Willen, den Willen Gottes, einzutauchen und sich von ihm führen zu lassen«. Auch in dieser Zeit, in der die Stimme Gottes inmitten so vieler anderer Stimmen erstickt zu werden scheint, ist jede christliche Gemeinschaft dazu gerufen, die Berufungen zum Priestertum und geweihten Leben zu fördern und für sie Sorge zu tragen. Die Menschen nämlich benötigen Gott immer, auch in unserer technologischen Zeit, und es wird immer der Hirten bedürfen, die sein Wort verkündigen und die Begegnung mit dem Herrn in den Sakramenten ermöglichen.

 


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